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Die heiligen Reiher

Hilda Bergmann: Die heiligen Reiher - Kapitel 102
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie heiligen Reiher
publisherKrystall-Verlag
printrunZweite Auflage
year1933
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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Meister mit den Bildnerhänden ...

Meister mit den Bildnerhänden, der du schöpftest aus den Meeren
dunkler Fülle, die nie enden, nie versiegen, nie sich leeren;
dem das nimmermüde Geben, Überströmen und Verschwenden
gleichbedeutend ist mit Leben, Offenbaren und Vollenden:
Meinem tiefen Unvermögen wolle du die Hände halten!
Dein Begnaden und dein Segen sind es einzig, die gestalten.
Erst wenn deine blauen Flammen aus dem Unbewussten springen,
schmelzen Geist und Form zusammen, kann die Kraft den Stoff bezwingen.

Stummgeboren und umdunkelt, traumbeschattet ist mein Wesen.
Erst wenn deine Sonne funkelt, darf sich Herz und Zunge lösen.
Doch Gestammel bleibt das Beste … Und das ahnungsvoll Geschaute
flattert schwer vom Erdenreste flügelmüd' aus meiner Laute.
Nimm es auf und mach' es besser! Segne mich mit deiner Stille.
Tauche mich in die Gewässer deiner Größe, Macht und Fülle!
Gib mir, was den unbeseelten Marmor lebend macht und trunken,
was du deinen Auserwählten schenkst: den schöpferischen Funken!

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