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Die geflügelte Erde

Max Dauthendey: Die geflügelte Erde - Kapitel 11
Quellenangabe
typepoem
authorMax Dauthenday
titleDie geflügelte Erde
publisherAlbert Langen
printrunDrittes bis fünftes Tausend = Zweite Auflage, 1922
editorbruce.welch@gmx.de
year1922
firstpub1910
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20130726
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Afrikas Gesichter

Schwarz steigen Gesichter vom Land und zeigen sich über dem Schiffsrand,
Und es reckt sich manch schwarzer Arm herauf, und ein Schwarm schwarzer Hände
Fängt die fliegenden Koffer auf. Und sie lachten und singsangen unten in Kähnen um die Schiffswände.
Mitten hin vor den breitblauenden Himmel, vor den breitblendenden Strand,
Mitten hinein in der Klarheit Gewalten treten die dunkeln Gestalten.
Schienen nicht von Afrikas Sonne, doch von Afrikas Nächten die Abgesandten.
Und ich dachte mir, die Dunkelheit, die hier an jeden Leib gebannt, ist mir bekannt.
Der Liebesnacht Unvergänglichkeit hat sich mächtig in Menschenhaß eingebrannt.
In jeder dunkeln Hand ist noch der Finsternis Pracht, von jeder Nacht,
Wo des Mannes Blut im Weib verschwand;
Wo der Leidenschaft Macht sich dem Tod dargebracht an der Endlichkeit Rand,
Und der Liebeslust und der Liebesqual schwerdunkel Portal sich aufgemacht.

 

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