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Die geflügelte Erde

Max Dauthendey: Die geflügelte Erde - Kapitel 27
Quellenangabe
typepoem
authorMax Dauthenday
titleDie geflügelte Erde
publisherAlbert Langen
printrunDrittes bis fünftes Tausend = Zweite Auflage, 1922
editorbruce.welch@gmx.de
year1922
firstpub1910
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20130726
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Es ist gleich, wohin du mich trägst

Wieder ging dann, wie im Weltallweben, der Weg vom Tode zurück zum Leben.
Als ich, an der Fellachenhand, hinaustrat zur Sonne, hoch an der Pyramide Wand,
Und ich Wüste, Himmel und Menschengewimmel, tief unten, noch immer am selben Fleck fand,
Sagte mein Herz mir ins Gesicht: »Es ist gleich, wohin du mich trägst, ins Todesdunkel oder ins Tageslicht,
Du bleibst immer in deiner Sehnsucht und in deiner Liebe Reich.«
Und noch oben am Rand der Pyramidenwand bot mir ein Fellachenknabe mit sonnenbrauner Hand
Einen Krug Quellwasser zur Labe.
Ich wusch meine Finger vom Totenstaub rein, und ich stieg nieder wieder unter die Menschen und in ihr sehnendes Sein,
In das brennende Leben der Wüste hinein.

 

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