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Die heiligen Reiher

Hilda Bergmann: Die heiligen Reiher - Kapitel 19
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie heiligen Reiher
publisherKrystall-Verlag
printrunZweite Auflage
year1933
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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Arme Menschen

Arme Menschen, vom Atem der Scholle gerissen,
Blätter, vom Baume des Lebens herabgeweht,

            die in den steinernen Städten verdorren müssen,
            abgetrennt von der Wesen blumigen Kissen
und von dem Wind, der über die Felder geht.

Lerchen steigen und jauchzen. … Sie können's nicht hören.
Blauhimmel lacht über seligem Blühn.

            Können Fabriksirenen also betören?
            Grau wolkt der Rauch und ein paar verkrüppelte Föhren
sind im Gemäuer das einzige lebende Grün

Pflaster und Ruß und altersnarbige Mauern!
Schlote, Essen, Hitze, Hunger und Not.

            Grelle Vergnügen locken ... Krankheiten lauern ...
            Und nach den Lerchen und Wiesen und Waldwegen trauern
durstige Seelen im Kampf um das tägliche Brot.

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