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Die heiligen Reiher

Hilda Bergmann: Die heiligen Reiher - Kapitel 46
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie heiligen Reiher
publisherKrystall-Verlag
printrunZweite Auflage
year1933
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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Quasi una fantasia

Der Tag erlischt. Die Wirklichkeit wird blässer.
Die Kerzenblumen fangen an zu blühn.
Die Stille wird zum schweigenden Gewässer,
in dem der Töne weiße Schwäne ziehn
nach unbekannten Inseln und Gestaden,
wo Säulengänge stehn in hoher Pracht,
Zypressenwipfel, Rosengärten laden
in ferner Breiten hellgestirnte Nacht.

Und Wellen plaudern, viele Wellen singen
und tanzen um der Marmortreppe Knie.
Das Mondlicht zittert in gebrochnen Ringen,
errlichtert, geistert, singt und tanzt wie sie.
Es lockt der Sehnsucht drängendes Geflüster,
es rauscht und flutet, jubelt, klagt und bebt
um den Palast, weißschimmernd aus dem Düster,
in dem unsterblich die Geliebte lebt.

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