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Die heiligen Reiher

Hilda Bergmann: Die heiligen Reiher - Kapitel 20
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie heiligen Reiher
publisherKrystall-Verlag
printrunZweite Auflage
year1933
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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Die steinernen Städte

Denn ihre Städte sind steinerne Haufen,
belebte Wüsten, draus die Stille wich.
Die dort geschäftig hin– und widerlaufen
und Zeit und Ruh', Körper und Geist verkaufen,
betrügen um ihr bestes Erbteil sich.

Gehoben aus dem Erdreich ihrer Ahnen
und losgelöst von Acker und Getier,
vom Rausch des Alls, vom Glanz der Sternenbahnen,
entrollen sie des Goldes üpp'ge Fahnen
und kennen eines nur: Genuss und Gier.

Und wissen nichts mehr von dem heil'gen Schweigen,
das durch die schwarzverhangnen Wälder weht.
Geputzter Dirnen abendlicher Reigen,
fiebernder Lärm, Gejubel wilder Geigen
ist ihnen Abendlied und Nachtgebet.

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