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Die geflügelte Erde

Max Dauthendey: Die geflügelte Erde - Kapitel 50
Quellenangabe
typepoem
authorMax Dauthenday
titleDie geflügelte Erde
publisherAlbert Langen
printrunDrittes bis fünftes Tausend = Zweite Auflage, 1922
editorbruce.welch@gmx.de
year1922
firstpub1910
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20130726
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Ins dritte Meer

Vom Dampfer kam ein langgedehntes Pfeifen, und alle die am Land sollten begreifen, daß man die Anker in die Höhe wand.
Ich fand mich schleunigst ein und pferchte mich von neuem in meines Schiffes keuchende Maschinenbrust hinein.
Es ward mir wiederum bewußt: ich war, wie ich mein Leben auch umschrieb, weit weg von meinem Lieb
Und mit dem Wandertrieb wie eine Wanderratte ganz allein.
Das zweite Meer zurück jetzt blieb, fünf; Meere ich noch vor mir hatte.
Ins dritte, in den Indischen Ozean, zog ich hinein.
Am dämmerigen Schiffsbord schlief der Sonntagnachmittag mit seiner tiefgebeugten Sonne ein;
Und ich sah trüb in ihren letzten öliggelben Schein,
Bis nichts mehr übrig blieb als ich und drüben noch der große Adenberg, der riesendurstige Stein.

 

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