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Die heiligen Reiher

Hilda Bergmann: Die heiligen Reiher - Kapitel 56
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie heiligen Reiher
publisherKrystall-Verlag
printrunZweite Auflage
year1933
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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Sappho an die Freunde

Freunde, flechtet Rosen in die Locken,
Zymbeln lasst und Saitenspiel erschallen,
lasst von allen Zweigen Blütenflocken
purpurn in den Kelch der Freude fallen!

Denn die Götter haben eine Schale
lautern Glückes über mich ergossen:
Nimmer bleibt von ihrem sel'gen Mahle
ihre Priesterin mehr ausgeschlossen.

Einsam bin dich meinen Weg gegangen,
fern von Menschenmeinung und –getriebe.
Plötzlich find' ich mich von Ruhm umfangen
und dem Ruhm gesellte sich die Liebe.

Meine Seele blüht wie eine Blume
einem wärmern Sonnenstrahl entgegen;
golden ruht auf mir der Götter Segen
und mein Lied ertönt zu ihrem Ruhme.

Freunde, flechtet Rosen in die Locken,
Zymbeln lasst und Saitenspiel erschallen!
Läutet meines Jubels Silberglocken,
wenn wir einziehn in der Freunde Hallen.

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