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Publius Cornelius Tacitus: Die Germania - Kapitel 36
Quellenangabe
typetractate
booktitleDie Germania
authorC. Cornelius Tacitus
translatorAdolf Bacmeister
year1868
firstpub1868
publisherVerlag von Paul Neff
addressStuttgart
isbn
titleDie Germania
pages72
created20091205
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Cherusker.

An Chauken und Chatten anstoßend haben die Cherusker einen allzutiefen langen Friedensschlaf unangefochten hingeträumt, ein Verhalten, das mehr Bequemlichkeit als Sicherheit schafft; denn der Schlaf zwischen Uebermuth und Gewaltthat ist ein böses Ding; wo das Faustrecht gilt, da sind Uneigennützigkeit und Biedersinn die Titel des Stärkeren. So heißen die Cherusker, dereinst die braven und gerechten genannt, heutzutage Thoren und Weichlinge; dem Chatten, ihrem Ueberwinder, wird sein gutes Glück als Weisheit angerechnet. Auch das Nachbarvolk der Fosen haben die Cherusker in ihrem Sturze nachgerissen; im Glücke hatten jene das kleinere Loos gezogen, das Unglück theilen beide zu gleichen Hälften.

Caput XXXVI.

In latere Chaucorum Chattorumque Cherusci nimiam ac marcentem diu pacem illacessiti nutrierunt, idque iucundius quam tutius fuit, quia inter impotentes et validos falso quiescas; ubi manu agitur, modestia ac probitas nomina superioris sunt. Ita qui olim boni aequique Cherusci, nunc inertes ac stulti vocantur; Chattis victoribus fortuna in sapientiam cessit. Tracti ruina Cheruscorum et Fosi, contermina gens; adversarum rerum ex aequo socii sunt, cum in secundis minores fuissent.

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