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Die geflügelte Erde

Max Dauthendey: Die geflügelte Erde - Kapitel 45
Quellenangabe
typepoem
authorMax Dauthenday
titleDie geflügelte Erde
publisherAlbert Langen
printrunDrittes bis fünftes Tausend = Zweite Auflage, 1922
editorbruce.welch@gmx.de
year1922
firstpub1910
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20130726
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Rechts Afrika, links Asien

Am Tage, heiß und weltverloren, standen rechts Afrika, links Asien da und ließen ihre Steine schmoren.
Wild ausgebrannt, wie tote Schlacken, lagen die steinigen Rippen Nubiens an dem Roten Meer, wo nur Gazellen in dem Klippgebirge jagen.
Nah' aus Arabien sahen die hellen Dörfer her, die keinen Europäer kannten, und keine Karten ihre Namen nannten.
Sie starrten zu mir aus der Leere leer.
Sie ducken sich in Felsenstellen, wie weiße Vogelscharen, und verschollen gucken sie tief in Ruh'
Dem Eilen von Europas Schiffen zu, die durch die Meilen, groß wie fremde Riesen, schwimmen
Und ihnen nur den Rauch hinüberbliesen und der Sirenenpfeife Stimmen.
Meine Gedanken müßige Romane sich erdachten in jene weltvergessenen Trachten.
Ich baute mir aus Luft, im Nu, kostbare Löwenburgen dort in jene ewige Sommerruh' an Asiens Küste
Und ein Gazellenschloß auf höchstem Bergesschoß hoch, in Nubiens Wüste.
Und von dem flachen Dach, da schauten mir zwei Brüste wie ein Paar weiße Tauben zu.

 

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