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Die heiligen Reiher

Hilda Bergmann: Die heiligen Reiher - Kapitel 41
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie heiligen Reiher
publisherKrystall-Verlag
printrunZweite Auflage
year1933
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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Die Schutzheiligen

An meiner Straße stehn wie Gnadenbilder
die Schutzpatrone, die ich mir erwählt.
Bei ihrem Anblick wird das Sehnen wilder,
das aufgebäumte Hoffen schweigt gequält
und ich erkenn' zutiefst, was ich verfehlt.

Für das Gewissen sind sie Meilenweiser
und geben Richtung an und fernes Ziel.
Für das Empfinden Könige und Kaiser:
Der Atem geht, es gehn die Schritte leiser,
denn Welten formte ihrer Hände Spiel.

Es brennt als ew'ges Licht vor ihnen allen
in roten Lämpchen meine Herzensruh'.
»Lasst meinen Gruß«, so bitt' ich, »euch gefallen!«
Und sie, sie lächeln milde dem Vasallen,
die Fürsten ihrem Hörigen, mir zu.

An meinen Weg auf steinernen Altären
steht Götterbild an Götterbild gereiht,
geschmückt mit Blumen und bekränzt mit Ähren.
In ihnen stieg aus ewig blauen Sphären
der Genius herab ins Tal der Zeit.

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