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Die geflügelte Erde

Max Dauthendey: Die geflügelte Erde - Kapitel 2
Quellenangabe
typepoem
authorMax Dauthenday
titleDie geflügelte Erde
publisherAlbert Langen
printrunDrittes bis fünftes Tausend = Zweite Auflage, 1922
editorbruce.welch@gmx.de
year1922
firstpub1910
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20130726
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Anfang und Ausgang

Ich tat den Weg um die Erde wagen,
Ging Tagen entgegen, die mich weit von der Geliebten getragen,
Wanderte einsam in der Sehnsucht Gehegen,
Auf Wegen, die über Meere kamen. Sieben Meere nahmen mich mit.
Und Schritt um Schritt, auf jeder Welle, in jedem Meer,
Die helle Sehnsucht mir die Brust zerschnitt.
Ich sah des Orients kindliche Pracht und Behagen,
Des Okzidents strebendes Wagen und Allmacht.
Ich ging den reich lebenden Weg, wie über einen bebenden Steg,
Wie durch einen bunten Schacht,
Als sei ich drunten unter der Erde,
Wo sich Nacht reiht an Nacht
Mit der Verlassenheit tödlicher Gebärde.

 

So wie ein Herz geht und eilt
Und doch weilt und immer auf einer Stelle steht,
So wanderte ich wohl früh und spät;
Und als einzige Helle, die in die Herzzelle fällt,
Sah ich im dunkeln Getriebe,
Als Anfang und Ausgang in dieser Welt,
Der Geliebten Liebe.

 

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