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Die geflügelte Erde

Max Dauthendey: Die geflügelte Erde - Kapitel 204
Quellenangabe
typepoem
authorMax Dauthenday
titleDie geflügelte Erde
publisherAlbert Langen
printrunDrittes bis fünftes Tausend = Zweite Auflage, 1922
editorbruce.welch@gmx.de
year1922
firstpub1910
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20130726
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Wasserstimmung auf dem Irawaddystrom

Als ob man dich vor eine wandelnde Bühne lüde, zogen die Ufer vier Tage an mir vorüber
Und wurden nicht müde, schoben Bergbuckel, grüne, heran, darauf die Pagoden, wie Lotosblüte an Blüte, zum Himmel sahn.
Es knarrte der eiserne Schiffskrahn, zog Reisballen vom Ufer herein, als ob dem Schiff wie einem Zauberschrein
Vom Ufer die Frucht des Landes zuflog.
Reich geschnitzt, mit der Wucht seines Holzschmuckes und mit geschwungenem Kiel,
Bog sich dunkel aus dem sonnigen Wasserspiegel manch birmanisches Boot,
Zog mit dem Strom tot um jede Sandbank, blank in jede Bucht,
Trug sein Leben ins Unbewußte und die dicke Kruste der Holzschnitzereien am Bug.

 

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