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Publius Cornelius Tacitus: Die Germania - Kapitel 44
Quellenangabe
typetractate
booktitleDie Germania
authorC. Cornelius Tacitus
translatorAdolf Bacmeister
year1868
firstpub1868
publisherVerlag von Paul Neff
addressStuttgart
isbn
titleDie Germania
pages72
created20091205
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Suionen.

Sodann die Stämme der Suionen, mitten im Ozean. Zur Macht an Mann und Waffe tritt bei ihnen die Flotte. Die Bauart der Schiffe ist nicht die unsere. Stern und Schnabel sind gleich und so bietet das landende Schiff immer die Vorderseite. Eine Leitung durch Segel gibt es nicht, auch nicht die geordneten Ruderreihen auf beiden Seiten; die Ruder sind, wie bei manchen Flußschiffen, frei und werden je nach Bedürfniß bald rechts, bald links eingesetzt.

Bei diesem Volke steht auch der äußere Besitz in Ehren, und damit die monarchische Gewalt, vor welcher keine Ausnahme mehr, kein Anspruch auf bedingten Gehorsam gilt. Auch die Waffen sind nicht, wie bei den andern Germanen, in die Hand eines jeden gegeben, sondern liegen verschlossen, und zwar unter Obhut eines Sklaven. Denn gegen die Ueberraschung feindlicher Einfälle sichert der Ozean, und eine Waffe in müßiger Hand ist leicht dem Mißbrauch ausgesetzt. Keinen Adelichen oder Freien, ja selbst keinen Freigelassenen als Waffenmeister zu bestellen, ist dann freilich monarchisches Interesse.

Caput XLIV.

Suionum hinc civitates, ipso in Oceano, praeter viros armaque classibus valent. Forma navium eo differt quod utrimque prora paratam semper appulsui frontem agit. Nec velis ministratur, nec remos in ordinem lateribus adiungunt; solutum ut in quibusdam fluminum et mutabile, ut res poscit, hinc vel illinc remigium. Est apud illos et opibus honos, eoque unus imperitat, non precario iure, nullis iam exceptionibus parendi. Nec arma ut apud ceteros Germanos in promiscuo, sed clausa sub custode, et quidem servo, quia subitos hostium incursus prohibet Oceanus, otiosae porro armatorum manus facile lasciviunt. Enimvero neque nobilem neque ingenuum, ne libertinum quidem armis praeponere regia utilitas est.

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