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Die heiligen Reiher

Hilda Bergmann: Die heiligen Reiher - Kapitel 24
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie heiligen Reiher
publisherKrystall-Verlag
printrunZweite Auflage
year1933
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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Der Traum

Ein alter Traum kam wieder diese Nacht
und führte mich durch winkelige Gassen.
Was zuckt' mein Herz? … Lang hab' ich sie vergessen
und lang nicht mehr an sie zurückgedacht.

Noch wölbt sich vor der Stadt das düstre Tor.
Die Häuser mit verwaschenen Sgrafitten,
der Kirchturm mit den Kugeln der Hussiten
in seinen Quadern alles wie zuvor.

Und jenes Haus barg meinen Kindertraum.
Aus seinem Schatten lösen sich Gestalten,
ich stürze hin und will sie fassen, halten
und fasse, halte nichts als leeren Raum.

Die große Linde steht und rauscht wie einst,
der Brunnen murmelt mir auf seine Weise
Willkommen zu. – Der Traum verdämmert leise.
Was ist 's mein Herz, dass Du so bitter weinst?

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