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Die heiligen Reiher

Hilda Bergmann: Die heiligen Reiher - Kapitel 14
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie heiligen Reiher
publisherKrystall-Verlag
printrunZweite Auflage
year1933
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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Reife

Wenn die Tage rasch zur Höhe schreiten
und das Korn in der Ähre reift,
wenn der Wind in die Halme greift
wie in einer Harfe goldne Saiten,
hebt ein Rauschen und ein Singen an
und das Hohe–Lied der Reife schwingt
auf und nieder, erdwärts, himmelan,
bis die Sense jäh dazwischenklingt.

Wenn der Sommerwind in Locken spielt,
welche silbern um die Schläfen wehen,
und man langsam ans Bergabwärtsgehen
denken muss, weil man den Gipfel fühlt,
wenn der Wind in den Halmen wühlt
und der Sonnenbrand die Stirne sengt,
alle Schöpfung nach Entfaltung drängt:
Singe, meine Seele, und begreife
dann auch du das Hohe–Lied der Reife.

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