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Die Gred

Georg Ebers: Die Gred - Kapitel 34
Quellenangabe
typefiction
booktitleDie Gred, I. Buch
authorGeorg Ebers
year1889
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
addressStuttgart, Leipzig, Berlin, Wien
titleDie Gred
pages1-9
created20021107
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1889
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Fünfzehntes Kapitel.

Es war Mittag geworden. Den Magister hielt arge Kopfpein fern von der Tafel, und die Base öffnete kaum die Lippen. Der schnelle Wechsel der Dinge hatte sie aus dem Gleichgewicht gerissen und so arg verwirrt, daß sie verkehrte Antworten erteilte und auf der Meierei so viele Wecken Butter bestellte, als hätten wir im Sinn, für ein wohlbevölkert Nonnenkloster Kuchen zu backen. – Dabei trieb sie eine sonderbare Unruhe auf und nieder, und solche begann auch mich zu bewältigen, weil die Ann ausblieb, obzwar sie beim Morgenbesuch verheißen, am Nachmittag wiederzukommen.

Wie ich mich nun zum Ausgang anschickte, um nach ihr zu schauen, hielt mich zunächst ein Bote zurück, der mich, obzwar wir ja kaum heimgekehret, auf morgen wiederum in den Forst lud, und sodann ein wunderlicher Gast, den ich fast lange aus den Augen verloren.

Es war der Apothekerssohn Lorenz Abenberger, der zu des Herdegen Jugendgenossen gehöret und den sie, nachdem er die anderen pueri verleitet, nach Schätzen zu graben, aus der Schule gewiesen.

Seit jener Zeit, in der er auch uns Mägeden die Nativität gestellet und uns oft von mancherlei magischen Dingen unterhalten, hatten wir nur noch von ihm erfahren, daß er nach der Eltern Tod die Apotheke des Vaters aus der Hand gegeben und sich nunmehr der Alchimie befleißige.

Waren die Leute im Recht, so hatte er allbereit den Stein der Weisen gefunden, oder war doch nahe daran; wenn mich aber auch viele wohlunterrichtete Herren, und voran der Magister, versichert, solches gehöre mit nichten zu den unmöglichen Dingen, so war der Lorenz Abenberger sicherlich noch nicht zum Ziele gediehen; denn da er auf mich zutrat, glich er eher einem Bettler denn einem mächtigen Manne, auf dessen Wink sich Blei und Kupfer in Gold verwandeln.

Er hatte vernommen, einer wie hohen Summe wir für des Herdegen Lösung bedurften, und nun versicherte er mich der warmen Freundschaft, die er dem alten Schulgenossen immerdar bewahret, und daß er sich vermögend fühle, die Mittel zu schaffen, ihn aus der Sklaverei zu erlösen.

Wie er dabei bemerkte, daß ich sein fadenscheinig, ärmlich und keineswegs sauber Gewand, von dem ein scharfer, alchimischer Duft ausging, bedauerlich musterte, unterbrach er mich mit einem garstigen Kichern und sagte, eine Bettlergestalt, so sich vermesse, große Schätze zu spenden, sei allerdings ein befremdlich Ding; indes bestehe er dannocht auf seiner Verheißung. Denn so sicher wie dem Tage der Abend folge, werde er das Ziel erreichen, wofür er das väterliche und mütterliche Erbe, ja sein alles dahingegeben, wenn er noch ein einzigmal über drei Pfund reinen Goldes frei zu schalten vermöge. – Wenn ich mich bewegen lasse, ihm zu gewähren, was er begehre, sei er bereit, Leib und Seele dem Tode und der ewigen Verdammnis mit seines Herzens Blut zu verschreiben, falls er nicht am dreizehnten Tage den roten Löwen und durch ihn das aurum potabile, so das Arcanum gegen jedes Leid des Leibes und der Seele, gewonnen. Selbiges verleihe auch die Gewalt, jedwedes Mineral, und auch das geringste, so leicht und sicher in lauteres Gold zu verwandeln, wie ich mein Spinnrad zu drehen oder ein Paternoster zu murmeln vermöge.

Das alles sprudelte er mit rollenden Augen und keuchender Stimme herfür, und daß es ihm heiliger Ernst mit jeglichem Worte, war nicht zu bezweifeln; auch hätte mich das heiße, brünstige Seelenverlangen, so aus jeglicher Faser seines Wesens meine Hilfe und Barmherzigkeit anrief, wohl bewogen, ihm das Verlangte zu spenden, wär' ich nur im Besitze solchen Reichtumes gewesen; so aber mußte ich ihm die Bitte versagen, und da die Sus uns unterbrach und mir kündete, der Knecht der Pernharts sei gekommen, um mich zu der Ann zu entbieten, warf ich den Umwurf über, gab ihm kurz zu wissen, wie es stund, und verabschiedete ihn mit allem Glimpf, doch entschieden.

Da schoß ihm das Blut in die bleichen Wangen, und indes er mir näher trat, knirschte er ingrimmig herfür, ich müsse und werde ihn und zugleich mit ihm auch den leiblichen Bruder erretten, wenn ich nur erst seines Flehens Sinn und Bedeutung begriffen. Und nun begann er mir in strömender Rede zu vermelden, wie weit er gediehen, und dabei floß ihm der Mund über von fremdartigen, magischen Worten, wie das große Magisterium, der rote Löwe, die rote Tinktur und dergleichen, bis es mir ganz wirr ward bei dem sündlichen Galimathias, obzwar es mich heute noch ernstlich dünket, daß er dem Ziele nahe gewesen und es vielleicht auch erreicht hätte, wenn er nicht um weniges später durch die Dünste, so einem zersprungenen Kolben entstiegen, erstickt worden wäre. Doch woher hätt' ich damals wohl die Mittel genommen, ihm Hilfe zu leisten?

So unterbrach ich denn mehrfach, doch immer vergebens, seinen flammenden Eifer, bis ich ihm endlich fest und entschieden bedeuten mußte, daß ich nicht über drei Pfund Heller, geschweige denn über so viele Pfunde Goldes frei verfüge, daß er anderwärts anklopfen und mich nicht länger aufhalten möge.

Dabei reichte ich ihm die Rechte zum Lebewohl, er aber faßte sie unversehens mit beiden Händen, rüttelte und schüttelte mich am Arm, daß es schmerzte, und fortgerissen von grimmem Zornmut, warnte er mich mit dräuenden Geberden und Worten, seines Lebens Arbeit sowie ihn und uns selber nicht durch schnöden Geiz zu Grunde zu richten.

Da entriß ich denn, nachdem ich den ersten Schreck schnell überwunden, dem kleinen, verkümmerten Männlein die Hand und wandte ihm den Rücken; er aber sprang mir behend voraus, versperrte mit gespreizten Armen die Thür und kreischte mir schäumenden Mundes entgegen: »Hinein, hinab denn ins Elend, hinab mit uns allen! Wehe über Dich, Du karge, blinde Thörin! Wehe über uns alle! Fort mit der Hand! Und geläng' es Dir auch, mir den Mund zu knebeln, erfahren solltest Du dannocht, was Du über Dich bringest und Deine Sippe! Aufhalten, verhindern hätt' ich es können und wollen, nun aber soll sich's erfüllen! O, wir sind nicht umsonst jung gewesen mitsammen! Für Dich und Deinen Bruder, den hoffärtigen Fechter, hab' ich allbereit damals das Thema gefunden, und wenn ich Dir's künde, und das Blut gerinnt Dir nicht in den Adern . . .«

Da geriet mir das Schopperblut in Wallung, und ich legte die Hand an den Wütenden, dessen Kraft der meinen kaum überlegen; er aber schlug und trat wie von Sinnen um sich und schrie: »Ueber dem Hause des Todes, der Gefangenschaft und Verzweiflung stehen Eure Planeten. Am Sankt Lazarustage begann die Erfüllung, heute aber ficht sie Dich zum erstenmale an, und so schreitet das Unheil fort, bis es am Walpurgistage innehält, weil es nichts mehr gibt, Euch zu rauben!«

Hier brach des Abenbergers arges Toben plötzlich ab; denn das grimme Geschrei hatte die Base Metz herbeigelocket, und da sie die Thür hinter ihm von außen geöffnet und ein Mannsbild erblicket, das auf mich eindrang, war sie über ihn hergefallen und hatte ihn von rückwärts her mit den Armen umschlossen und über die Schwelle gezogen.

Dabei schrie sie»Feuer!« und »Mordio!« und wiederum »Feuer!«, und so strömten denn Knechte und Mägde eilends zusammen und zerrten den armen Goldmacher hurtig genug die Treppe hinunter. Nun aber that er mir herzinniglich leid, und wie ich vom Erker aus auf ihn niederschaute, nahm ich wahr, daß er sich draußen aufgepflanzet, um mit hoch erhobener Faust zu mir herauf zu dräuen, bis ihm ein Büttel solches verwies und ihn heimwärts sandte.

Hienach hatt' ich die Base zuerst ob solchen ausbündigen Vorganges zu trösten und es mir gefallen zu lassen, daß sie mir die Handknöchel mit Wein und Melissengeist rieb, maßen sie wie Feuer glühten und des Unglücklichen Nägel mir auch etliche Schrammen gerissen. Sie war außer sich vor Empörung, und des vielberufenen Schwarzkünstlers und Sternsehers böse Vorhersagungen erfüllten sie mit großem Entsetzen. Da war es denn an mir, der Jüngeren, ihr Mut zuzusprechen, und dannocht gingen auch mir die übelen Flüche nach und klangen mir noch an die Ohren, wie ich endlich unter eines Knechtes Geleit durch die dunklen Gassen strich, um der Ann Ladung zu folgen. Das Herz war mir so schwer, wie es lang nicht gewesen; denn zu dem Bangen gesellte sich auch große Barmherzigkeit mit dem unglückseligen, in mancher Kunst erfahrenen Manne. Ich hatte gelernt, anderer Leid und Lust wie das eigene nachempfinden, und so stellte ich mir die Verzweiflung deutlich genug für, die zu selbiger Stunde des enttäuschten Mannes Seele sicherlich zerriß. Da war es mir denn genehm, daß der Knecht meinen mußte, ich hebe das Tüchlein nur, um den treibenden Schnee aus den Augen zu wischen. Dazu schien es mir fest und gewiß, daß ein neues, grauses Unheil im Anzug, und so deutlich wie damals nach des Abenbergers Anfall hatt' ich nimmer verspüret, wie schutzlos und sonder rechten Halt ich nun dastund. Und warum war die Ann nicht gekommen? Aus was Grund und Ursach' hatte sie mich so spät zu sich entboten?

Wie ich endlich zu dem Pernhartschen Hause aufschaute, fand ich die Fenster des ersten Stockes, darin die Prunkzimmer lagen, so des Herrn Kardinals allbereit seit etlichen Tagen harrten, hell erleuchtet, und so war selbiger wohl früher heimgekehrt und hatte sie wiederum bezogen.

Aber die Ann wußte doch, wie wert mir ihr hoher geistlicher Ohm, und wär' er mit guter Kunde gekommen, hätte sie mich sicherlich ungesäumt in Kenntnis gesetzt oder den Weg zu uns gefunden.

Was gab es nur wieder?

In welcher Gestalt nahte das Unheil, so der Abenberger aus den Sternen gelesen?

Zagenden Mutes hob ich den Klopfer, und der Odem stockte mir, weil ich ihn dreimal heben mußte, bevor man mir aufthat.

Wie schnell war mein Annelein doch sonst zur Hand, wenn sie mein Pochen vernahm! Fürchtete sie, mir mit der Unglückspost zu begegnen, die der Herr Kardinal vielleicht aus Altkair durch seine Kleriker empfangen? O, das Lösegeld hatten wir ja beisammen; doch die Ursula war seit dem Verrat, den sie an dem Herdegen begangen, geradezu gezwungen, ihm nach dem Leben zu trachten; denn was erwartete sie, wenn es ihm heimzukehren glückte? So mochte denn kommen, was da wollte, ich mußte die Fahrt unternehmen, und zwar ungesäumt, auch wenn ich kein ander Geleit fand denn den Eppelein und die Base!

Auf selbigem Entschluß zu verharren war ich felsenfest entschlossen, wie endlich die Thür ging.

Im Soler regte sich nichts. Hurtig warf ich dem taubstummen Mario, der mir geöffnet, den nassen Mantel zu und stürmte sodann die Treppe hinan. Doch wie ich kaum bis an das erste Stockwerk gelanget, trat die Ann mir heil und frohgemut entgegen, und weil ich sie im Vorsaal bestürmte, so wenig wie ich von der beschlossenen Fahrt zu lassen, nickte sie mir beistimmend zu und wies auf das Erkergemach, wo wir das alles in besserer Ruhe bereden könnten. Ich aber war baz überrascht, sie so heiter zu sehen, zumal nachdem ich erfahren, daß der Herr Kardinal erst morgen einzutreffen gedenke.

Ein edler Ritter aus Welschland, kündete sie hastig, sei droben und habe unsere Bildnisse zu betrachten begehret, und so traten wir in das Erkergemach, das hell erleuchtet, wie wenn Gäste geladen. Auch bot es ein sonderbar festlich Ansehen, so mich baz verwirrte, und es fiel mir alsbald ins Auge, daß mein Bildnis, so vor etlichen Tagen für den Herrn Kardinal neben dem der Ann an die Wand gehängt worden, nunmehr auf zween Stühlen stund, deren hohe Lehnen es stützten.

Solches und mehr hatt' ich mit wenigen schnellen Blicken erspähet, und wie ich nach dem Fremden aus Welschland fragte, erfuhr ich, daß er mit dem Meister in das Gemach getreten, so man für den Herrn Kardinal gar prächtig mit den köstlichen Stoffen aus Rom und Florenz ausstaffiret, die er seiner alten Frau Mutter verehret. Das Schönste darunter waren prächtige Tapeten von kunstreicher, farbiger Weberei, so die breite Oeffnung verschlossen, welche aus dem Erkergemach in das Nebenzimmer führte. Auch sie mußte der Welsche besichtiget haben, maßen sie gerade niederhingen, während sie sonst an den Seiten aufgenommen waren. Hinter ihnen herrschte völliges Dunkel, und so hatten sich also der Meister und seine Hausfrau mit dem fremden Gaste in die hintere Kammer begeben, wo der Herr Kardinal sonst zu arbeiten liebte und es manch Kunstwerk und etliche griechische Handschriften zu sehen gab, so er mit sich geführet, um sie den gelehrten doctoribus in der Heimat als köstliche Seltenheiten zu weisen.

Nur die alte Frau Meisterin war zurückgeblieben, und die helle Freude strahlte ihr von dem Antlitz, da sie mir von dem Sorgenstuhle aus die Hände mit dem heitersten Gruße entgegenstreckte. Sie trug ihr prächtiges Festgewand, und auch von ihr ging etwas Feierliches und Glückseliges aus.

Wenn ich nun auch sonst gewißlich immerdar bereit gewesen, mich mit den Fröhlichen zu freuen, so ging das alles zu jener Stunde mir und meines Herzens übeler Beklemmung schnurstracks entgegen, also daß ich mich nicht gleich zurecht finden konnte und es mir war, als höhne all das Heitere und Glänzende rings um mich her mein arm, schwer belastet Gemüte.

Da kam es mich denn hart genug an, der rüstigen Greisin Grüße recht frohgemut zu erwidern. Und ihr scharf alt Auge nahm alsbald wahr, wie es mit mir stund, und so hielt sie mich fest bei der Hand und fragte mit lauter Stimme, von wannen die Wolken auf meiner Stirn wohl kämen? Wenn ihre frohe, aufrechte Gred, an der sie nimmer eine übele Laune wahrgenommen, so dreinschaue, dann habe sich gewißlich etwas Schlimmes ereignet.

Da kam es über mich, ich weiß nicht wie.

War es der Gegensatz zwischen dem Dunkel und der Bangigkeit in der eigenen Brust mit der hellen Freudigkeit rings um mich her, oder was sonst, das mir so scharf ins Herz griff, ich kann es noch heut nicht vermelden; wohl aber ist mir bewußt, daß alles, was mich seit des Abenbergers Fluch so schwer geängstet, mir von neuem ungestüm auf die Seele fiel, und daß ich mit überquellenden Thränen ausrief:

»Ja, Großmütterlein, ja, hinter mir liegt eine schlimme, widrige Stunde! Eines Rasenden Ueberfall galt's zu bestehen und gräßliche Flüche aus seinem Mund zu vernehmen. Aber das, das ist's nicht allein, ganz gewiß nicht. Jeden Mannes, und ganz anderer denn des kleinen Abenbergers, will ich mich allzeit erwehren, und was den Fluch angehet, so hab' ich von Kind an des Vaters selig Sprüchlein gelesen: Flucht mir! Was ist dran gelegen, hab' ich Recht an Gottes Segen.«

»Und dies Recht, Du hast Dir's redlich erworben!« unterbrach mich hier die Greisin, zog mich zu sich nieder und küßte mir die Stirn.

Da weint' ich nicht länger, machte dem Herzen mit neuer Zuversicht Luft und rief immer noch in mächtiger Erregung: »Es ist auch nur eines Weibes schändliche Tücke, die mich so ängstigt. Wie ein schwarzes Unwetter hängt der Ursula Haß über den Brüdern, und so deutlich wie auf dem Gange hieher ward es mir nimmer bewußt, daß es mit dem Lösegeld allein nicht gethan ist. Ja, hätten wir auch das Doppelte beisammen, der Herdegen kommt doch nicht lebendig von hinnen, wenn es nicht glücket, der Ursula, die nun auch das Schlimmste zu befürchten hat von seiner Heimkehr, die Wege zu kreuzen. Wie aber heißet der Bote, der solcher Aufgabe gewachsen? Der Kunz liegt wund in der Fremde, Jung-Kubbeling läßt sich vielleicht bewegen, trotz des bestandenen Fiebers über das Meer zu fahren, doch der gute Wille thut es nicht bei dem geringen Geschick, so ihm eigen. Die anderen Freunde sind zu alt oder an Nürnberg gebunden. So steht es. Und was bleibt uns, der Ann und mir, nun wohl übrig, Großmütterlein? – saget es selber – denn zurückzukommen auf den ersten, einzig richtigen Anschlag? Was uns obliegt, was wir keinen Tag ohne Not hinausschieben dürfen, das ist nur das eine, unter der Jungfrau gnädigem Beistand das Schiff zu besteigen und uns diejenigen, so unserem Herzen die Liebsten, frischen Mutes selbst zu erbeuten. Zwar bin ich ein elternlos Kind, Bräutigam und Vormund sind mir gestorben, und dannocht fürcht' ich mich nicht, in die Ferne zu fahren; denn treue, redliche Minne ist der Leitstern, der uns voranzieht, und an der Ann haben wir deutlich erfahren, wie wahr des Apostels Wort, daß rechte Liebe auch das Größte vermag. Wer auf zwei kräftigen Füßen, heil an Leib und Seele dasteht und auf des Himmels gnädigen Beistand mit fröhlicher Zuversicht hoffet, der kann, auch wenn er nur eine schwache Maged, zur Not der anderen Hilfe entraten, und kerngesund bin ich gottlob! Auch den kunstreichsten Faden, den die Ursula spinnet, derb zu zerreißen, das nehm' ich allemal auf mich, zumal wenn der Ann feines Köpfchen mir beisteht. Und so geh es denn fort, Großmütterlein, fort durch den Schnee und Winter, um die Brüder zu holen, und hält das Reißen unter den Katzenfellen den Jung-Kubbeling zurück, und Meister Ulsenius untersaget dem Eppelein den Ritt in die Ferne, dann findet sich wohl auch ein anderer, der uns das Geleit gibt.«

Damit schöpfte ich tief Odem, und wie ich hienach erleichterten Herzens die Ann mit den Augen suchte, um mich ihrer Bestimmung zu vergewissern, ward es mir plötzlich, als erhöbe sich unter meinen Füßen des Zimmers Boden, um mich zu Falle zu bringen; denn die köstliche Tapete, welche des Herrn Kardinals Gemach verschlossen, hatte sich völlig auseinandergegeben, und eines hohen, wettergebräunten Mannes tiefe Stimme rief mir entgegen: »Willst Du Dich dieser Hand anvertrauen, Gred? Sie steht Dir willig und treu zu Diensten!«

Da scholl es mir wie ein Jubelruf von den Lippen: »Götz!« und wiederum »Götz!« Und ob es mir auch war, als drehten Wände, Tische und Stühle sich rings um mich her, und als habe des Gemaches Decke und über ihr auch des Himmels blaues Gezelt sich geöffnet, kam ich doch nicht ins Wanken, sondern eilte dem Heimgekehrten geraden Weges entgegen und griff nach seiner lieben, starken Hand.

Doch dabei sollt' es mit nichten verbleiben; denn bevor ich recht wußte, wie es geschah, hatt' er mich allbereit in die Arme geschlossen, lag ich an seiner Brust, fühlt' ich seine bärtigen Lippen zum erstenmal fest und heiß auf den meinen.

Mit dem Götz waren der Meister Pernhart und seine Hausfrau aus dem Nebengemach getreten, die Ann, die alte Meisterin und die größeren Kinder schauten uns zu; doch weder er noch ich achteten ihrer, und wie wir uns einander in die Augen schauten, und ich fand, daß sein Antlitz das alte geblieben, wenn auch tiefer gebräunet und noch mannhaft schöner und fester denn vordem, da rief mir des Herzens Stimme mit lautem Jubelton zu, daß wir zusammengehörten, und ich wehrte ihm nicht, wie er mich fester an sich zog und mir leise ins Ohr rief: »Aber, Gred, wie geht es wohlan, daß der Vetter, der noch kein Greis, ein jung, holdselig Bäslein in die Ferne geleitet und weiter und immer weiter durchs Leben, ohne den Leuten ein schwer und gerecht Aergernis zu geben?«

Da fühlte ich, wie mir das Blut ins Antlitz schoß, und ob ich auch mit nichten um die Antwort verlegen, schonte er dannocht meiner Verschämtheit und fuhr inniglich fort: »Wenn er es als Dein angetrauter Ehegemahl thäte, welche Muhme und Gevatterin wagte es dann wohl, ihn und die ehrenfeste Frau Gred Waldstromerin zu schelten?«

Da lächelte ich frohgemut auf zu dem Herzliebsten und versetzte nur leise: »Keine, Götz, keine!«

So bin ich denn noch selbigen Abend seine Verlobte geworden, und was war das köstliche Geschmeide, so er am Rialto zu Venedig für sein lieb Rotkäpplein daheim erlesen und mir nun als erste seiner Liebungen darbot, gegen die Fülle der frohen Kunden, mit denen er unsere Herzen aufzurichten vermochte?

Bald saßen wir mir den Pernharts, zu denen sie auch Base Metz und meinen lieben Herrn Pathen Kristan Pfinzing berufen, traulich beisammen. Des Götz Arm war um mich geschlungen, und meine Hand ruhte in der seinen.

Eine wie lange Frist hatten Berge und Meere zwischen uns gelegen, wie schnell und unerwartet war ich sein und er mein geworden, und dannocht wollt' es mich dünken, als müßt' es so sein, als habe sich jetzt nur erfüllet, was die Vorsehung von Anfang an für mich im Sinne getragen, und dabei sang und blühte es mir in der Brust und im Herzen, als sei es zu einem der Zaubergärten geworden, in denen die Jungbrunnen plätschern, und auch an dem harten Nadelholz und Epheugeranke Rosen und Tulipanen, Goldäpfel und Weintrauben blühen und reifen.

Dannocht verlor ich keines seiner Worte und hätte ihm lauschen mögen bis zum grauenden Morgen.

Und während wir so dasaßen oder Arm in Arm das lange Erkergemach durchmaßen, bekam ich mancherlei, aber lange nicht genug von des Götz abenteuerlichen Schicksalen und von der herrlichen Wendung zu hören, die unter seinem Beistand der Brüder Schicksal genommen.

Was wir aber durch des Heimgekehrten knappen und klaren Bericht und die Antworten auf unsere häufigen Fragen jetzt schon erfuhren, das war, daß er, nachdem er die Heimat verlassen, alsbald in den Kriegsdienst der venedigschen Republik getreten und es unter dem Namen Silvestri, was wohl der vom Walde oder Waldstromer besaget, zu ansehnlicher Größe gebracht. Was er vor Salonichi und sonst gegen den Sultanus Murad und die Osmanen und anderwärts gegen andere Ungläubige verrichtet und der hohen Gunst seines Feldhauptmannes, des großen Pietro Loredano, verdankte, sollte er erst später eingehend berichten. In der letzten Zeit war er zur Führung des Kriegsvolkes auf der Flotte berufen worden, so die Republik gen Alexandria sandte, um wegen des gefangenen Königes von Zypern mit dem Sultanus zu verhandeln. Es waren aber mit ihm auf der größten Galeere etliche hohe Würdenträger aus den berühmteren Geschlechtern der Republik gewesen, und an ihrer Spitze der Prokurator von Sankt Marcus, Marino Cavallo; denn der große Rat wünschte den cyprischen König mit venedigschem Gelde zu lösen und hatte darum den Angelo Michieli der Gesandtschaft gesellet, maßen selbiger das Haupt einer der gewaltigsten und reichsten Handelsgesellschaften des Abendlandes.

Mit ihnen allen stund der Götz als wohlberufener Kriegsheld in traulichem Verkehr, und da sie zu Alexandria gelandet, bot ihnen allen der Anselmo Giustiniani, der Republik Konsul, im Fondaco derselben ein stattlich Quartier.

Hier sollte mein Verlobter denn auch der Ursula begegnen; ihr selbst aber gab er sich nicht zu erkennen, maßen er allbereit Schlimmes über die Amtsführung des Giustiniani, ihres Gemahles, und ihr eigen Gebahren vernommen. Doch vor einem anderen Bewohner des Fondaco verbarg er sich nicht, und das war der Hartmann Knorr, ein Nürnberger Kind aus gutem Hause, der, nachdem er zu Padua den Doktorhut erworben, die Stelle des Arztes angenommen, den die Republik jedem Konsul zu Alexandria unterhält. Auf selbigen Landsmannes Kammer ergingen sich die beiden Schulgenossen in manchem vertraulichen Gespräch, und weil dem Meister Knorr wohl bewußt, daß der Götz zu der Schopper Blutsfreundschaft gehöre, berichtete er ihm ungesäumt, daß er in meines Akusch elterlich Haus berufen worden sei, dort aber des Kunz gewartet und seltsame Dinge von ihm vernommen habe; denn er hatte der Ursula Schuld gegeben, sie sei es gewesen, die des Herdegen wie des Ritters Franz Schreiben an ihre Leute daheim zurückgehalten, ihres Gemahles Mordgesellen auf ihn gehetzet und endlich seines Bruders Losung hintertrieben. Da war denn der wackere Arzt schon bereit gewesen, mit der nächsten fälligen Galeere gen Venedig zu fahren, um für die gefährdeten Landsleute ins Werk zu setzen, was er vermochte, doch des Götz Ankunft sollte den Bedrängten in anderer Weise Erlösung aus Not und Knechtschaft bringen. Nachdem der Meister Knorr selbigem nämlich auch über etliche andere Frevelthaten Bericht erstattet, so der Giustiniani verübet, war mein Bräutigam alsbald bei den hohen Herren von Venedig klagbar geworden, und ungesäumt hatte der Marino Cavallo, kraft seiner Gewalt als Prokurator von St. Markus, dem Giustiniani mit seiner Hausfrau gen Venedig zurückzukehren geboten, um sich dort dem Kollegium der Pregadi zu stellen, so den Konsulaten vorstehet.

Auch des Herdegen und des Ritters Sache hatte der Götz unverweilt in die Hand genommen, und da er in hoher Achtung stund, war der Herr Angelo Michieli unschwer zu bestimmen gewesen, auf seine und des Kunz Bürgschaft hin auch für den Herdegen und den Böhmen das Seine zu thun. So fuhren denn die Botschafter der Republik gen Altkair, und während der geschäftskundige Herr Michieli das Lösegeld für den König Janus auf zweimalhunderttausend Dukaten herunterhandelte und selbige alsbald dem fürstlichen Gefangenen vorschoß, wußte er den Sultanus zu bestimmen, sich für meinen Aeltesten und den Ritter mit je fünfzehntausend Dukaten zufrieden zu geben, und so war denn der Herdegen wie sein Unglücksgefährte in Freiheit gelangt.

Bei selbigem Bericht begann mir das Herz immer höher zu schlagen; denn ich hoffte im stillen, die Brüder seien mit dem Götz gekommen und hielten sich nur noch um einer geheimen Ursach' willen verborgen; bald aber erfuhr ich, daß sie gen Jerusalem aufgebrochen, um zu ihrer größeren Sicherheit dem Kaiser bei der Heimkehr vermelden zu können, sie hätten die Buße auf sich genommen und die heiligen Plätze betreten, zu denen sie ausgesandt worden.

Weil der Götz nun selbigen herrlichen und tröstlichen Bericht geschlossen, und ich ihn fragte, was ihn endlich zur Heimkehr veranlaßt, bekannte er frei, der Brüder Mitteilungen hätten ihm das Vaterhaus, die Eltern und alles Liebe, das er hinter sich gelassen, so deutlich vor die Seele geführet, daß es ihn nicht mehr länger in der Fremde geduldet. Dann blickte er mir tiefer ins Auge und flüsterte mir zu: »Des siechen Mütterleins und des ergrauten Vaters Bildnis lockten am stärksten, doch nach ihnen ein drittes: ein hold, lieb Kinderantlitz, das nämliche, so mich jetzund froh und minniglich anschaut. So, just so hatt' ich's wieder zu finden erwartet, und wie sie mir nun Dein Bildnis mit dem Rotkäpplein wiesen, und ich der Rede lauschte, mit der Du dem Großmütterlein Dein Innerstes erschlossest, da war ich schnell mit mir im reinen.«

Wie lieb der Heimgekehrte denen im Pernhartschen Hause, erst in jener Abendstunde sollt' ich es ganz erkennen; denn der Großmutter Blick hing an ihm wie an einem lieben Sohne, der Meister aber trat ihm bisweilen näher und streichelte ihm den Arm. Nur zweimal wandte er sich schnell, nachdem solches geschehen, und wischte sich heimlich das Auge. Dannocht schaute er neidlos auf unsere Minne; ja, wie der Götz sich schwer von meinem Bildnis zu trennen vermocht, hatte der Meister ihm zugeraunet, wenn er eine an des Trudleins Stelle zu setzen gedenke, so möcht' es die Gred sein, und die Großmutter hatte Amen gerufen.

Mitternacht war allbereit gekommen, da erscholl Hufschlag auf der Gasse, und wie er verstummte, erhob sich der Götz, und bald darauf waren die anderen aus dem Zimmer geschwunden. Doch wir sollten uns des trauten Beisammenseins nicht lange freuen; denn der Heimgekehrte hatte die Rosse verordnet, um trotz der späten Stunde in den Forst zu reiten. Sein Knecht, der ihm in die Fremde gefolget, eines Waldhüters Sohn, war hinausgeritten, um dem Erbförster Grubner anzubefehlen, den Waldohm auf morgen in der Frühe zu sich zu bescheiden, und bei ihm gedachte der gute Sohn sich des Wiedersehens mit dem Vater zu freuen, nachdem er im Dunkel der Nacht das Elternhaus ungesehen begrüßet.

Ach, wie war es doch so hart, sich von dem Neugewonnenen, dem Allergeliebtesten nach so kurzem Beisammensein zu trennen, den Wegemüden wiederum hinausfahren zu sehen in die finstere Nacht. Und wie wenige vertraute Worte hatten wir noch mit einander gewechselt, wie flüchtig abgesprochen, was der nächste Tag bringen solle, und wie es mit der Mutter zu halten!

Meine dringende Bitte, des Eides, der ihm das Elternhaus zu betreten versagte, als eines sündlichen und widernatürlichen zu vergessen, war unerhöret geblieben. Doch wie minniglich hatt' er die strenge Ablehnung, die ich wohl verdienet, da mir doch bewußt, was einem Manne ein Schwur gilt, gut zu machen verstanden, und so bat ich ihn denn recht herzlich, die Rosse heimzusenden und den Abschiedsgruß nicht auszusprechen, bevor noch das Willkommen verklungen. Morgen in aller Frühe werd' es mir die höchste Lust bieten, mit ihm zu reiten, und ein kurzes Stündlein des Harrens könne den Ohm kaum verdrießen.

Das alles floß mir behend und warm genug von den Lippen, und er hörte mir auch gelassen zu bis ans Ende; dann aber versicherte er allen Ernstes, wie süß es ihn auch dünke, mich als Wandergenossin zur Seite zu haben, werde es dannocht nicht angehen, und nun setzte er mir so bündig und klar auseinander, was er allbereit gestern verordnet, daß ich zu ihm aufschaute wie zu einem Feldhauptmann, der, was fürder geschehen soll, bis ins einzelne aufs klügste ins Auge fasset und ordnet.

Eine gleich bestimmte und klare Vorausbestimmung war mir nimmer begegnet, und dannocht gab sich das Evateil in mir mit nichten zufrieden. Es kam mich gar zu hart an, ihn von mir zu lassen, und von ungefähr ward in mir thörichtem Ding der Wunsch übermächtig, just diesen Mann, der den eigenen Willen überall so eisenfest behauptet, mir gefügig zu machen.

So begann ich denn von neuem zu bitten, doch diesmal unterbrach er mich bald mit der Versicherung, er müsse trotz alledem reiten, und zog dabei die Kapuze des Mantels schnell über das Haupt, also daß mir daraus sein wohlgeformt, wacker, gebräunt Antlitz mit dem spitz geschnittenen Vollbart, wie von dem grünen Tuche umrahmt, recht als das Urbild mannhafter Schöne und ernster Milde entgegenschaute.

Da schlug mir das Herz noch höher vor Glück und fröhlichem Trutz, solchen seltenen Mannes Herz mein eigen zu nennen, und damit stieg das Verlangen, meine Macht an ihm zu bewähren. Auch war mir wohl bewußt, wie eines Liebenden Wille zu beugen; denn der Hans hatte mir nichts zu weigern vermocht, wenn ich in besonderer Weise gebeten. Weil ich nun solches keineswegs vergessen, faßt' ich des Götz Kapuze an den Rändern und führte sein lieb Haupt meinem Antlitz entgegen. Dann zog ich das Näslein ein, wie die Hasen thun, wenn sie schnuppern, spitzte den Mund zum Kuß, hob mich auf den Zehen, bot ihm die Lippen von ferne und flüsterte ihm recht herzinniglich und flehend entgegen: »Und trotz alledem sollst Du jetzund mein guter, trauter Herzensschatz sein und der Gred den Willen thun, weil sie so brav darum bittet und Dir fast gern einen guten, süßen Kuß dafür böte.«

Doch ich hatte mich verrechnet; denn den Lohn, des der Hans bescheidentlich geharret, nahm der kecke Kriegsmann vorweg. Hurtig genug wußte er meine Lippen mit dem bärtigen Munde zu finden, ja, er ließ es sich mit nichten an einem Kuß genügen; doch sobald er des letzten genossen, nahm er meine beiden Hände fest in die seinen und fragte mich ernst und doch hold: »Nicht wahr, Gred, Du liebst mich?« Und wie ich ihn des recht treuherzig versichert, sprach er im gleichen Ton und ohne meine Hände zu lassen: »So muß Dir denn auch bewußt sein, daß ich Dir ohne Not weder das Größte noch Kleinste abschlagen kann und werde. Ist es aber geschehen,« und hier hob er die Stimme, »dann wird nichts auch nur das Geringste daran zu ändern vermögen. – Du kennst mich von Kind an, und Dein eigener Wille war es, der Dich dem Eisenkopf preisgab. Nun aber die Lippen noch einmal, und nichts für ungut! Auf morgen früh! Draußen im Forste gehören wir uns, will's Gott, auf längere Zeit wieder!«

Damit zog er mich fest und treu in die Arme, ich aber erwiderte seinen Kuß willig und heiß, und bevor ich noch ein Wort der Entgegnung gefunden, hatt' er das Gemach allbereit verlassen. Da eilte ich ans Licht, und wie er zu mir heraufwinkte und dann dem Schneesturm entgegen die Gasse hinabritt, preßte ich die Hand auf die Brust, und so übervoll von heller Glückseligkeit ist wohl selten ein Menschenkind gewesen, nachdem es in dem Strauß, den es freventlich begonnen, zweimal den kürzeren gezogen.

Wie ich heimgelanget, weiß ich nicht zu vermelden, wohl aber, daß ich selten mit so heißem Danke vor dem Betstuhl gekniet, und daß es mir zu Sinn war, als müsse es wie der Mutter selig, so auch dem verstorbenen Hans willkommen sein, daß es also mit mir gekommen.

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