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Die Gräfin Charny

Alexandre Dumas (der Ältere): Die Gräfin Charny - Kapitel 34
Quellenangabe
typefiction
authorAlexander Dumas
titleDie Gräfin Charny
publisherSchreitersche Verlagsbuchhandlung
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
projectid9cf140ca
created20070410
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Vierunddreißigstes Kapitel

Als die Königin wieder zur Besinnung kam, befand sie sich in ihrem Schlafgemach. Sie fragte sogleich nach dem Dauphin. – Der kleine Prinz war im Bett. Seine Gouvernante, Frau von Tourzel, und Madame Brunier, die Kammerfrau, waren bei ihm.

Barnave hatte sich zweimal nach ihrem Befinden erkundigt. Madame Campan meldete ihr den Besuch.

»Sagen Sie ihm meinen verbindlichsten Dank, Madame,« erwiderte Marie Antoinette, »und bringen Sie mir Nachricht über die Herren von Malden und von Valory.«

Das Herz der Königin wollte noch den Namen des Grafen von Charny hinzusetzen, aber ihre Lippen sträubten sich, ihn auszusprechen.

Es wurde ihr gemeldet, daß das Bad bereit sei. Inzwischen verzehrte Ludwig XVI. mit gutem Appetit ein gebratenes Huhn, dann spielte er mit seinem Sohn.

Die Nachrichten, die man der Königin brachte, waren nicht so schrecklich, wie man hätte glauben können.

Als der Zug bei der Barriere angekommen war, hatte der Graf mit seinen beiden Kameraden einen Plan verabredet: die drei Getreuen wollten wenigstens einen Teil der Gefahren von dem König auf sich selbst lenken. Sobald der Wagen halten würde, sollten sie sich in die wütende Rotte stürzen. So hoffte man diese zu teilen; vielleicht würden der König und die Königin dann frei und unangefochten in das Schloß kommen.

Sie führten den Plan auch aus. Malden und Valory waren übel zugerichtet, aber gerettet; man hatte sie im Schloß gesehen. Vom Grafen von Charny wußte man nichts, im Schlosse hatte er sich nicht gezeigt.

Bei dieser Mitteilung wurde die Königin leichenblaß. Madame Campan, welche die Ursache dieser Blässe wohl erriet, setzte hinzu:

»Aber Eure Majestät dürfen an der Rettung des Grafen nicht verzweifeln; Sie wissen ja, daß die Gräfin in Paris wohnt; vielleicht hat sich der Graf zu ihr geflüchtet.«

Eben dieser Gedanke hatte Marie Antoinette so bestürzt gemacht. Sie erwiderte:

»Campan! kleiden Sie mich schnell an! Ich muß wissen, was aus dem Grafen geworden ist ...«

»Aus welchem Grafen?« fragte Madame de Misery eintretend.

»Aus dem Grafen von Charny!« sagte die Königin.

»Der Graf von Charny ist im Vorzimmer Ihrer Majestät«, erwiderte Madame de Misery, »und bittet um die Ehre einer kurzen Unterredung.«

Einige Minuten später erschien Charny in der Tür.

Er hatte die seit seiner Ankunft verflossene Zeit dazu benutzt, die Spuren der langen Reise und seines furchtbaren Kampfes zu beseitigen.

»Oh, Herr Graf,« sagte die Königin, »ich habe überall nach Ihnen fragen lassen. Man sagt, Sie hätten den Herren Pétion und Barnave das Leben zu verdanken ... Ist das wahr?«

»Ja, Madame, ich bin Herrn Barnave doppelten Dank schuldig, denn er begleitete mich bis in mein Zimmer und versicherte, Eure Majestät hätten die Gnade gehabt, sich unterwegs mit mir zu beschäftigen.«

»Mit Ihnen, Graf; inwiefern?«

»Eure Majestät meinten, Ihre alte Freundin werde über meine Abwesenheit besorgt sein. Ich bin weit davon entfernt, diese Besorgnisse für so bedeutend zu halten, aber ich glaube, es ist schicklich, der Gräfin nunmehr einen Besuch zu machen.«

Die Königin drückte die linke Hand aufs Herz, als hätte sie sich überzeugen wollen, daß es nicht aufgehört habe zu schlagen.

»Es ist wahr, Graf«, sagte sie kaum hörbar; »warum haben Sie so lange gewartet, um sich dieser Pflicht zu entledigen?«

»Eure Majestät vergessen, daß ich Ihnen mein Wort gegeben hatte, die Gräfin nicht ohne dero Erlaubnis zu sehen, und bitte Eure Majestät inständigst, mir sie zu bewilligen.«

»Sonst würden Sie die Gräfin ohne meine Erlaubnis wiedersehen, nicht wahr?«

»Ich glaube, Eure Majestät sind ungerecht gegen mich«, erwiderte der Graf. »Als ich von Paris abreiste, glaubte ich, vielleicht für immer abwesend zu sein ... Es ist nicht meine Schuld, daß ich nicht wie mein Bruder zu Varennes mein Leben gelassen habe; wenn mir die Ehre zuteil geworden wäre, für Sie zu sterben, so hätte ich die Gräfin nicht wiedergesehen ... Aber da ich wieder in Paris bin, so ist es nicht möglich, gegen die Frau, die meinen Namen führt, so rücksichtslos zu sein und ihr keine Nachricht von mir zu geben, zumal mein Bruder nicht mehr da ist, um mich zu vertreten ...«

Die Königin erwiderte, indem sie sich unwillkürlich gegen Charny neigte:

»Sie müssen die Gräfin sehr lieb haben, um mir einen solchen Schmerz anzutun.«

»Eure Majestät gaben mir vor sechs Jahren das Fräulein Andrea von Faverney zur Gemahlin. In diesen Jahren hat meine Hand die ihrige nicht zweimal berührt; ich habe nicht zehnmal mit ihr gesprochen ... Mein Leben war einer andern Liebe gewidmet; ich lebte am Hofe und machte Reisen. Mit der Gräfin war es anders: seitdem sie so unglücklich war, das Mißfallen Eurer Majestät zu erregen, lebt sie einsam in dem Pavillon der Rue Coq-Héron. Ihr Herz fühlt nicht das Bedürfnis nach Liebe, wie andere Frauenherzen; aber meine Nichtachtung würde sie mit Recht übelnehmen ...«

»Herr Graf,« erwiderte die Königin, »Sie sind ja sehr besorgt ... Sie sollten sich zuvor überzeugen, ob die Gräfin an Sie denkt.«

»Ich weiß nicht, ob die Gräfin jetzt an mich denkt«, erwiderte Charny; »aber bei meiner Abreise hat sie an mich gedacht, das weiß ich.«

»Sie hat Ihnen geschrieben?«

»Sie hat meinem Bruder Isidor einen Brief an mich übergeben.«

»Aber sie hatte mir doch geschworen ... Antworten Sie, was stand in dem Briefe! ...«

»Ich habe den Brief nicht gelesen. Er sollte mir durch meinen Bruder nur in dem Falle, daß ich tödlich verwundet würde, übergeben werden, aber er fiel ... Man hat dem Toten seine Papiere abgenommen, unter denen der Brief der Gräfin war und dieser Zettel ... wenn Eure Majestät die Gnade haben wollen, ihn zu lesen?«

Die Königin las:

»Dieser Brief ist an meinen Bruder, den Grafen Olivier von Charny gerichtet; er ist von seiner Gemahlin, der Gräfin von Charny, geschrieben ...«

Als sie die Worte gelesen hatte: » ... damit er vor seinem Ende das darin enthaltene Geheimnis kennenlerne ...«, sagte sie:

»Leugnen Sie es jetzt noch, daß Sie von ihr geliebt werden? ...«

»Wer, ich? ... Die Gräfin sollte mich lieben? Das ist unmöglich!«

»Warum denn? ... Liebe ich Sie doch!«

»Aber die Gräfin würde mir's gesagt haben, sie hatte sechs Jahre Zeit.«

»Nein,« erwiderte Marie Antoinette, »sie hat Ihnen nichts gesagt, weil ... sie wohl weiß, daß sie Ihre Gattin nicht sein kann!«

»Die Gräfin von Charny kann meine Gattin nicht sein?« wiederholte Olivier.

»Nein,« erwiderte die Königin, »sie weiß wohl, daß zwischen Ihnen ein Geheimnis besteht, das Ihre Liebe töten würde; sie weiß, daß sie durch die Mitteilung dieses Geheimnisses Ihre Verachtung verdienen würde.«

»Meine Verachtung! ... ich sollte die Gräfin verachten?«

»Was anderes verdient die Mutter ohne Gatten, das Weib, das nur dem Namen nach Gattin ist?«

Charny wurde leichenblaß.

»Madame!« sagte er, »Sie haben zuviel oder zuwenig gesagt ... und ich habe das Recht, Sie um eine Erklärung zu bitten.«

»Was fällt Ihnen ein, Herr Graf? Von mir, der Königin, verlangen Sie eine Erklärung?«

»Ja, Madame«, erwiderte Charny.

In diesem Augenblick ging die Tür auf:

»Doktor Gilbert bittet um die Ehre, Eurer Majestät seine Ehrerbietung bezeigen zu dürfen!«

»Er soll hereinkommen!«

Die Königin wandte sich wieder zu dem Grafen und sagte mit starker Betonung:

»Sie wünschten eine Erklärung in betreff der Gräfin. Diese Erklärung verlangen Sie von dem Doktor Gilbert ... er kann sie Ihnen besser und vollständiger geben als irgend jemand.«

Gilbert hörte die letzten Worte der Königin und blieb unbeweglich an der Tür stehen.

Marie Antoinette warf dem Grafen das Billett seines Bruders zu und wollte in ihr Ankleidezimmer gehen; aber Charny trat ihr in den Weg und faßte ihre Hand.

»Verzeihen Sie, Madame,« sagte er, »diese Erklärung muß in Ihrer Gegenwart abgegeben werden.«

»Herr Graf,« sagte Marie Antoinette, indem sie ihm einen flammenden Blick zuwarf, »Sie scheinen zu vergessen, daß ich die Königin bin!«

»Sie verleumden Ihre Freundin; Sie beleidigen aus Eifersucht die Gattin eines Mannes, der seit drei Tagen zwanzigmal sein Leben für Sie gewagt hat ... die Gemahlin des Grafen von Charny! ... In Ihrer Gegenwart soll der Verleumdeten Gerechtigkeit widerfahren ...«

»Gut, es sei«, sagte die Königin. »Herr Gilbert, Sie hören, was der Herr Graf wünscht.«

Gilbert trat vor und sah Marie Antoinette mit tiefem Schmerz an.

»Herr Graf,« sagte er, sich an Charny wendend, »was ich Ihnen zu sagen habe, ist die Schmach eines Mannes und der Ruhm einer Frau ... Ein Bauer, der kaum dem Knabenalter entwachsen war, entbrannte in sündiger Leidenschaft für das Fräulein von Faverney; er hatte keine Achtung vor ihrer Jugend, Schönheit und Unschuld. Eines Tages fand er sie in Ohnmacht und ... schändete sie! ... Das Fräulein von Faverney ist ein Engel! Die Gräfin von Charny ist eine Märtyrerin!«

Charny wischte sich den Schweiß von der Stirn.

»Ich danke Ihnen, Herr Gilbert«, sagte er. – »Madame,« setzte er, sich an die Königin wendend, hinzu: »ich wußte nicht, daß das Fräulein von Faverney so unglücklich gewesen ist; ich wußte nicht, daß die Gräfin von Charny so ehrenhaft ist ... sonst würde ich nicht sechs Jahre gelebt haben, ohne ihr zu Füßen zu fallen.«

Er verneigte sich vor der bestürzten Königin und entfernte sich.

Andrea schwebte in diesen Tagen in größter Angst, ahnte sie doch, daß Olivier sich beim fliehenden König befand. Als die Kunde von der Rückkehr Ludwigs XVI. nach Paris kam, litt es sie nicht zu Haufe; sie wartete mit Tausenden von Menschen vor den Tuilerien. Von dort sah sie wirklich Charny und die beiden andern Offiziere auf dem Bock des Reisewagens.

Endlich hielt der Wagen mitten unter dem lauten Geschrei und Getümmel an. – Fast in demselben Augenblick entstand eine große Bewegung, ein entsetzlicher Tumult in der Nähe des Wagens. Die Bajonette, Piken, Säbel erhoben sich; die drei Offiziere stürzten sich von ihrem Sitz und verschwanden, als ob sie in einen Abgrund gefallen wären. Dann entstand ein so starkes Wogen und Drängen unter der Menschenmasse, daß ihre letzten Reihen gewaltsam gegen die Terrassenwand geworfen wurden.

Andrea war fast besinnungslos vor Schreck; sie sah und hörte nichts mehr; die Erde drehte sich ihr im Kreise, es brauste ihr in den Ohren wie die Brandung des Meeres ... Sie sank halb ohnmächtig nieder, nur der Schmerz erinnerte sie daran, daß sie noch lebte.

»Sind sie tot?« war ihr erstes Wort, als sie wieder zu sich selbst kam.

Das Mitleid ist scharfsinnig; die Umgebung der Gräfin verstand sogleich, daß sie jene drei Männer meinte, deren Leben in so furchtbarer Gefahr gewesen war.

»Nein,« war die Antwort, »sie sind gerettet! Man nimmt an, daß sie im Schlosse sind.«

»Im Schlosse ... Dank, tausend Dank!«

Sobald die Gräfin in ihrem Zimmer war, sank sie erschöpft vor ihrem Betstuhl nieder. Es gibt Augenblicke, wo der Dank gegen den Allmächtigen so groß ist, daß Worte fehlen; dann erhebt sich das Herz zum Himmel.

Während sie in dieses selige Entzücken versunken war, ging die Tür auf; die Kammerjungfer suchte sie.

»Der Herr Graf von Charny«, sagte die Kammerjungfer.

Andrea nickte mit dem Kopfe; – sie konnte nicht sprechen.

Charny und die Gräfin waren allein.

»Ich habe gehört, Madame, daß Sie soeben erst nach Hause gekommen sind«, sagte er; »finden Sie es nicht indiskret, daß ich Ihnen so auf dem Fuße gefolgt bin?«

»Nein,« sagte sie mit zitternder Stimme, »nein ... Sie sind mir willkommen, Graf ... Ich war so unruhig, daß ich ausgegangen war, um zu erfahren, was vorging.«

»Madame, Sie hatten meinem Bruder einen Auftrag an mich gegeben? ...«

Andrea richtete sich halb auf und sah den Grafen mit ängstlicher Spannung an.

»Isidors Papiere sind mir eingehändigt worden, und Ihr Brief befand sich darunter.«

»Sie haben ihn gelesen?« rief Andrea und drückte beide Hände auf das Gesicht.

»Nein, ich sollte den Inhalt dieses Briefes nur im Falle einer tödlichen Verwundung kennenlernen, und Sie sehen, daß ich gesund und wohlbehalten bin.«

»Und der Brief? ...«

»Hier ist er, unerbrochen, wie Sie ihn meinem Bruder übergeben hatten.«

»Graf,« sagte Andrea, den Brief nehmend, »was Sie da tun, ist entweder sehr schön oder sehr grausam!«

Charny streckte den Arm aus und faßte die Hand der Gräfin. Sie ließ ihm ihre zitternde Hand.

»Ich weiß jetzt, warum Sie gekommen sind, Graf,« sagte sie nach einer Pause, »Sie wollten mir den Brief zurückgeben ...«

»Jawohl,« erwiderte er, »aber auch noch in anderer Absicht ... Ich habe Sie um Verzeihung zu bitten, Gräfin!«

»Mich wollen Sie um Verzeihung bitten, Graf?«^

»Wegen des Benehmens, das ich seit sechs Jahren gegen Sie beobachtet habe.«

Andrea sah ihn sehr erstaunt an.

»Habe ich mich jemals beklagt?« fragte sie.

»Nein, Gräfin, weil Sie ein Engel sind!«

Andrea wandte sich ab, ihre Augen füllten sich mit Tränen.

»Sie weinen, Andrea!« sagte Charny.

»Oh, verzeihen Sie mir«, erwiderte Andrea; »aber ich bin nicht gewohnt, daß Sie so zu mir sprechen ... Ach, mein Gott! mein Gott!«

Sie hielt inne. Wahrend sie ihr Gesicht bedeckt hatte, war ihr der Graf zu Füßen gefallen.

»Mein Gott, zu meinen Füßen!« wiederholte sie, als ob sie ihren Augen nicht trauen könnte.

»Andrea, Sie haben mir Ihre Hand entzogen«, sagte Charny.

Er reichte ihr von neuem die Hand.

»Was bedeutet das?« stammelte sie.

»Andrea,« antwortete Charny zärtlich, »es bedeutet, daß ich dich liebe!«

»Er liebt mich!« sagte sie, sich abwendend. »Nein, das ist unmöglich!«

»Sage, daß es dir unmöglich ist, mich zu lieben, Andrea; aber sage nicht, daß es mir unmöglich sei, dich zu lieben!«

»Oh, mein Gott! mein Gott!« stammelte sie; »gibt es in der Welt ein unglücklicheres Geschöpf, als ich bin?«

»Andrea,« fuhr Charny fort, »sage mir, daß du mich liebst ... oder wenigstens, daß du mich nicht hassest!«

»Ich ... Sie hassen?« erwiderte Andrea mit tiefem Gefühl, und aus ihren sonst so ruhigen Augen sprach eine Glut, die niemand in ihr vermutet hätte.

»Aber wenn es nicht Haß, nicht Liebe ist, was ist es denn, Andrea?«

»Es ist nicht Liebe, weil es mir nicht erlaubt ist, Sie zu lieben ...«

»Und warum ist es dir nicht erlaubt, mich zu lieben, wenn ich dich liebe, von ganzem Herzen liebe?«

»Ach, das darf ich nicht sagen!« antwortete Andrea, die Hände ringend.

»Aber,« erwiderte Charny mit sanfter Stimme, »wenn ich schon von einer andern Person gehört hätte, was du mir nicht sagen darfst?«

»Mein Gott!«

»Und wenn dieses Unglück Sie würdiger, achtbarer in meinen Augen machte, wenn dieses schreckliche Geheimnis mich bewogen hätte, Ihnen zu sagen, daß ich Sie liebe?«

»Wenn das der Fall wäre, Graf, so wären Sie der edelste Mann!«

»Ich liebe dich, Andrea«, wiederholte Charny; »ich liebe dich!«

»Ach, mein Gott!« sagte Andrea mit erhobenen Händen, »ich wußte nicht, daß ich im Leben eine solche Freude haben würde! Lesen Sie diesen Brief, der Ihnen auf Ihrem Sterbebette übergeben werden sollte ...«

Während Andrea ihr Gesicht mit beiden Händen bedeckte, erbrach Charny hastig den Brief, las die ersten Zeilen, stürzte hastig auf Andrea zu und zog sie in seine Arme.

»Seit dem Tage, wo du mich zum ersten Male gesehen!« sagte er, »seit sechs Jahren! ... Oh, du bist ein Engel! Werde ich dich je lieben können, wie du es verdienst? Werde ich dir Ersatz bieten können für alle deine Leiden?«

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