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Die Gred

Georg Ebers: Die Gred - Kapitel 28
Quellenangabe
typefiction
booktitleDie Gred, I. Buch
authorGeorg Ebers
year1889
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
addressStuttgart, Leipzig, Berlin, Wien
titleDie Gred
pages1-9
created20021107
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1889
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Neuntes Kapitel.

Der Oktobermond kam, der Wald verlangte sein Recht, und just in dieser Jahreszeit durfte ich auf der Forstmeisterei nicht fehlen. Auch an die Ann war eine dringende Ladung ergangen; doch obzwar mancher Besuch in der glühenden Siechenstube des Großohms sie mit arger Kopfpein gestrafet, hatte sie doch seine Wartung nunmehr zu den Pflichten gesellet, und solchen untreu zu werden, vermochte nichts sie zu bewegen.

Außerdem war uns bekannt, daß weitaus die meisten der venedigschen Galeeren vom achten bis fünfundzwanzigsten des Septembermondes vom Lido abfuhren und in Mitten des Oktober- oder im Anfang des Novembermondes wieder heimkehrten. Eine viel geringere Zahl verließ Venedig am Obestag und ging daselbst nach vollendeter Fahrt mit Spezereien beladen im Märzmond und spätestens im April wiederum vor Anker. So war denn eben jetzt am sichersten aus der Levante Nachricht zu erwarten, und die Ann wollte nicht fehlen, wenn solche zu Nürnberg eintraf.

Am Sankt Dionysiustage zog ich darum allein mit der Base Metz hinaus, doch es folgten uns bald andere Gäste, unter denen sich auch meine Schwäger befanden und das Löffelholzsche Paar; denn die Els Ebnerin war vor etlichen Monden des jungen Jörg Löffelholz Hausfrau geworden.

Auch der Ohm Kristan war später und, gab sie ihm nach, mit der Ann, zu kommen gewillet; denn er achtete es für Schuldigkeit, sein »lieb Türmerlein« ins Freie zu führen. Uebrigens war er nunmehr ein naher Freund des Pernhartschen Hauses, und es ließ sich nichts Herzigeres und Kurzweiligeres denken denn sein Verkehr mit der alten Frau Meisterin.

Zu keiner Zeit war das liebe Haus im Walde eher einem Taubenschlag vergleichbar gewesen. Jeder Tag brachte neue Gäste und darunter auch viele aus der Stadt, doch keiner hatte bis dahin Kunde von den venedigschen Galeeren und unserem Kunz gebracht, der mit ihnen heimkehren mußte. Da schlug mir denn trotz aller Jagdlust und manchen fröhlichen Weidmannsmahles das Herz recht bange, und der Muhme Jacoba erging es nicht besser.

So verfloßen die Wochen, der Laubbäume gelbe und rote Blätter begannen zu fallen, die scharlachenen Trauben der Eberesche zu verschrumpfen und nächtlicher Reif auf den Moor und die Waldwiesen zu sinken.

Auch heute war ich an des Ohms Konrad Seite auf die Beize geritten, und wie wir in der Dämmerzeit heimkehrten, konnt' ich zu der Beute der Herren auch etlich Federwild legen.

Was von Gästen vorhanden, stund im munterem Gespräch auf dem Hofe, und indes männiglich von der Gunst oder Ungunst berichtete, die ihm Sankt Hubertus erwiesen, erhoben die Rüden, so das gefällte Wild scheu umschnuppert, plötzlich ein ungestüm Gebell, und des Thorwartes Hornruf schmetterte so fröhlich, als melde er einen willkommenen Gast.

Am Fenster der Muhme zeigte sich rasch der Schaffnerin Antlitz, und sobald es kund geworden, wer sich da nahe, brachten die Peitschen der Hundejungen die Rüden hurtig zur Ruhe und jagten sie in den Zwinger. Die Knechte führten das Wildbret ab in den Schuppen, und erst nachdem der Hof frei geworden, bot das Thor einem gar wunderlichen Aufzuge Einlaß.

Selbiger bestund aus einem langen Wagen, den eine Plane bedeckte, von der man wohl hätte meinen mögen, manches Stadtpförtlein sei für ihre Höhe zu niedrig, und es zogen ihn vier winzig kleine Rößlein mit dunklem, struppigem Haar und trutziglich blitzenden Augen, während etliche Hunde von fürnehmem Schlage ihm folgten. Aus der Plane drang ein scharfes und schrilles Geschrei, so von vielen bunten Pagelunen ausging.

Dem Wagen voran ritten zwei Männer von gar verschiedener Statur und Haltung, während ein grober Fuhrknecht ihn lenkte.

Uns allen war selbiges Fuhrwerk wohl vertraut; denn allbereit bei Lebzeiten des alten Lorenz Waldstromer selig, der des Ohms Konrad Vater gewesen, war es des Jahres ein- oder zweimal gekommen und immerdar gern gesehen worden; denn zeigte es sich im Augustmond, so war es voll der edelsten Falken, die zu Venedig eingeschifft wurden und an dem Sultanus des Aegypterlandes und seinen Emiren so gute Käufer fanden, daß sie für die allerfürnehmsten bis hundertundfünfzig Zecchinen williglich zahlten.

Der alte Jordan Kubbeling von Braunschweig, des Mannes, der da bei uns vorsprach, Vater selig, hatte sie durch Zwischenhändler nach Alexandria führen und dort veräußern lassen müssen, während sein Sohn Seyfried, den man, obzwar er den Sechzigen nahe, Jung-Kubbeling nannte, seine gefiederte Ware in eigener Person ins Aegypterland brachte. Freilich durfte er daselbst mit keinen anderen Waren Handel treiben; wie denn die Republik dem deutschen Kaufmann gar sonderbare Beschränkungen auflegt. Was ein solcher aus der Levante zu haben begehret, das muß er im Kaufhause oder Fondaco zu Venedig durch die Sensale erwerben; doch noch weniger ist es unseren Landsleuten vergönnt, eine Ware, wie sie auch heiße, von der Markusstadt aus auf eigene Hand in die Levante zu führen, sintemal jeglicher deutsche Kaufherr gehalten, was seine Heimat fertigt oder versendet, in Venedig durch jene Sensale verkaufen zu lassen. Ohne selbige darf ein Deutscher weder große noch kleine Geschäfte mit den venedigschen Kaufherren abschließen, und solches geschieht, damit der Republik nichts von der hohen Steuer entgehe, mit der alles belastet.

Was nun den Seyfried Kubbeling angehet, so hatte ihm der große Rat aus besonderer und seltener Gunst und in Erwägung, daß er allein seine gefiederte Ware in gutem Wohlsein über das Meer zu führen verstehe, sie ins Aegypterland zu geleiten bewilligt.

Auch die Waldstromers versorgten die Kubbelings seit vielen Jahrzehnten mit Falken, und bedurfte der Ohm selbst eines solchen, oder hatte er einen für unseren Burggrafen und Kurfürsten, die Herzoge von Bayern, oder andere große weltliche und geistliche Herren zu besorgen, mußte sie der Seyfried oder Jung-Kubbeling liefern. Freilich verstund auch keiner die fürnehmsten besser zu finden, und während er zwischen Braunschweig, Welschland und der Levante hin und her fuhr, zogen seine Brüder und Söhne bis nach Dänemark, und von dort in die Islandinsel im eisigen Norden; denn da gedeihen die Fürsten des Falkengeschlechtes. Andere immerhin recht ansehnliche Arten bezogen sie auch aus dem ihrer Heimat benachbarten Harzgebirge.

Der Mann, welcher Jung-Kubbeling wie früher gen Island jetzund in die Levante begleitete, hieß Uhlwurm, und wenn er auch ursprünglich vielleicht des alten Jordan Knecht gewesen, hielt ihn der Seyfried dannocht wie seinesgleichen, und wer den einen aufnahm, der mußte sich auch gefallen lassen, den anderen mit in den Kauf zu nehmen.

In der Forstmeisterei geschah solches mit Freuden, maßen der Uhlwurm ein stiller Mann, den die Weidmannsknappen und Knechte für einen Weisen hielten, der mehr als Brotessen verstehe. Jedenfalls war ihm die Kunst zu eigen, krankes Getier und besonders Falken, Rosse und Hunde durch leis geflüsterte Sprüchlein, den Hauch seines Mundes, Tränklein und Latwergen von mancherlei Gebresten zu heilen, auch hab' ich ihn selbst mit einer alten, grimmen Wölfin, die sich im Eisen gefangen und der keine Menschenseele sich nähern durfte, umgehen sehen, wie mit dem vertrautesten Hündlein. Seinen Herrn überragte der Alte um anderthalb Häupter Länge, und er trug stets eine Kappe, die das Antlitz einer Eule mit Schnabel und Ohren verzierte. Des ganzen Mannes Wesen konnte recht wohl solchen Nachtvogels gemahnen, und wenn ich seines Herren, des Seyfried oder Jung-Kubbeling, gedenke, kommt mir oft in den Sinn, daß er sich als Mittel gegen das Reißen dreier Wildkatzenfelle bediente, die er auf Brust und Beine legte. Denn des kurzen, breitschulterigen Falkenhändlers ganze Person glich, obgleich er aller Tücke und Falschheit bar, in ihrer struppigen Widerborstigkeit sicherlich einer Wildkatz.

Im ganzen bot er in dem gelben, grün geschlitzten Ledergewand, den hohen Stiefeln und dem schlecht rasirten, mit grauen, stacheligen Stoppeln bedeckten Antlitz eines Weidmannes Ansehen, der sich im Forst dem Verkehr mit Menschen entfremdet; und dannocht ging aus mancher seiner Handlungen herfür, daß er ein redlich und barmherzig Mannsbild, so Schweres auf sich nahm, um sich den Wenigen, denen er in Treuen anhing, dienstlich und hilfreich zu erweisen.

Was er an Getier mit sich führte, das war ihm feil, selbst die isländischen Rößlein, so er selten wieder heim brachte, da sie aus den Burgen, die ihm Herberge boten, in den kleinen Junkern und Edelfräulein eifrige Liebhaber fanden, und so war sein Erwerb und Vermögen nach des Waldohms Meinung von großem Belang.

Kaum hielt des Jung-Kubbeling Gefährt aus dem Hofe, als sich die Schaffnerin zum anderenmale an der Muhme Fenster zeigte und ihn zu der Gestrengen hinaufbeschied; der Braunschweiger aber versetzte rauh und kurz: »Erst die, so mein bedürfen!«

Dabei hatt' er einen wunden Gesellen im Sinn, den er, dem Tode nah', an der Heerstraße gefunden.

Während er selbigen hienach unter des Uhlwurm Beistand mit aller Behutsamkeit unter der Plane herfürzog, blickte ihm der Waldohm, der ihn allbereit längst sehnsüchtiglich erwartet, mit einem fragenden Blick in die Augen, den der andere wohl verstund, doch nur mit einem betrüblichen Schütteln des Hauptes verneinte.

Hienach machte er sich weiter mit dem geschlagenen Gesellen zu schaffen und brummte dabei dem Ohm zu: »Bin auch heuer über die Pfütze gefahren und drüben in Alexandria gewesen; doch was Eueren – Ihr wißt schon – angeht: auch diesmal keine Klaue und Feder! Von den Schopper-Brüdern hingegen . . . Doch erst gilt es zwischen dem da und dem Knochenmann den Graben zu ziehen. Angefaßt, Uhlwurm!« Damit schickte er sich an, den Siechen von hinnen zu tragen, ich aber drang auf den Braunschweiger ein, der mir immer in seiner Art gewogen gewesen, und suchte ihn, da er doch den Brüdern begegnet zu sein schien, gar minniglich und dringlich zum Reden zu bringen; er aber wies wiederum auf den siechen Mann und versicherte, was er etwa zu vermelden habe, werde ich immer noch viel zu zeitig erfahren; und solches klang so abweisend und bedauerlich zugleich, daß ich auf das Schlimmste gefaßt war; auch konnte es mein Bangen nur mehren, daß er mir dabei mit der großen Hand über den Aermel fuhr, als woll' er mich trösten; denn solches hatt' er mir bisher nur erwiesen, als er von meines Hans frühem Ende vernommen.

Wie er hienach auch meinen Antrag zurückgewiesen, ihm bei der Wartung des wunden Mannes zu helfen, sprang ich zu der Muhme hinauf, um ihr fürsichtiglich zu künden, was ich vernommen; doch der Ohm war mir zuvorgekommen, und auf der Schwelle konnt' ich noch sehen, wie sich seine Lippen von der Stirn der alten Frau Liebsten trennten. Man sah ihnen auch beiden wohl an, daß sie wieder um eine Hoffnung ärmer geworden, doch bestund die Muhme darauf, hinunterzugehen und Jung-Kubbeling selbst zu befragen.

Der Ohm suchte ihr solches zu wehren, sie aber achtete seiner Mahnung mit nichten, und während die Gürtelmagd sie mit aller Fürsicht für die Tafel ausstaffirte, dankte sie den Heiligen, daß sie die Ann an diesem Angsttag fern von der Forstmeisterei hielten.

So verging die Stunde, die zwischen der Heimkehr vom Weidwerk und dem Mahle offen gelassen wurde, und bald weilten wir bei den anderen im hell erleuchteten Rebenter. Muhme Jacoba saß wie immer auf dem Tragstuhl an der Spitze der Tafel unweit des Kamines, zu dessen Seiten man diesmal ein Tischlein gerüstet, daran Jung-Kubbeling mit seinem Uhlwurm Platz genommen, als wiss' er's nicht anders; und in der That hatte schon der alte Jordan, sein Vater selig, bei jedem Mahl an der nämlichen Stelle gesessen, und trafen sie auf der Forstmeisterei ein, so war dem Gesinde bis ins einzelne bewußt, was ihnen und den Ihrigen zukam. Wenn sie aber nicht mit an der Tafel saßen, so geschah es nur, weil der alte Jordan sich des vor sechzig Jahren als einer übergroßen Ehre, die ihn beenge, geweigert, und Jung-Kubbeling es in allen Stücken hielt wie der Vater.

Mein Platz war ihm gegenüber, und ein leerer Stuhl trennte mich von der Muhme; selbiger aber wurde dem Meister Ulsenius, dem Arzte, offen gehalten. Wegen der Placker und des Raubgesindels ritt jener nicht gern im Dunkeln, und so begannen etliche von uns sich allbereit wegen seines Ausbleibens zu sorgen. Dannocht nahm das Gespräch einen lebhaften Fortgang; denn um Mittag waren neue Gäste aus der Stadt gekommen, so mancherlei zu berichten wußten, sintemal die Kunde eingelaufen, daß der Sultanus von Aegypterland die Insel Cypern mit Krieg überzogen, und die Muselmänner den König Janus, welcher selbiges Eiland beherrschet, schmählich geschlagen, als Gefangenen über das Meer geschleppt und zu Altkair, mit Ketten belastet, im Triumph einhergeführet. Dabei belehrte uns denn der hochgelehrte Herr Eberhard Windecke, ein der ganzen Weltgeschichte kundiger Herr, der in Geldsachen als Verordneter des Kaisers gen Nürnberg gekommen und von dem Ohm Tucher mit herausgebracht worden, wie sich selbigen Königes Janus von Cypern Ahnherr durch Giftmord und Eidbruch während der Kreuzfahrten und in des berühmten Sultanus Saladin Zeiten der Krone von Jerusalem bemächtiget, und sie sodann von dem englischen Könige Richard Löwenherz gegen die Herrschaft über Cypern eingetauscht habe. Selbiger Vorfahr des nunmehr geschlagenen und gefangenen Königes Janus hatte den Namen Guido von Lusignan getragen, und des Ahnherrn Sünden, versicherte der Herr Windecke in wohlgesetzten Worten, würden nunmehr heimgesucht an dem späten Enkel.

Wie die meisten anderen, so hatte auch ich selbiger Rede mit gebührender Ehrfurcht gelauschet, doch war mir dabei nicht entgangen, mit wie ungeduldigen Blicken die Muhme den Braunschweigern gefolget, da sie sich, nachdem sie sich schnell und notdürftig gesättigt, entfernet, um wiederum nach dem wunden Manne zu schauen; denn gleich mir hätte sie um vieles lieber von gegenwärtigen Dingen vernommen, als von dem längst verstorbenen Lusignan-Sünder.

Endlich kehrten die Entlaufenen auf ihre Plätze zurück, und wie der Herr Windecke, der über dem Sprechen das Speisen völlig vergessen, mit verdoppeltem Eifer zugriff, forderte der Ohm Konrad den Braunschweiger ernstlich auf, endlich mit der Sprache herauszukommen; doch, weil selbiger eben eine Birkhahnkeule zum Munde geführet, entgegnete er unwirsch: »Alles zu seiner Zeit, Herr!«

Da galt es denn abermals warten, und erst nachdem der Braunschweiger die letzte Nuß mit den kräftigen Zähnen geknackt und man den Abendtrunk aufgetragen, brach er das Schweigen und berichtete in kurzen, ungelenken Sätzen, wie er über Venedig gen Alexandria ins Aegypterland gekommen, und was dabei seinen Falken begegnet. Sobald er aber herfürhob, wo und wie einer verendet, rief der Uhlwurm mit tiefer Stimme und einer Bewegung der Hand, als fege er die Krumen vom Tisch: »Hin!« Und solches »Hin« war fast das einzige Wort, so ich von dieses seltsamen Alten Lippen vernommen.

Bei dem weiteren Berichte bediente sich Jung-Kubbeling des Weines gar fleißig, und ob ihm selbiger auch nicht mehr anthat denn lauteres Wasser, hatt' es dannocht das Ansehen, als rede er zu seinem eigenen Genügen. Nur wenn er bemerkte, wo und wie er sich vergeblich nach dem landfremden Götz erkundiget, schaute er der Muhme bedauerlich ins Antlitz. Der Kunz, der auf der nämlichen Galeere wie er übergefahren, war ihm beim Forschen zur Hand gewesen.

Wie ich ihn nun fragte, ob selbiger denn nicht auch mit ihm heimgekehrt gen Venedig, und Jung-Kubbeling solches verneinet, rief der Uhlwurm, bevor noch sein Meister ein Ende gefunden, sein tiefes, trauriges »Hin!« und fegte dabei abermals Krumen von der unsichtbaren Tafel.

Da fuhr ein furchtbarer Schreck so jach in mich hinein, daß es mir war, als dringe mir eine stählerne Nadel tief in das Innere; der Kubbeling aber hatte wahrgenommen, wie ich erblaßt war, und alsbald fuhr er ingrimmig auf den Uhlwurm los und rief, ernstlich gewillt mich zu trösten: »Nein, und abermals nein! Was weiß denn der Alte? 's ist nur, weil die Galeere um des Herrn Schopper willen einen halben Tag später den Anker hob, daß er so Uebeles vermutet. Es gab ein nichtsnutzig Warten! Aber wer weiß, wo der junge Herr sich herumtreibt! Das setzt sich etwas in das grüne Haupt, und durchgeführt muß es werden! Auch vor mir hat er sich hoch und heilig verschworen, nicht zu rasten, bis er die Spur des Herrn Bruders gefunden, und wenn er die Abfahrt der Galeere aus selbigem Grunde verpaßte, ist das ein Wunder? Ist es ein solches? Und, Jungfrau Gred, was eine falsche Fährte bedeutet, Ihr habt es hier im Forst sicherlich erfahren! Der Herr Kunz! Wohin der beim Birschen nach dem Bruder geraten, wer weiß es? Ich nicht, und der Uhlwurm noch weniger! Aber da stößt die liebe Jugend wie ein ungelehrter Falke hierhin und dorthin, und findet der Herr Kunz, der noch besser und besonnener denn die meisten anderen in so grünen Jahren, keinen, der ihm die Augen öffnet, so kann er – ich sage nicht gewiß, aber vielleicht – denn warum sollt' ich Euch ängstigen? – so kann er bis in alle Ewigkeit suchen und birschen; denn der Junker Herdegen selig . . .«

Da fühlt' ich zum andernmale den wehen Stich durch die Brust, und aus der geängstigten Seele rang sich's: »Selig, selig, habt Ihr gesagt? Wie kommt Ihr zu solchem Worte? Bei allem, was Euch heilig, Jung-Kubbeling, quält mich nicht länger! Bekennet, was Ihr über meinen Aeltesten erkundet!«

Mit zitternder Stimme hatt' ich solches gerufen, doch nur zu bald sollt' ich wiederum verstummen; denn zum andernmale war mir von des Uhlwurms Munde das furchtbare »Hin!« ins Ohr gedrungen.

Da schlug ich die Hand vor das Antlitz und vernahm im Dunkeln, wie der Falkenhändler, und zwar diesmal herzlich bekümmert, des Uhlwurms übles Wort wiederholte: »Hin, hin!« und sodann schnell und in tröstendem Tone fortfuhr: »Aber doch nur vielleicht, – nicht gewiß, Jungfer Gredlein.«

Obzwar er nun gewillet, weiter zu reden, ward ihm hier das Wort abgeschnitten; denn ohne daß ich und er es wahrgenommen, hatte eine, die mit dem Ohm Kristan und dem Meister Ulsenius in aller Stille eingetroffen war, sich uns genähert und des Uhlwurms »Hin!« und Jung-Kubbelings Worte vernommen.

Es war die Ann, und da sie dem Braunschweiger zurief: »O, wäret Ihr im Recht mit Euerem ›Vielleicht‹, wie gern wollt' ich Euch glauben!« löste ich die Hände vom Antlitz, und da stund sie vor mir in all ihrer Anmut, doch in tiefer schwarzer Trauer, und nun, wie ich selbst, eine bräutliche Witib.

Da eilte ich auf sie zu, und wie sie sich erst an mich, dann an die Muhme Jacoba schmiegte, bot sie einen so beweglichen Anblick, daß selbst der Uhlwurm die nassen Wangen mit dem Tafeltuch wischte.

Alles schwieg, nur Jung-Kubbeling hörte nicht auf, sich in übelen Aengsten die triefende Stirn zu reiben, bis er endlich herfürstieß: »›Vielleicht‹ hab' ich gesagt, und bei dem ›Vielleicht‹ soll es bleiben; ja, mit der Heiligen Hilfe will ich's erweisen . . .«

Da hob die Ann das Haupt, so sie in der Waldmuhme Schoß verborgen, und Base Metz ließ die Arme sinken, mit denen sie mich an sich gezogen; der hochgelehrte Herr Windecke aber schlüpfte eilig von hinnen, da ihm dergleichen rührsam Wesen übel behagte, während der Ohm Konrad von der Ann zu wissen begehrte, was sie über des Herdegen Ende erfahren.

Nun berichtete selbige mit leiser Stimme, gestern Abend habe ihr ein Brief des Herrn Kardinals vermeldet, es seien beunruhigende Nachrichten durch die christlichen Kleriker im Aegypterlande gekommen. Sie möge sich des Schlimmsten gewärtig halten; denn seien selbige im Rechte, so erwarte sie Schweres. Dannocht scheine es noch nicht an der Zeit, die Hoffnung sinken zu lassen, und er selbst werde nicht ermüden im Forschen.

Während Jung-Kubbeling, der den Uhlwurm abermals zu dem Arzt und dem Siechen gesandt und wieder hinter dem Becher Platz genommen, bei selbiger Rede mit dem einen Ohre in sein Inneres gelauschet, war er der Ann mit dem andern gefolget, und plötzlich stieß er den Weinkopf zurück, schüttelte dräuend die schwere Faust und rief nach der Thüre hin, die dem Uhlwurm den Ausgang geboten: »Die Unke, der Totenkäfer, der alte Schuhu! Blickt er zu dem blühenden Apfelbaum auf, darin ein Vöglein zwitschert, so fragt er nichts, als wann wohl das frohe Herrgottsgeschöpf der Katze anheimfällt. Sein nichtsnutzig ›Hin!‹ und wiederum ›Hin!‹ Auch mir hat's zuletzt das Hirn wie mit schwarzem Dunste benebelt. Aber jetzt, vorhin ist mir ein Licht aufgegangen, und so leihet mir denn das Ohr, ihr Jungfräulein, und ihr, vielgestrenge Herren und Frauen; denn das ›Vielleicht‹ von vorhin, das bleibt stehen!«

Da horchten wir hoch auf, und es lag eine Zuversicht in der Stimme und dem Wesen des Mannes, die jedem den Mut heben mußte. Des Herrn Kardinals Versicherung, sich mit der übelen Botschaft, die er erhalten, mit nichten zufrieden zu geben, hatte ihm als recht eingeleuchtet, und was recht, das war des Jung-Kubbeling Sache. Darum hatte er sich aufs Grübeln beleget, bis ihm die Stirn getriefet und ihm alles in den Sinn zurückgekehrt war, was ihm von des Herdegen Sache bewußt, und solches führte er uns nun vor Augen in seiner kurzen, widerborstigen Weise, die ich nimmermehr wiederzugeben vermöchte.

Da erfuhren wir denn, daß ihm der Kunz, seitdem er mit ihm ans Land gestiegen, nicht wieder vor Augen gekommen, daß er aber auf eigene Hand nach dem Herdegen geforschet. Im Fondaco der Venetianer war der Anselmo Giustiniani noch immer als Konsul der Republik heimisch gewesen und neben ihm die Ursula, sein Gemahl; dort aber hatt' er von den Bediensteten erfahren, es sei ihnen nichts über einen Schopper aus Nürnberg zu Ohren gekommen; und daß des Kunz Ankunft dort unbekannt geblieben, war leicht erklärlich, sintemal selbiger um der Ursula willen nicht bei den Venetianern, sondern bei denen von Genua Herberge genommen.

Wie der Braunschweiger hienach am Tage vor dem Aufbruch seiner Galeere den Fondaco der ersteren abermals besuchet, um die Abfahrtsgenehmigung und sein Hinterlegtes zu holen, war er der Tetzelin begegnet, und da selbige ihn erkannt und auch angeredet, hatt' er die Gelegenheit genützet, sie nach dem Herdegen zu fragen.

Aus ihrem Munde nun, und aus keinem anderen, war ihm die Kunde geworden, der ältere Herr Schopper habe ein gewaltsam Ende gesunden, und da er nach dem Wo und Wie geforschet, hatte er die Antwort erhalten, doch wohl beim Minnespiel, so ja seines Daseins Zweck und Endziel gewesen. Uebrigens möge er denen zu Nürnberg raten, endlich von dem Spähen und Nachforschen zu lassen, das ihr allbereit der Mühe und des Schreibens überviel gekostet.

Solche Reden hatten dem Jung-Kubbeling zwar übel gefallen, doch war er gelassen verblieben und hatte nur bemerket, daß sie dem Kunz, der mit ihm gekommen, einen Dienst erweisen werde, wenn sie ihm Näheres über das Ende des lieben Bruders berichte.

»Da,« fuhr der Händler fort, »da gab es einen Anblick, dergleichen nicht vielen zu teil wird; – denn weil das Weibsbild toll und voll von Minne für den Herrn Kunz . . .«

Hier aber fiel ich ihm ins Wort, um zu bemerken, daß er darin sicherlich irre; doch Jung-Kubbeling lachte nur kurz auf und fuhr unbeirrt fort: »Wer hat sie gesehen; ich oder Ihr? Aber Minne hin, Minne her; vernehmt mich nur weiter. Es war der Tetzelin sicherlich unbekannt geblieben, daß der Herr Kunz in Alexandria weile, und sobald sie es erfahren, begann das Forschen und Fragen. Auf Tag und Stunde wollte sie wissen, wann er vor Anker gegangen, warum er im Fondaco der Genuesen Quartier genommen, wann ich ihn zum letztenmal gesehen, und sogar von was Stoff und Farbe seine Gewänder gewesen. Vom Strumpfwerk bis zur Feder am Hute ging sie es durch. Was mich nun angeht, werde ich sie bei alledem blöd genug angestarrt haben; denn da ich zuletzt vermeldet, ich passe nicht auf dergleichen, doch am Abend habe er sich immerdar eines weißen Ueberwurfes mit einer spitzen Kapuze bedienet, wich ihr das Blut aus dem Antlitz, und mit ihm auch all seine Schöne. Einer Besessenen gleich, und wie von Gichtern befallen, schlug sie sich die Stirn, und als hätte der eigene Streich sie gefällt, wäre sie zusammengesunken, wenn ich sie nicht aufrecht erhalten. Doch plötzlich stund sie wieder gerad auf den Füßen, ließ mich gar unhold an und wies mir die Thür; ich aber bin schnell und willig genug von hinnen gewichen.

»Weil ich draußen nun dem Uhlwurm berichtet, was ich von dem Junker Herdegen vernommen, war er mit seinem verwünschten ›Hin!‹ rasch bei der Hand; und wie selbiges mich alten Maulwurf verblendet, ihr habt's ja erfahren. Doch das Gebahren der Tetzelin von Nürnberg ist mir dannocht nachgegangen Tag und Nacht, auch noch gestern.«

Dann rieb er sich die perlende Stirn, nahm einen Schluck und schöpfte tief Odem, sintemal es ihm wider die Gewohnheit lief, so lauge zu reden. Nachdem wir ihn aber wegen manches einzelnen befraget, wandte er sich wiederum an uns Mägede und sagte: »Vergebet den Umweg; doch man gewinnt mit der Zeit ein Aug' für die Falken, was ihre Tugenden sind, und woran sie kranken. Die Gattung erkennt sich aus dem Gefieder, dem Brustknochen, der Stelzen Farbe und manchem anderen Merkmal, die Sinnesart aus dem Blick und dem Schnabel, und das Gleiche gilt auch vom Menschen. Das alles hab' ich nicht aus mir selbst, sondern von meinem Vater selig, und was beim Falken der Schnabel, das ist bei unsereinem der Mund. Und ruf' ich mir nun der Tetzelin Antlitz vor Augen, wie es damals aussah, so weiß ich genug. Ja, ich will hinfüro den besten isländischen Edelfalken mit einer lahmen Krähe verwechseln, wenn nicht jedes Wort, so sie über des Junkers Herdegen Ende geredet, erstunken war und erlogen. Sie ist ein wohlgestaltet Weibsbild, von ausnehmender Schöne; doch wie ich vorhin beim Grübeln in den Würzburger schaute, ist mir ihr roter Mund mit den weißen Zähnen wiederum in den Sinn gekommen, wie er mir aufgab, die daheim zu warnen, nicht weiter nach dem Verlorenen zu forschen. Und ich will euch nun sagen, wessen selbiger Mund mich damals gemahnet: keines anderen, denn der Schnauze der Wölfin, die ihr an die Kette geleget. So zog sie die Lefzen auf, wenn der Uhlwurm in seiner Art mit ihr koste, und sie ihm freundlich that, indes es sie doch lüstete, ihm an die Gurgel zu springen. Und falsch, falsch, falsch ist auch alles gewesen, was mir damals aus selbigem Munde zu Ohren gekommen. Ich weiß, was ich weiß: Toll und voll ist sie von einem der jungen Schopper, wenn nicht von dem Kunz, so doch von dem anderen, sei es in Haß oder Minne. Schlaget nur ein Kreuzlein; doch dem einen oder auch beiden nach dem Leben zu stehen, des ist sie fähig. Daß der ältere Herr Schopper allbereit ein schmählich Ende genommen, glauben machen wollte sie's mich gewißlich, und einen unsauberen Grund dazu hatte sie ebenso sicher.«

Hienach prustete der Alte, wischte sich die Stirn und warf sich in den Stuhl zurück; wir aber wußten nicht, was von seiner Aussage halten, und einer schaute den anderen fragend an; denn am letzten hätten wir in Jung-Kubbeling einen Herzenskünder vermutet. Nur der Ohm pflichtete ihm bei und wies auf die Zukunft, die bald bekräftigen werde, was des alten, weisen Jordan Sohn aus giltigen Merkmalen geschlossen.

Nun ward des lauten Hinundher so viel, daß selbst der schweigsame Herr Kaplan das Wort erhob, um der Meinung des Braunschweigers über die Ursula beizupflichten und neu zu begründen, warum trotz ihrer Aussage der Herdegen noch recht wohl am Leben sein könne.

Da flog plötzlich die Thür auf, und in den Rebenter stürzte die Schaffnerin, die sonst eine bedächtige Witib, und hinter ihr her der Muhme Gürtelmagd, beide mit glühenden Wangen und so ganz eingenommen von ihrer Sache, daß sie der Ehrfurcht vergaßen, die sie des Hauses Gästen doch schuldig, und es anfänglich schwerfiel, zu ergründen, was sie also in Aufruhr versetzte. Doch sobald uns solches geglücket, eilte Base Metz und hinter ihr her die Ann und ich der Thür zu und in das Ehaltengelaß, wo Meister Ulsenius des ausgezogenen Wandersmannes immer noch wartete; denn hatte die Schaffnerin recht gesehen, so war der wunde Gesell kein anderer als der Eppelein, des Herdegen vielgetreuer Knecht. Auch die Gürtelmagd, die ein jung, schmuck Weibsbild, wollte ihn wiedererkannt haben, und ihre Meinung war wohl von Gewicht, maßen sie zu den Mägeden gehörte, deren Gunst dem Eppelein geblühet.

Bald stunden wir denn an des Wiedergekehrten Lager, mit dessen Verband an Haupt und Brust und Armen Meister Ulsenius soeben zu stande gekommen; denn der arme Bursch war gar übel zerschlagen, und hätte ohne der Braunschweiger Beistand sicherlich das Leben gelassen. Warum aber selbige ihn nicht erkannt, obzwar sie ihm in früheren Jahren häufig begegnet, solches war leicht zu erklären; denn auch mir wär' es schwerlich in den Sinn gekommen, der bleiche, hohläugige Sterbende dort auf dem Lager könne der flinke, frohgemute Eppelein sein. Doch er war es dannocht, und die Ann hatte sich alsbald vor seinem Lager auf die Kniee geworfen, und es klang gar beweglich, wie sie ihm: »Du arm, getreu Eppelein!« und andere gute Worte leise und inniglich zurief, ohne doch von ihm verstanden zu werden; denn er war bar der Besinnung. Fürs erste ließ sich auch nicht das Geringste von ihm erforschen, und solches war um so mehr zu beklagen, als ihn die Buberei der Kleider und selbst der Stiefel beraubet, also daß er, wenn er eines Schreibens Träger gewesen, selbiges nimmermehr ausliefern konnte. Er war aber als Bote gekommen; denn wie die Ann, nachdem die Herren uns verlassen, sich über ihn neigte, um ihm die heiße Stirn mit dem feuchten Tüchlein zu netzen, schlug er die Augen ein wenig auf, wies mit der linken Hand, die ihm heil verblieben, auf das Ende der Bettstatt, wo die Füße ihm ruhten, und murmelte wie verloren und kaum verständlich: »Der Brief! O das Brieflein!«

Dann ergriff ihn abermals die Unmacht, und später wiederholte er noch mehrmals das nämliche Wort. So mußte ihm denn nur eines Herz und Sinn erfüllen, nämlich das Schreiben, dessen richtige Auslieferung ihm einer – und wer anders wohl denn sein lieber Herr? – auf die Seele gebunden.

Jedes Wort, das er im Fieber vor sich hin rief, konnte uns Wichtiges künden, und da uns die Muhme um Mitternacht ins Bett rief, beharrte die Ann darauf, bei dem Eppelein Nachtwache zu halten, ich aber wäre zu dieser Stunde um vieles nicht von ihr gewichen.

Weil sie nun mit dem Meister Ulsenius wohl vertraut und auch dem Uhlwurm allbereit aus freien Stücken in aller Stille zur Hand gewesen, fiel ihr des Wunden eigentliche Wartung wie von ungefähr zu; ich aber setzte mich vor den Kamin und schaute bald gedankenvoll in die spielenden Flammen und sprühenden Funken, bald auf das Siechenbett und das Treiben der Wärter.

Hienach kam mir Sand in die Augen, und nun verging mir, bald hellauf, bald unter flüchtigem Träumen, Stunde für Stunde. So ward es Morgen, und da gab es etliches zu schauen, wovon ich nicht wußte, ob es sich in Wirklichkeit ereigene oder ob ich es nur im Schlummer gewahre, und es wollte mir so ergötzlich erscheinen, daß ich immer noch lächelte, wie der Schaffnerin Eintritt mich ganz aus dem Schlaf riß.

Ich hatte aber zu sehen vermeinet, daß die Ann den grämlichen Uhlwurm ans Fenster gezogen, um ihm dort mit der kleinen, weichen Hand kosend über das rauhe Antlitz zu streichen. Je mehr nun dergleichen ihrem zurückhaltenden Wesen entgegen, desto ergötzlicher war es mir erschienen, und auch des Alten Behaben hatte mich zum Lächeln gezwungen, maßen er brummend und ihr dannocht gewärtig, ich weiß nicht was zugesagt hatte.

Wie ich mich hienach, völlig wach, nach ihnen umschaute, waren sie wirklich verschwunden; die Schaffnerin aber hatte die Ann das Haus verlassen und hinter dem Uhlwurm her den Ställen zuschreiten sehen.

Da ergriff mich eine seltsame Unruhe, und wie Jung-Kubbeling mir draußen auf meine Fragen erwidert, sein alter Uhlwurm habe bis Mittag Urlaub genommen um an der Stelle, wo sie den Eppelein auf der Straße gefunden, nach dem Brieflein auszuspähen, so er doch wohl bei sich geführet, ward mir auf einmal deutlich, was die Ann von dem Alten erkoset.

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