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Die heiligen Reiher

Hilda Bergmann: Die heiligen Reiher - Kapitel 76
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie heiligen Reiher
publisherKrystall-Verlag
printrunZweite Auflage
year1933
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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Zerbrich die trennenden, die Wände ...

Zerbrich die trennenden, die Wände,
auf dass ich überström' ins All,
das in der Höhlung deiner Hände
ruht wie im Felsen der Kristall.
Zerbrich die hemmenden, die Schranken,
auf dass du alles niederreißt,
was mich, den schweifenden Gedanken,
von dir noch trennt, du Meer von Geist.

Denn überall stößt mein Verlangen
sich wund an Mauerwerk und Erz:
War zu den Menschen ich gegangen,
fand sich zutiefst allein das Herz.
Und poche ich an deine Pforten
und greif' nach deines Kleides Saum
und suche in erschöpften Worten
den Sinn und dich in Bild und Traum;

Will ich die Eisenklammern sprengen
der dumpfen Erdgebundenheit
und auf dem Rücken von Gesängen
hinbrausen über Raum und Zeit,
es bleibt das eherne Gefüge,
in dessen Mitte ich - allein –
am Ende aller Höhenflüge
Gefangner bin im eignen Sein.

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