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Die heiligen Reiher

Hilda Bergmann: Die heiligen Reiher - Kapitel 7
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie heiligen Reiher
publisherKrystall-Verlag
printrunZweite Auflage
year1933
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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Rasende Fahrt

Keuchend schnaubt die Maschine und atmet schwer;
wieselflink laufen die Rauchschatten nebenher.
Blau liegt der Tag und der Ferne verhangener Traum
lüftet dem Blick seinen silbernen Vorhang kaum.

Und von dem Gleichmaß der Stöße eingewiegt,
schlummert das Denken und Wollen. - Die Gegend fliegt,
das Leben selber fliegt rauschend draußen vorbei
und in sein Rauschen gellt der Maschine Schrei.

Stampfen und Klirren, metallisches Rädergedröhn,
Heimweh und Fernweh, Sehnsucht und Abschiedsgestöhn,
Freude und Schmerzen, Jubel und Jammer gepaart:
Wo ist das Ziel und das Ende der rasenden Fahrt?

Stationen. - Vorüber. - Neu hebt das Stürmen an,
die Zeit flattert draußen vorüber, ein wilder Schwan,
das Leben läuft eilenden Fußes wie Rauchschatten nebenher
und vorne lockt, droht, dunkelt schweigend der Zukunft Meer.

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