Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Max Dauthendey >

Die geflügelte Erde

Max Dauthendey: Die geflügelte Erde - Kapitel 36
Quellenangabe
typepoem
authorMax Dauthenday
titleDie geflügelte Erde
publisherAlbert Langen
printrunDrittes bis fünftes Tausend = Zweite Auflage, 1922
editorbruce.welch@gmx.de
year1922
firstpub1910
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20130726
Schließen

Navigation:

Nilpegel

Gedankenschwer kam ich auf diesem Gartenweg einher.
Und ausgesetzt wie Moses in dem Korb im Nil, einsam mein Blick ins leere Wasser fiel.
Wo einst das Sommerschloß gelegen, da ist ein neu Gemäuer jetzt, ein Schacht,
Des Niles Pegel, der den heiligen Strom bewacht. Und seine Grade zeigen allen
Des Wassers jähes Steigen und sein Fallen.
Wie in ein Auge tritt der Nil dort in den Schacht; ein Auge, ernstlich vom Verstand bedacht.
Und wie verschluckte Tränen steigt das Wasser, Grad um Grad, im Frühling dort herauf;
Wie wildes Sehnen ohne Dämmung, und die Vernunft hält es nicht auf,
Es geht in Überschwemmung seinen wilden Lauf.

 

 << Kapitel 35  Kapitel 37 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.