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Die Günderode

Bettina von Arnim: Die Günderode - Kapitel 14
Quellenangabe
typefiction
booktitleDie Günderode
authorBettine von Arnim
year1983
publisherInsel Verlag
addressFrankfurt am Main
isbn3-458-32402-X
titleDie Günderode
pages5-522
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1840
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An die Günderode

Mit der einen Hand hab ich meinen Brief dem Bot gereicht, mit der andern Deinen genommen; wir kamen eben von unserm Sonnenaufgang zurück, so sah ich den Bot überm Tal am Berg hersteigen; ich wollt mit ihm zusammen ankommen, ich lief, die andern wußten nicht warum, sie riefen mir nach; ich galoppierte als an der Bergwand hin und schlug mit dem Stecken an die Äst, das regnete im heißen Lauf kühlen Tau auf mich, dann schoß ich bergab ins Tal und konnt nicht einhalten; der gut Bot stellte sich gegenüber und fing mich auf; oben stand die ganz Gesellschaft, ein Kopf über dem andern, der Mstr. Haise in der Mitt, und guckt durchs Perspektiv; ich legt mich ins Gras und schnaufte aus. – Potztausend, wieviel Hämmerchen pochten in meinem Kopf, lauter Goldschmied, und der große Hammer in meiner Brust, das war ein Grobschmied; die andern kamen herbei; wie ich im hohen Gras verschwand, glaubten sie, ich sei ohnmächtig oder sonst was; der Voigt schrie, Gott bewahr, solche Einbildungen hat sie nicht; ich guckte aus dem Gras hervor und lachte sie aus, aber da schrie alles: ich hätt können den Hals abstürzen, ich hätt können Arm und Bein brechen, mich hätt können der Schlag rühren, unvorsichtig, tollkühn, sinnlos, schrien sie, – Was Kuckuck, ich wollt's nicht mehr hören; ich setzt mich wieder in Galopp; der Badepeter hatte gerad die Bäder angelassen, ich rief ihm zu: »Sagt nicht, wo ich geblieben bin«, und sprang ins Wasser mit Schuh und Strümpf und allen Kleidern; da unterm Wasser warf ich die Kleider ab und dacht nicht gleich, daß ich Deinen Brief im Busen stecken hatt, bis er auf dem Wasser schwamm; ich hab ihn gleich auseinandergelegt und an dem Strick festgemacht in der Mitte vom Badegewölb, womit man die Klapp aufzieht, wenn's zu heiß ist; er flatterte im Luftzug über mir und drehte sich hin und her, ich bin ihm immer nachgeschwommen, links und rechts, und hab ihn buchstabiert, hier ein Teil und dort wieder, wie der Wind das Blatt drehte; das hat mich ergötzt, und auch hab ich mich gefreut, wenn ich aus dem Bad käm, ihn zu lesen, und dann stimmt ich an: »O du der Götter Höchster, der über Olympia mächtiglich wartet, laß beim Laufe der Flur günstige Winde in den Schläfe beschattenden Kränzen mir wehen.« – Da wußten sie auf einmal, wo ich geblieben war, denn alles war in den Bädern, und meine Stimme schallte laut am Gewölb; und da hört ich sie rufen: »La voilà!« – und: »Wieder eine Tollheit, so erhitzt ins Wasser zu springen.« – Wollt ich nicht von allen Seiten schreien hören, so mußt ich wieder singen: »Laß, o Jupiter, mit leichten Füßen mich hingleiten dem schnellfüßigen Tage zuvor, der mich sieggekrönt am Abend begrüße mit der Unsterblichkeit süß hallendem Ruf.« – Da kam die Lisett als Gesandtschaft von den andern; was war die verwundert, als sie die Kleider unter Wasser sah und die Schuh auf der untersten Treppe, zwei volle Becher. – Ich sah ihr die Bestürzung an; sie glaubte, ich sei toll geworden; sie reichte mir verstummt ein Zettelchen, darauf stand: ›Wohlan, Füllenbändiger, opfere einen feisten Stier der Rossebezähmerin Pallas Athene, und ihren goldgewirkten Zügel wirf schnell um den jungfräulichen Hals.‹ – Ich frag, wer ihr den Zettel gab: sie sagt, der Badpeter; ich frag den Badpeter, der sagt, sein Sohn Lipps; ich frag den Lipps, der sagt, am Röhrbrünnchen ein Herr in Schlappschuhen, eine Zigarre im Mund. – Was hatte er an, wie sah er aus? – Weißer Mantel, graue Sammetmütze. – Ich hielt fürs beste, zu schweigen und niemand was vom Zettel zu sagen; den Zettel legt ich zu meiner merkwürdigen Naturaliensammlung, worunter ist ein goldglänzendes Horn von einem Weinschröter, das hohl ist und so zierlich, daß es sehr gut als Trinkhorn könnt passen für ein Elfchen, das ein Jäger wär; ich hab's deswegen aufgehoben, wenn mir einmal eins begegnet, ferner mehrere durchsichtige Steine, die sehr gut Edelsteine sein könnten, wenn die Sonn nur noch ein bißchen besser durchschien, und eine Puppe, aus der ich selbst den Schmetterling hab auskriechen sehen, die tut sich auf und entläßt den Schmetterling und schließt sich wieder, sie hat inwendig wie kleine Stahlfedern, an die rührt der Schmetterling, wenn er reif ist, und dann öffnet sie sich; außen ist die Puppe ganz hart, daß man sie nicht verletzen kann. – Ich hab mir's expreß aufgehoben für Dich, ich will Dir's zeigen und über die Unsterblichkeit mit Dir nachdenken dabei. – Wenn ich so was seh in der Natur, wovor gesorgt ist, daß alles geschützt ist so sorgsam, daß es nicht gestört wird, bis es reif ist, das schauert mich an, und gewiß ist nichts so traurig als sie stören, denn so zärtlich, wie sie ist, muß es ihr durch die Seele gehen. O Ich mag mich nicht an ihr versündigen, nicht mich empordrängen und was sein wollen vor der Zeit, mag nicht ein starker Kopf werden, sie will's nicht, die Natur; sie sagt, ich soll laufen und springen, und Überlegung soll ich gar nicht haben; und in Deinem Brief steht's nun auch geschrieben, was mich so sehr freut: Unbedeutend! – Da bin ich von Herzen dabei, wenn Du nur auch so dumm sein willst und mich den bedeutenden Leuten vorziehen. Du mußt allen Leuten zugeben, daß nichts ist mit mir, da wird sich's bald geben; eigentlich wer schuld ist, das ist der Clemens, der hat aus großer Lieb zu mir sich immer an allem gefreut, was ich getan hab, und hat meine unbedachtsame Reden als wunderschön gefunden. Nun, was liegt dran? – Aber auf die Burg kommst Du doch noch? – Nicht wahr? da sind wir zwei mit dem Dämon zusammen und fragen nach sonst niemand. – Ich freu mich so drauf, daß mir manchmal das Herz klopft, und wenn ich mich besinn, was es ist, so sind es die acht Tage, wo wir zwei zusammen in einer Stube schlafen, und der Herbstwind geht dann schon und schüttelt das Laub ab von den Platanen, und nachts wecken wir uns, wenn wir einen Gedanken haben, und schlafen dann gleich wieder. Ich kann Dir auch viel von hier erzählen, ich hab eine Menge Gedanken, die ich nicht aufschreiben kann; manchmal spring ich auf, als müßt ich zu Dir und Dir gleich was ganz neu Gedachtes sagen. – Aber ich hab Dir ja noch nicht erzählt, was heut noch vorgefallen. Um zwölf Uhr sind wir hinunter, bloß ich und die Tonie, zur Kurprinzessin, um Abschied von ihr zu nehmen; die Tonie hatte ihr auf den Tisch im Vorsaal all die schönen Früchte aufgestellt und die Blumen dazwischen, sie nahm sehr freundlich von allen und sagte so viel herzlich Gutes zur Tonie, daß ich zum erstenmal empfand, als wenn es wahr wär, was ich bei andern nie glaub, wenn sie höflich sind. Du frägst: wenn Du nun auch eifersüchtig sein wolltest auf die Kurprinzeß. Ei, warum bist Du's nicht? – Das ist eben, was mir leid ist, wenn ich Dir heut sagte, sie wollt mich mitnehmen sind ganz bei sich behalten, da würdest Du am End ganz kalt schreiben: Liebe Bettine, es tut mir zwar leid, daß unser Umgang hierdurch unterbrochen wird, aber ich rate Dir sehr, laß Dich dadurch nicht abhalten. – Und ich würde das aber nicht tun, selbst wenn ich mir denk, daß Du mir so kalt antworten könntest und könntest es leicht verschmerzen, obschon mir die Kurprinzeß am liebsten ist von allen, die ich gesehen hab, denn außer der Großmama und Dir hab ich nie Frauen gesehen, die mir edel vorkamen, denn ich häng innerlich mit Dir zusammen, das weiß ich, und der Dämon hält mich auch fest bei Dir; und wo sollt ich noch einmal fühlen so vertraulich? – kann man so bei Prinzessinnen simulieren, so im Mondschein im Zimmer an der Erde liegen und ihm nachrücken und Geschichten erfinden wie wir den Winter; und wenn ich Dein Haar flechten wollt, da hast Du mich's lassen aufflechten und wieder flechten und erfandest Ossians Gesänge, während ich es kämmte.

Deine Locken gleich den Raben düster,
Deine Stimme wie des Schilfs Geflüster,
Wenn der Mittagswind sich leise wiegt.

Weißt Du noch, wie ich's Dir still nachsang, was Du so schauerlich mir vorsagtest, und weißt Du wohl, daß da mein Herz ganz voll Tränen war, mehr wie einmal, und heimlich stritt ich mit mir, daß ich stark sein wollt und meine Schmerzen bezwingen? – Ich wollt Dir's nicht zeigen, wie tief das in mich ging:

Denn mein Schwert umgibt wie Blitzes Flügel
Dich, du Liebliche, du schönes Licht. –

Wie oft hab ich das gesungen für mich und war ein Held. –

Collas Tochter sank zum Schlafe nieder,
O! wann grüßest du den Morgen wieder?
Schöngelockte, wirst du lange ruhn? –
Ach, die Sonne tritt nicht an dein Bette,
Spricht: erwach aus deiner Ruhestätte,
Collas schöne Tochter, steig herauf! –
Junges Grün entkeimet schon dem Hügel,
Frühlingslüfte fliegen drüberher.
Sonne, birg in Wolken deinen Schimmer!
Denn sie schläft, der Frauen Erste! – nimmer
Kehret sie in ihrer Schönheit mehr.

Das hab ich so oft gesungen und auch am Fels vorgestern, und ich kann so schöne Melodien drauf, die mir alle durchs Herz gehen, und wenn wir auf der Burg sind den Herbst, dann wollt ich Dir's vorsingen, wenn's dunkel ist, eh das Licht kommt; wie kannst Du denn nur denken, daß ich die Kurprinzeß lieber haben könnt? – aber Du denkst es auch nicht, Du stellst Dich nur so, denn sonst wär's gar zu traurig für mich, daß Du nicht betrübt darüber wärst. – Ich kann mir unter Collas Tochter immer nur Dich denken; denn sie schläft, der Frauen Erste! – und so hab ich in mancher Stunde mit Tränen Dich besungen, denn ich kann das nicht singen, ohne daß es mein Herz so stark bewegt abends, wenn ich allein bin, daß ich oft meinen Kopf in die Kopfkissen stecke und will alle Wehmut ersticken, weil sie mich gar zu schmerzlich befällt. – Aber was soll ich doch hier so fern von Dir, Dir von meinen bitteren Stunden sagen, das kann Dich nur traurig machen, und Du bist jetzt so betrübt. – Aber laß Dich's nicht betrüben von mir, das ist nur so vorübergehend, wie eben die Schloßen, die hier fielen; ich will Dir lieber noch weiter erzählen von der Kurprinzeß; Du weißt, daß ich traue in Deine Lieb und gar nicht denk, daß ich Dir gleichgültig bin und auch nicht, daß Du an mir zweifelst. Die Kurprinzeß verlangte heut morgen, ich sollte ihr noch ein Lied singen zur Gitarre, das sie als zuweilen vom Fenster gehört habe; das erschreckte mich sehr, denn der Herzog stand dabei und zog den Mund so kurios zusammen und sagte, er hab auch meine Stimme gehört, sie sei sehr schön; ich hätt gern ausgewichen, aber ich fühlte, daß es unschicklich war, ich holte also meine Gitarre, und unterwegs bezwang ich meine Angst vor dem Herzog, vor der Prinzeß hätt ich mich auch nicht gefürcht, denn ich hatte schon oft die Abende in dem Laubgang vor ihrem Fenster allerlei Melodien improvisiert, weil mich einmal eine geheime Neigung zu ihr anregte, daß ich als recht zärtliche Melodien erfand. Vor dem Herzog hätt ich mich auch nicht gefürcht, aber weil ich den Morgen im Bad gesungen hatte, so dacht ich, er hätt's gehört und möcht wohl gar davon anfangen, und an den Zettel dacht ich auch. – Aber da kam mir mit einmal ein Gedanke, der half mir drüber hinaus, ich nahm dein Darthula-Gedicht aus meiner Brieftasche mit und sang draus, was ich da oben Dir hingeschrieben aus dem Kopf in eine Melodie hinein, im Anfang war's ein wenig steif, aber bald ging's recht, wie ich manchmal selbst überrascht bin und tief erschüttert, wie die Melodei so viel gewaltiger ausdrückt und erst das Herz empfinden lehrt, und ich wiederholte es, da war's so schön, ach wenn ich's doch noch einmal so singen könnt vor Dir; – der Herzog verlangte, ich sollte noch fortsingen, da war ich nicht mehr bang, ich sang gleich:

»Laß zehntausend Schwerter sich empören,
Usnoth sollt von meiner Flucht nicht hören,
Ardan! sag ihm, rühmlich war mein Fall.
Winde! warum brausen eure Flügel?
Wogen! warum rauscht ihr so dahin?
Wellen! Stürme! denkt ihr mich zu halten?
Nein, ihr könnts nicht, stürmische Gewalten!
Meine Seele läßt mich nicht entfliehn.
Wenn des Herbstes Schatten wiederkehren,
Mädchen, und du bist in Sicherheit,
Dann versammle um dich Ethas Schönen,
Laß für Nathos deine Harfe tönen,
Meinem Ruhme sei dein Lied geweint.«

Und dies zweite Mal sang ich noch besser, mit tieferer Stimme, und war selbstfühliger; es sind die zwei Stellen, die ich aus Deinem Lied auswendig weiß, weil Du sie in meiner Gegenwart gemacht hast, im Dunkel, und sagtest zu mir: behalt es auswendig, bis Licht kommt, ich will unterdes weiterdichten, und ich wiederholte immer vier Verse, bis noch vier dazu fertig waren, die Du auch meinem Gedächtnis vertrautest und immer weiter schifftest im Ozean; Günderode, wie schön war doch das! – wie werd ich je Schönres erleben als mit Dir! – Dem Herzog hab ich Dein Gedicht gegeben und gesagt, es sei von Dir, und auch den Don Juan hab ich ihm geschenkt; er lag dabei, ich dacht, Du gibst mir's wieder; ich wollt ihm es so gern geben, weil ich sah, daß er große Freude dran hatte; Du gibst mir's wieder. – Die Kurprinzeß verlangte, ich soll ihr die Melodie abschreiben lassen von dem Lied, ich sagte ja; aber wo ist die hin? ich weiß nicht mehr – sie hat mich auch noch herzlich geküßt auf beide Wangen; und der Tonie sagte sie sehr freundlich, wenn sie es erlaube, so wolle sie den Strauß aus der Ananas mitnehmen und zum Andenken in ihrem Treibhaus pflanzen lassen. – Gelt, das war so freundlich, und ich will Dir's nur gestehen, daß mir heimlich recht leid getan hat, wie sie fort war, und alles kam mir so leer vor, daß ich doch drüber weinen mußte, obschon ich nicht wollt; ich hielt mich auch gar nicht dabei auf, eben weil ich an Dich dachte und Dir keine Untreue wollte begehen. – Wir begleiteten sie bis zum Wagen, und sie sagte mir noch, wo ich sie begegnete, da sollte ich immer zu ihr kommen; ich küßte ihre Hand und ging zurück, denn der Herzog sprach noch mit ihr. – Sein Wagen war auch vorgefahren; er legte mir die Hand auf den Kopf und sagte: auf Wiedersehen – und lachte mich an, und ich dachte: Ach Gott, am End hat er den Zettel dem Lipps gegeben. Er stieg in den Wagen im lederfarbnen Rock, und wie das Windspiel nachsprang und sich zu seinen Füßen legte, da sah ich wohl so etwas auf dem Rücksitz liegen wie einen weißen Mantel, der hellblau gefüttert war; aber er sah doch nicht ganz weiß aus, sondern mehr hellgrau, aber die graue Mütze sah ich, wie mich deucht, auch. – Ja, ich sah sie gewiß, ich wollt sie nur nicht erkennen, weil ich mich schämte; aber das dauerte noch eine Weile, daß ich mich gar nicht trösten konnte, und sooft mir's einfällt, werd ich aufs neue rot vor mir selber. – Aber ich denk nur immer, ein Prinz hat kein lang Gedächtnis, er wird's bald vergessen. Ach, wenn er's nur bald vergäße! – Gute Nacht. Morgen erzähl ich Dir noch mehr von heut; von unserm Sonnenaufgang hab ich Dir noch gar nichts erzählt, daß wir den gar nicht gesehen haben und daß die Sonne hinter uns aufging – und daß alles über die in der Ferne liegenden Berge sah und meinte, sie sollt dort hervorkommen, und daß sie hinter der Felswand in unserm Rücken aufstieg, und der Mstr. Haise, mit dem Perspektiv bewaffnet, und der Voigt, der mir immer ins Ohr sagte: geben Sie acht, was passieren wird, sie werden sich alle bald verwundern, kein Mensch achtete seiner Reden. – Es ward hell und heller, und die Sonn kam nicht, und auf einmal war sie hinter uns, ganz mäßig und vernünftig, ohne Aufwand, wie wir sie beim Frühstück auf der Terrasse auch hätten sehen können; aber der große Streit, der vorfiel, keiner wollte der sein, der es nicht gleich gedacht hatte, jeder sollt den andern verführt haben; es war wirklich ein wunderlicher Streit, und der Mstr. Haise mit dem Perspektiv, mit dem er die Sonn zuerst hatte entdecken wollen! – der Voigt wurde am meisten gezankt, und er sollte zuletzt allein dran schuld gewesen sein, er hätt sie mit Fleiß all herumgewendet, und er hätte davon gesprochen zuerst, daß dort gen Morgen lag. Er sagt aber: nein, er hätte sie nicht verführt, er hätt es aber wohl gewußt; drum hätt er auch gesagt: sie würden sich bald alle sehr verwundern, aber er wüßt, er stände in so schlechtem Kredit bei ihnen, daß er sich nicht getraut hab, es ihnen zu sagen, denn sie hätten's doch nicht geglaubt.

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