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Die geflügelte Erde

Max Dauthendey: Die geflügelte Erde - Kapitel 151
Quellenangabe
typepoem
authorMax Dauthenday
titleDie geflügelte Erde
publisherAlbert Langen
printrunDrittes bis fünftes Tausend = Zweite Auflage, 1922
editorbruce.welch@gmx.de
year1922
firstpub1910
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20130726
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Pilgerankunft

Die Pilger, die in Scharen nach der Stadt Benares kommen,
Waren nicht sogleich in ihren Mauern aufgenommen.
Drei Tage soll zuerst ein Rundgang dauern, die Pilger müssen
Zuerst die Stadt, in ganzem Umfang, auf ihren müden Füßen umwandernd grüßen
Und unter Andachten und steten Gebeten dreimal vor ihren Toren übernachten.
Erst dann sind sie, im Ganges sich zu baden, von allen guten Geistern eingeladen.
Auch ich kam erst am dritten Tag zum Ganges hin.
Vorher ist stets am Morgen, wenn ich den Gasthauswagen zur Gangesfahrt genommen,
Verhindernd stets ein fremder Geist gekommen,
Ein Geist, der mich am Weg aufhielt, als ob der Ganges jederzeit schon aus Gewohnheit gern
Drei Tag Verstecken mit den Pilgern spielt, und sich nicht eher zeigt,
Damit die Sehnsucht dir nach seinem Anblick täglich höher steigt.
Einmal konnt' ich, weil Regen fiel, nicht aus dem Hause gehen.
Einmal blieb ich, von einem Tempel aufgehalten, im Schauen stehen.
Einmal verschlief ich auch den Sonnenaufgang, und nicht mehr lohnt sich dann der Gangesgang,
Denn alles Leben lebt dort nur zu Tagesanfang.

 

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