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Die geflügelte Erde

Max Dauthendey: Die geflügelte Erde - Kapitel 171
Quellenangabe
typepoem
authorMax Dauthenday
titleDie geflügelte Erde
publisherAlbert Langen
printrunDrittes bis fünftes Tausend = Zweite Auflage, 1922
editorbruce.welch@gmx.de
year1922
firstpub1910
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20130726
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Eine Stunde Aussicht

Farne wie grüne Federn, niedere Magnolien und Rhododendren, hartledern,
Hatten sich noch breit gemacht hinauf bis Darjeeling,
Das auf den Vorgebirgplatten siebentausend Fuß hoch wie am Knie des Riesen Himalaja hing;
Noch zweiundzwanzigtausend Fuß der Everest zum Äther ging.
Viele besteigen Darjeeling von fern und nah und kehren heim nach Europa und sahen den Erdriesen nicht.
Mein Aug' nur eine kurze Stunde an der Erde äußerster Endlichkeit, am Berg Everest, wie in höchster Erdfreiheit hing.
Dann ist des Berges Spiegelbild verraucht, und sein schneewild Gesicht zerging und ist untergetaucht in den Nebelring.
Ich sah, in der Sonne blau schwebend, zum Empfang, den Ätherherrn wie eine Landschaft von einem fremden Stern;
Und nun immer leuchtet er jetzt in meiner Stirn wie ein phosphorner Gott mein Leben lang.
Um seine Helle kreisen noch oft meine Gedanken, wie um der Erdsehnsucht äußerste Schwelle.

 

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