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Die geflügelte Erde

Max Dauthendey: Die geflügelte Erde - Kapitel 97
Quellenangabe
typepoem
authorMax Dauthenday
titleDie geflügelte Erde
publisherAlbert Langen
printrunDrittes bis fünftes Tausend = Zweite Auflage, 1922
editorbruce.welch@gmx.de
year1922
firstpub1910
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20130726
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Der Marktplatz von Jeypore

Es trollte groß manch Elefant wie eine Kuh, die hin zum Stalle wollte,
Die Straße, die ihm wohlbekannt.
Den weißen Zebustier vor einen kleinen Turm gespannt, der auf vier Rädern stand,
So fuhr der Indier hier durchs Land.
Die Menschen alle, wie verwandt, sich auf den Pflastersteinen
In reinen weißen und in feinen Purpurkleidern hier eins zum anderen gesellen.
Du hörst hier keine Kinder weinen, den Hund nicht bellen, nicht Tiere klagen.
Die Menschen tragen Blüten in dem Mund.
Gelassen gehen alle. Nur ihre Augäpfel, die hellen,
Sie sind die lautesten der Stellen in diesen Straßen.
Lautlos, als wäre es nicht Tag, als ob die rosenrote Stadt im Schlaf,
In sanft bengalischem Feuer lag, so ungeheuer still ging hier im Morgenhimmel
Der Marktplatz voll von summendem Gesing von Tieren und Verkäufern und Verkaufgewimmel,
Als ob er irgendwo fern im Nirwana hing.

 

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