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Die geflügelte Erde

Max Dauthendey: Die geflügelte Erde - Kapitel 79
Quellenangabe
typepoem
authorMax Dauthenday
titleDie geflügelte Erde
publisherAlbert Langen
printrunDrittes bis fünftes Tausend = Zweite Auflage, 1922
editorbruce.welch@gmx.de
year1922
firstpub1910
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20130726
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Die Indier, wenn sie beten, bringen Rötel mit

Die vielen Säulen sind verstümmelt von der Zeit,
Die lümmelt sich selbst gegen Götter und gegen Tempel mit der bekannten Rücksichtslosigkeit.
Meist hangen nur der Säulen Kapitale dort an der Decken.
Als tat das Beten hier die Schäfte sprengen
Und einige der Gottgesichter ohne Zahl, die übermenschlich sich aus diesen Felsen recken,
Sind scharlachrot bemalt, als ob sich Feuer über die grauen Steine strecken.
Die Indier, wenn sie beten, bringen Rötel mit, daß sie den Gott auch sehen, wenn er zu ihnen tanzend aus den Mauern tritt.
Mit Schauern malen sie dann, bebend in Ekstase, die Götter feurig an, daß die rot aus den Wänden schweben und glühende Verheißung geben.
Drei bis vier Säle reihen sich zerbrochen in jenem alten Berg zu alten Weihen, von Erdgeruch durchweht,
Und sie enthalten ein Heiligtum in ihrer Mitte, ein steinern Zimmer mit vier Türen, die in ein steinern Viereck führen,
Darinnen mannshoch eine Säule, ein Lingam, steht.

 

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