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Die geflügelte Erde

Max Dauthendey: Die geflügelte Erde - Kapitel 46
Quellenangabe
typepoem
authorMax Dauthenday
titleDie geflügelte Erde
publisherAlbert Langen
printrunDrittes bis fünftes Tausend = Zweite Auflage, 1922
editorbruce.welch@gmx.de
year1922
firstpub1910
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20130726
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Arabiens Küste

Arabien lag, an einem Sonntag, zum Greifen nah'; ich sah die blendendweißen Zinnen von Schlössern und von steifen Minaretten,
Und Palmen drehten sich so festlich, als ob die Lüfte dort aus Liebesgärten wehten.
Doch jene glücklich schöne Stätte schnell verschwand, und, wie ein Wahnsinn, heftiger Sonnenbrand beim Schiff stillstand
Und eine Küste, überschwemmt von Sand. Ein ungeheures Kraterriff stieg aus dem Meer, baumlos und braun, als ob's ein Kohlenberg, erloschen, wär'.
Schwer wie ein Riesenamboß, daran die Sonne schmiedete, so kam der rostige Berg daher.
Und lange rote Dächer waren um jenes Berges finstern Schlot, als wären sie von Hitze rot beladen, –
Die Kasematten und Kasernen der Festung Aden, baum- und wasserlos, die niemals Schatten hatten,
Die von der Insel, zwischen zweier Wüstensonnen Grauen, in einen immer dürren Himmel schauen.

 

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