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Die heiligen Reiher

Hilda Bergmann: Die heiligen Reiher - Kapitel 36
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie heiligen Reiher
publisherKrystall-Verlag
printrunZweite Auflage
year1933
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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Menschentum

Das ist der Mensch:
            Ein abgesprengter Splitter

Von tausendflächig blitzendem Kristall
und über ihm und um ihn das Gezitter
flutenden Lichts im unbegrenzten All.
Und wie des Glases abgesprungne Scherbe
noch Strahlen sammelt und sie funkelnd bricht,
so ist des Menschen Eigentum und Erbe:
Brennpunkt und Spiegel sein von höh'rem Licht.

Das ist der Mensch:
            Im Mosaik des Ganzen

Stein unter Steinen, – einer Melodie
verlorner Ton, – Geschöpf wie Tier und Pflanzen,
nur nicht so glücklich unbewusst wie sie.
Und dennoch aus der ewig neuen Fülle
die Becher schöpfend tiefster Lust und Pein,
denn Mensch sein heißt: ein Weg, – ein Tor, – ein Wille
zu Größerem – und immer Sucher sein.

Der Genius

 

»Wie Natur im Vielgebilde
einen Gott nur offenbart,
so im weiten Kunstgefilde
webt ein Sinn der ew'gen Art.«

Goethe

 

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