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Die heiligen Reiher

Hilda Bergmann: Die heiligen Reiher - Kapitel 52
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie heiligen Reiher
publisherKrystall-Verlag
printrunZweite Auflage
year1933
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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Goethes Bildnis

Du großer Mensch mit deinen Flammenaugen,
die aus dem buntgewebten Spiel des Scheins
die scheue Seele aller Dinge sangen:
Kein Angesicht ist ausdrucksvoll wie deins.
Ein kleines Lächeln des Verstehens schwebt
wie eine Lerche über diesen Zügen,
wie eine Lerche, die sich flatternd hebt,
die Niederung der Welt zu überfliegen.

Hier hat Natur einmal wie nirgends wieder
das scheinbar Widerstrebende vereint:
Den singenden, den Mund der süßen Lieder,
und eine Stirn von Einsamkeit versteint.
Hier hat ein Gott von innen her gehämmert,
in Glut getaucht, geschmiedet und geschweißt
die edle Form, aus deren Fugen dämmert
ein Heiligtum der Menschheit: Goethes Geist.

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