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Die geflügelte Erde

Max Dauthendey: Die geflügelte Erde - Kapitel 13
Quellenangabe
typepoem
authorMax Dauthenday
titleDie geflügelte Erde
publisherAlbert Langen
printrunDrittes bis fünftes Tausend = Zweite Auflage, 1922
editorbruce.welch@gmx.de
year1922
firstpub1910
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20130726
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Das Land der Toten

Ägypten ist das Land der Toten, das empfand
Mein Herz von Stund' an, wo mein Fuß dort stand.
Vorboten davon schon waren, als ich mit der Bahn von Port Said abgefahren,
Die Häuser der ersten Stationen, die wie Grabdenkmäler in konischen Formen thronen;
Und Wüstenluft und Meere Sand, wo kaum eine Palme stand.
Der Tod, der reichte hier stumm, zum Willkomm, eine leere Wüste als Hand.
Doch eines ich immer dort in Ägypten empfand: Blickst du auch in die Leere,
So hat doch die Luft überm Kopf, mehr als die Erde, Erdschwere.
Als ob nicht auf Erden, sondern im Himmel, in Gedanken, das Leben heiß stand.
Die Fata Morgana am Himmelsrand das Irdische war, unirdisch dagegen,
Zu meinen Füßen der blendende Sand auf lohheißen Wegen.
So wie ein Verliebter, traumwandelnd, über sich mehr erlebt,
Als wenn ihr ihm die ganze Erde ohne die Geliebte gebt.

 

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