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Jakob Julius David: Die Hanna - Kapitel 3
Quellenangabe
typenovelette
booktitleNovellen
authorJakob Julius David
year1995
publisherResidenz Verlag
addressSalzburg und Wien
isbn3-7017-0943-2
titleDie Hanna
pages177-232
created19991010
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Warum soll ich mich aber erst plagen und noch viele Jahre lernen, nur damit ich etwas werde, was mich hernach nicht für einen Kreuzer freuen möchte, wenn ich's schon bin? Das hab' ich nicht eingesehn. Und fürs Dorf war ich durch die Frömmigkeit meiner Mutter doch schon verdorben, die mich hat zum Pfarrer haben wollen. Wie ein Bauer leben, das ging nicht mehr, in Ewigkeit. Sonst hätt' mir's gerade dort gefallen, wie sonst nirgends in der Welt und mit meinem Bruder und mit seinem Weib hab' ich mich immer ganz gut vertragen. Nur – faul haben sie mich gern geschimpft. Wann ist ein Mensch faul? Wann ihn keine Arbeit freut. Und wenn er sich nicht einmal eine weiß, die ihm Spaß machen möchte, so ist er am allerfaulsten.

Also, weil man doch wohin muß, so bin ich nach Wien. Und ich hab' mich sträflich gelangweilt. Aber geschämt hab' ich mich auch vor euch, die jeder gewußt haben, was sie wollen, und, wenn ich einen von euch gesehen hab' mit Heften und womöglich immer mit einem Pack von Büchern, und ihr habt's so eilig gehabt und so wichtig, so hab' ich einen Bogen gemacht wie der Fuchs oder erst verstanden, wozu die engen Gassen gut sind und die vielen Durchhäuser in Wien. Und dabei hab' ich noch dazu immer ein sonderbares, ein ganz ein verdammtes Gefühl von Hochmut in mir gehabt.

Nämlich, so als wäret ihr alle zusammen dumme Teufel. Die ihre Jugend verkümmern und es in sich hineinpumpen müssen, nur damit es nicht zu hohl und leer ist in ihnen. Und ich bin immer noch der Klügste unter euch. Und es wird schon der Tag kommen, wo ich's euch zeigen werde, wer ich eigentlich bin, und zwar augenblicklich, und wann ich erst wissen werde, was ich will. Wann das aber sein wird? Ja, wer weiß das, oder wie kann man das sagen? Das kommt schon, und man muß sich eben gedulden bis dahin, und in mir ist es gestanden, fest, wie wenn ich's vom Gericht hätt', ich kann warten, und nicht einen Augenblick hab' ich eine Angst gehabt, ich könnt' untergehn oder, nur damit ich etwas bin, ein armer Schreiber oder Schullehrer werden, nur weil man das Seinige aufgegessen hat und dem Bruder nicht immer im Brotladen liegen will oder darf.

Ich bin viel in die Galerien. Erstens, weil ich so massenhaft freie Zeit gehabt habe, denn ich hab' mich doch nicht einmal immatrikulieren lassen. Und wenn schlechtes Wetter ist, so kann man nicht bummeln, und man wird durchaus trübsinnig, soll man immer zu Haus sitzen, und die Luft im Café hab' ich nicht den ganzen Tag vertragen. Dann, weil ich sicher gewesen bin, man trifft doch keinen braven Studenten, wie ihr es gottlob und zur Freude der auch brav gewesenen Eltern alle geworden seid. Der geht einmal hin, mit einem zweiten, damit er sich nicht zu sehr langweilt und einen Zeugen hat, daß er da gewesen ist, wo er eigentlich nichts zu suchen hat – was?«

»Mich hättest du oft treffen können, Petersilka!« warf ich ein.

»Hab' ich halt Glück gehabt. Und du warst eben kein braver Student. Denn je öfter ich hingekommen bin, desto weniger hätt' ich einen zweiten brauchen können, nicht einmal dich, mit dem man nicht hat reden müssen, sondern man hat ihm nur gezeigt, und er hat schon selber die Augen aufgemacht, so gut du's können und begriffen hast.

Gezeichnet hab' ich immer gern gehabt. Und besser wie alle, die sich damit groß gemacht haben unter uns. Nur hergezeigt hab' ich nichts davon. Denn was hat das für einen Zweck? Aber Bildchen nachmalen, worauf sie sich das meiste eingeredet haben, und wer's am besten getroffen hat, der hat sich gehörig gewundert über sich selbst, das hat mir niemals Spaß gemacht. Ich hab's ja doch nur getan, damit ich mir besser merken kann, was mir einmal gefallen hat oder was mir kurios vorgekommen ist und wovon man doch nie weiß, ob man es noch einmal wieder und genau so sieht. Sonst – ja was hätt' ich denn sonst mit meiner Zeichnerei wollen? Und sie haben doch immer ein Wesen gemacht, wie schwer das ist und wie man's lernen muß, daß ich Esel geglaubt hab', nur weil ich's nicht gelernt hab', so kann ich nichts.

Und dabei ist das Unsinn. Denn man muß aufpassen. Denn weißt du, Freund, manchmal hat ein Ding, welches du hundertmal gesehen hast, ein ganz anderes Gesicht an sich wie sonst. Du bist immer daran vorübergegangen, und es war nix, aber schon rein gar nix daran. Und auf einmal hat es eine Stimme an sich, und damit sagt es dir: ›Da bleib stehn. Ich bin anders, und ich bin jetzt so, wie ich in wirklicher Wahrheit bin und erst wieder wer weiß wann sein kann‹. Verstehst du das, Bruderherz?«

»Ich verstehe. Alles hat ein Doppelgesicht. Und in gewissen Augenblicken, die man festhalten muß, enthüllt es sein eigentliches Wesen.«

»Meinetwegen. Du sagst es halt gebildet. Also, es ist mir vor den Bildern oft vorgekommen, als möcht' ich auch einmal so etwas können. Die Bilder haben mich müd gemacht und aufgeregt auch. Und wenn ich von ihnen und dem Nachdenken darüber genug gehabt hab', so ist da ein sehr schöner Blick auf Wien, zusammengehalten durch die schnurgeraden Alleen, und mit jedem Schritt, den du heruntertust durch den Garten, so verschwindet etwas davon, und auf einmal stehst du mitten auf der Straße und in ihrem Lärm und wirst sehr empfindlich wachgerüttelt und aufgemuntert, und es macht die Pferdebahn ihren Lärm, und es holpern die Wagen ganz abscheulich, und du siehst nicht mehr die Berge und die vielen grauen Häuser und die Türme darüber, die jeder ein eigenes Gesicht haben. Und so, nämlich aus der Entfernung, hat mir die Stadt ganz gut gefallen, in die ich mich sonst durchaus nicht hab' eingewöhnen können. Heimweh gehabt hab' ich nicht; aber wohl ist es mir auch nicht einmal um das Herz geworden in diesem sehr lauten Wien.

Zu Hause, bei mir, hab' ich dann gezeichnet oder zu malen probiert. Denn meine Stube war sehr hoch oben, und mir ist zu Anfang immer schwindelig geworden, wenn ich hinuntergesehen habe, und ich hab' mich ordentlich gewöhnen müssen daran. Aber sie hat auch ein Licht gehabt, wie man sich's besser gar nicht wünschen kann. So hab' ich's eine Zeitlang gehabt, und wenn mir einmal die Farben zusammengelaufen sind und es ergab sich eine schöne Sauce, so war das kein Unglück. Und bei den Kunsthändlern bin ich herumgestanden gern und lang und hab' mir angesehn, was sie da im Schaufenster haben und wovon sie sich also einreden, es könnte den Leuten gefallen, die ein Geld haben. Blöd bin ich nicht, Bruder, bin ich niemals gewesen, und ich hab' mir sagen müssen: da hast du zu Haus auch schon bessere Blätter, Florian! Und einmal nehm' ich einige davon und geh' zu so einem Bilderjuden. Der setzt seine Brille auf – und ganz schief, und wie der Aff' auf dem Kamel ist sie ihm auf dem Höcker oben gesessen und hat so gerutscht, und guckt und guckt und sucht sich was aus und legt mir Geld dafür hin – einen ganzen Haufen, ist mir dazumal vorgekommen. Draußen reib' ich mir die Hände und denke mir: den hast du schön hineingetunkt in die Schmiere, und tu' mir einen guten Tag an. Denn es war doch mein erstes Geld, was ich selber verdient hab' in meinem Leben, und das schmeckt, und für den einen Tag hat es dann auch gereicht. Und den nächsten Morgen nehm' ich mir ein Herz und anderes von meinen Sachen und geh' auf die Akademie. Und dort haben sie auch geguckt und gebrummt, allerhand, damit man's nicht versteht, und haben gemeint, ich kann jeden Tag in die Ausbildung eintreten.

So, da hast du's! Aber wozu? Das sagt dir keiner. Und bis du selber heraus hast, was du eigentlich könntest und wohin du gehen möchtest, so kannst du dir die Beine so schön müde gelaufen haben, daß du sie nicht mehr spürst und dich das Gehen schon nimmer freut.

Meist, sowie sie sich nur ein bißchen spüren, so machen sie sich an den Akt. Weil sie nicht wissen, wie schwer und daß das eigentlich das Höchste und das Letzte ist, was nur selten einem ganz gelingt und sich ihm ganz offenbart. Und sie sind auch dumme Hunde und wollen ihren Spaß haben.

Und eben das war mir widerwärtig und durchaus ekelhaft. Weißt du, ich hab' immer so was gehabt in mir wie Schamhaftigkeit. Und sowie der Herr Professor die Tür erst hinter sich zugemacht hat und man sich vor ihm nicht mehr zu genieren braucht, Schindluder treiben mit so einem armen Weibsbild, das sich nicht zu seinem Vergnügen, sondern ums Brot dazu hergibt und gewiß nicht immer so war, und sich aufführen wie die richtigen Affen – das ist nichts gewesen für mich. Ganz und gar nichts.

Also: ich bin in die Landschaft. Ist, sollte man meinen, ein ruhiges und ein sehr ein reinliches Geschäft.

Da hat aber einer einmal einen Baum hineingesetzt wie einen saftigen Patzen oder einen schweren Klumpen in die Natur. Und das hat einem anderen gefallen, und er hat's gekauft und mit schwerem Geld bezahlt, weil, wenn Gott das Geld nicht an Narren geben möchte, so hätten andere Pfuscher nichts zum Leben. Und also haben alle schwarze Patzen ins Grüne geschmiert und sich sehr damit gefreut und sie bewundert.

Oder sie haben mit einer vielen Emsigkeit Gemüse erzeugt und geglaubt, das mache keinen Unterschied, ob man's nach dem Metzen verkauft oder nach der Elle. Ganz besonders gern gehabt haben sie den Spinat; vielleicht weil er so gesund ist, sagen die Doktoren. Da haben sie eine Wiese gemacht, schön giftgrün; und weiße Anemonen, und immer eine große gelbe Butterblume in der Mitte. Das waren die Spiegeleier, ohne die schmeckt's nicht recht und ist und bleibt ein fades Essen. Und wer sich nur eine Gänsedistel zugetraut hat, der war ein Rebeller. Und einen Rahmen darum und einen Titel darunter – fertig! Das geht dann, wie geschmiert.

Und keine wirkliche Farbe haben sie mehr gesehen oder empfunden oder sich nur einmal gefragt: wie kommst du ihr bei, daß sie wie wirklich wirkt und wieder auch dich packt und aufregt, wie sie dich in der Natur nicht mehr losgelassen hat? Da hat jeder sein Kochbuch im Kopf gehabt, und da ist's ganz genau gestanden, was man nehmen und welche Werte man mischen muß, damit das Gemälde nach etwas gleichsieht. Gar nie waren sie so verlegen, das ist ja richtig, nicht einmal vor Effekten, wie sie manchmal die Natur abbrennt und sie einem die Red' verschlagen. Das ist ja richtig; und wenn's dann doch nicht gestimmt hat, so war's nicht ihre Schuld, sondern die Kunst hat eben ihre Mucken, und die Natur gar. Oder hast schon eine Köchin gekannt, die zugegeben hat, es ist ein Essen durch ihre Schuld verpanscht worden? Hast, Freunderl?

Und wenn sie schon einmal vor die Natur studieren gegangen sind, so war das ein schwerer Entschluß. Denn man weiß doch nicht gewiß, ob die Sachen in der Wirklichkeit so sind, wie man sie sich vorgestellt hat und wie sie im Kochbuch beschrieben stehn. Und das sind dann so gewagte Geschichten. Können auch schief ausgehn, und ein vorsichtiger Geschäftsmann läßt sich nicht gern darauf ein.

Und in ganzen Horden sind sie fort. Weil nämlich – der Maler ist ein geselliges Tier – und sie sind nur dorthin gegangen, wo schon viele andere vor ihnen gewesen waren, weil er die erprobten Wege liebt und die eingeführten Muster. Und so lang und so aufrichtig und im guten Glauben haben sie durch fremde Brillen gesehen, daß sie jeden eigenen Blick verloren haben.

Und so zufrieden waren sie mit sich und so fleißig und so flink! Und wenn einer eine kürzere Zeit für den Quadratmeter Leinwand gebraucht hat, wie ein anderer, so hat er einmal mehr verdienen können wie dieser und war also der größere Künstler. Und um einen ›berühmten‹ Baum sind sie mit ihren großmächtigen weißen Malschirmen herumgesessen, nicht anders, als hätten sich die Schwammerlinge, aber welche, die man schon durchaus nicht essen kann, ohne hinzuwerden, auf die Wanderschaft gemacht. Und gänzlich ernsthaft haben sie das getrieben, und nicht einmal den Humor darin haben sie gespürt, und jeder hat's ihm abgewinnen wollen. Kannst dir denken, wieviel auf einen gekommen ist. Pfui Teufel!« Er spie heftig vor sich hin, und ich wußte nicht, ob aus der Erinnerung an jene schöne Zeit gewissenhafter und sorglich gehüteter Kunstpflege, oder war ihm die Asche seiner Pfeife, an der er heftig herumklopfte, in die Kehle gekommen.

Er putzte sie sehr sorgfältig, stopfte sie frisch und tat einige starke Züge.

»Also, das war nichts für mich. Das hab' ich sehr bald gesehen. Was ich von ihnen hab' lernen können und was mit ihnen, das hab' ich bald weggehabt. Nämlich, was so ins Handwerk schlägt und was ja auch sein muß. Auch dafür muß man immer dankbar sein. Denn man vertranscht anders sehr viel gute und nützliche Zeit. Aber was beginnt man nun mit sich und wie kommt man weiter, dahin, wohin man möchte, wohin es einen lockt?

Ich bin in den Ferien nach Hause. Da und dort hab' ich's probiert, und dies und das hab' ich angefangen. So, wie man eben sucht, ohne den ganzen Glauben an sich. Aber – es ist auch nicht und niemals das Richtige gewesen.

Etwas hat immer und überall gefehlt. Ganz gut abgeschrieben waren die Dinger ja so weit, daß man wiedererkennen hat müssen, was ich dabei gemeint hab'. Und mein Bruder hat schon sehr gestaunt.

Du, das ist nicht so wenig, wie du meinst. Nämlich, von der Kunst versteht so ein Bauer gar nichts, und ihm mit der Technik imponieren wirst du nicht. Aber wie so ein Ding, das er immer um sich hat, aussieht, das weiß er, und er läßt dir keinen Fehler und keine Abweichung durch.

Aber das Eigentliche weißt du, das Letzte war nicht darinnen. Gespürt hab' ich's. Aber das ist mir irgendwo stecken geblieben. Und wenn ich mich erinnert hab' wie glatt die anderen nach ihren Kochbüchern heruntergemalt und wie mit vollen Backen sie ihr Werk beschmutzt haben, so bin ich mir sehr dumm und mühsam und ein langsamer und ein unzufriedener Peter vorgekommen.

Halt ein richtiger Hannak! Was will der in der Kunst, wo noch vor ihm keiner war? Und was kann ich dafür, daß ich Augen habe, welche die Dinge niemals so erblicken, wie man's in der Schule von uns verlangt hat, daß wir sie ansehen sollen? Immer anders, ganz anders! Und war das vielleicht nicht so, wie mit unserem Erdreich? Das braucht viele Arbeit, immer wieder, wenn es lohnen und tragen soll, wie es kann. Denn es ist tiefgründig und schwer und fett, und es zahlt sich schon aus, wenn man's nur daran wenden tut.

Ich hab's nicht zu Haus ausgehalten. Ins Gebirg bin ich, in den Beskidenwald. Einen Stummen hab' ich mir mitgenommen, damit er mir meine Sachen trägt, für mich kocht und meine Gänge tut. Denn mich hat's nach der Einsamkeit sehr verlangt. Das heißt, nach mir selber und dem, was in mir ist. Eine Waldhütte hab' ich mir ausgesucht, wo kein Dorf auf sehr weit in der Nähe war und nichts herum, nur Fichten und Tannen. Und dort hab' ich gehaust wie ein richtiger Kauz und hab' gemalt, zu jeder Zeit und bei jedem Licht, bis der richtige Winter gekommen ist und mich zurückgetrieben hat unter die Menschen, weil es nicht einmal mein Stummer mehr ausgehalten hat in dieser Öde.«

»Damals«, er streichelte seinen Spitz, »hab' ich mir's angewöhnt, immer so ein Vieh um mich zu haben. Und darum und aus der Zeit ist er so still – denn gegen wen hätt' er auch nur bellen sollen? – und so verständig.

Gelernt hab' ich viel. Wie sich die Wurzeln verknoten an so einer Fichte über dem Boden, nicht anders, wie die Adern auf einer welken und abgearbeiteten Bauernhand, die sich über etwas zusammenkrallt, um es gar nicht mehr auszulassen. Und wie so ein Stamm anders, immer anders wächst, je nach dem Windesfall. Und wie seine Rinde sich färbt, je nach der Stellung, die er an sich hat. Und wie unter vielen tausenden niemals einer völlig dem Nachbarn gleich sein wird. Und wie das Dunkel hereinbricht in den Wald, ganz plötzlich und traurig. Und wie das Mittagsschweigen ist, mit dem Flammen der braunroten Rinde, wenn die Nadeln knistern und rieseln und es ist wie ein Duft von Weihrauch in ihm.

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