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Die geflügelte Erde

Max Dauthendey: Die geflügelte Erde - Kapitel 31
Quellenangabe
typepoem
authorMax Dauthenday
titleDie geflügelte Erde
publisherAlbert Langen
printrunDrittes bis fünftes Tausend = Zweite Auflage, 1922
editorbruce.welch@gmx.de
year1922
firstpub1910
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20130726
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Die Spuren des Propheten

Der Mohammedaner großer Prophet, dem die Liebe zum Weibe bis zum siebenten Himmel geht,
Bei dem die Lust am Leibe, auch nach dem Tod, urewig fest steht,
Allah hieß in Kairos Moscheen manch Wunder geschehen, wovon die Zeichen noch heute bestehen.
In einer Moschee zeigt man zwei Säulen, wie Baum bei Baum;
Wer durch den schmalen Zwischenraum der Säulenschäfte hindurchgehen kann,
Kommt unbehindert nach seinem Tode im großen Paradiese an.
Ich versuchte vergeblich, kam nicht hindurch, und rechne mich doch nicht unter Verruchte,
Denn ich weiß, wenn man mich zur Hölle verfluchte,
Gleich würde die Hölle zum Himmelreich, weil meine Liebste auch dort mich besuchte.

 

Fußstapfen, in große Steine getreten, zeigt man in Moscheen, als Spur des Propheten.
Man staunt die großen Füße an, doch ich wunderte mich nicht lang daran.
Er war wohl nie ganz verliebt, der Prophet, denn wer liebt, kaum auf seinen eigenen Füßen noch steht,
Sein Fuß in den feinen Spuren der Liebsten geht.

 

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