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Die Frau in Weiß ? Band I

William Wilkie Collins: Die Frau in Weiß ? Band I - Kapitel 2
Quellenangabe
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typefiction
authorWilkie Collins<
titleDie Frau in Weiß ? Band I
publisherVerlag von Karl Prochaska
seriesSammlung Prochaska
volumeXIII. Band
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year
firstpub
translator
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20110428
projectidd8c87074
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Einleitung

Was die Geduld des Weibes zu ertragen fähig ist und die Entschlossenheit des Mannes durchzusetzen vermag, wird diese Erzählung beschreiben.

Wenn man sich darauf verlassen könnte, daß das Auge des Gesetzes jeden verdächtigen Fall ergründete und sein Arm jeden Untersuchungsproceß ohne übertriebenen Beistand des geschmeidig machenden Goldes zu Ende führte, so wären die Ereignisse, welche diese Blätter füllen, durch die Gerichte vor das Tribunal der Oeffentlichkeit gebracht worden.

Aber das Gesetz ist ja noch immer in gewissen unvermeidlichen Fällen der vorhergewonnene Diener des vollen Geldbeutels, und die erste Mittheilung dieser Erzählung blieb daher diesen Blättern vorbehalten. Wie einst der Richter sie hätte hören sollen, so möge jetzt der Leser sie vernehmen. Kein einziger Umstand von Wichtigkeit von Anfang bis zu Ende der Enthüllungen soll nach bloßem Hörensagen mitgetheilt werden.

Soweit Schreiber dieser einleitenden Zeilen (der sich Walter Hartright nennt) zufällig näher mit den zu erzählenden Begebnissen in Verbindung steht, als Andere, wird er dieselben als persönliche Erlebnisse mittheilen. Dort aber, wo seine Erfahrung mangelhaft ist, wird er von der Bühne des Erzählers abtreten, und seine Aufgabe wird an dem Punkte, wo er sie hat fallen lassen, von Personen wieder aufgenommen und fortgesetzt werden, welche über die vorliegenden Umstände nach eigener Erfahrung ebenso genau und bestimmt Bericht erstatten können, als er selbst es vor ihnen gethan.

Auf diese Weise wird die hier mitgetheilte Erzählung von mehr als einer Feder geschrieben werden, sowie ja der Bericht über eine Verletzung der Gesetze im Gerichtshofe auf mehr als einer Aussage beruht – hier wie dort wird dasselbe erreicht, d.h. zu demselben Ende die Wahrheit immer in dem vollsten und hellsten Lichte dargestellt und der Leser in den Stand gesetzt, dem Verlaufe einer vollständigen Reihe von Begebenheiten zu folgen, indem wir die Personen, die am nächsten mit ihnen in Berührung kamen, in den einander folgenden Stadien Wort für Wort ihre eigenen Erlebnisse erzählen lassen.

Zuerst wollen wir Walter Hartright – Zeichenlehrer, achtundzwanzig Jahre alt – vernehmen.

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