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Die heiligen Reiher

Hilda Bergmann: Die heiligen Reiher - Kapitel 21
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie heiligen Reiher
publisherKrystall-Verlag
printrunZweite Auflage
year1933
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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Fata Morgana

Hebt der Wanderer in der Wüste
seinen Blick vom Sand empor,
spiegelt sich ihm einer Küste
langentbehrter Anblick vor:

            Sel'ge Götterinseln tauchen
            geistgeboren aus der Glut,
            Palmen neigen sich und hauchen
            Kühlung ihm ins heiße Blut.

Pilger unter Erdensöhnen,
Wandrer nach dem heil'gen Land
der Erkenntnis und des Schönen,
geh' auch ich durch Wüstensand.

            Muss ich durch des Lebens Dünen
            waten und im Staube ziehn,
            seh' ich nach den immergrünen
            Inseln meiner Kindheit hin.

Wiesenland und Wälder steigen
aus dem blaubewegten Meer
des Erinnerns. Freundlich neigen
sich Gestalten zu mir her …

            Langentschwundener, verlorner
            Tage Helligkeit entbrennt,
            und ein Hauch, ein geistgeborner,
            grüßt vom dunklen Firmament.

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