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Die Frau Bürgemeisterin

Georg Ebers: Die Frau Bürgemeisterin - Kapitel 4
Quellenangabe
typefiction
authorGeorg Ebers
titleDie Frau Bürgemeisterin
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
printrunFünfte Auflage
year1882
firstpub1881
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20080619
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Viertes Kapitel.

Zahlreiche Bürger waren vor dem stattlichen Rathhause zusammengeströmt. Die Nachricht von der Niederlage Ludwig's von Nassau hatte sich schnell durch alle achtzehn Bone der Stadt verbreitet, und ein Jeder wollte etwas Näheres erfahren, seinen Kummer und seine Besorgnisse Gleichgesinnten aussprechen und hören, welche Maßregeln der Rath für die nächste Zukunft zu ergreifen gedenke.

Zwei Boten hatten die Mittheilung des Herrn Matenesse van Wibisma nur zu wohl bestätigt. – Ludwig war todt, sein Bruder Heinrich wurde vermißt und sein Heer war völlig zu Grunde gerichtet.

Jetzt trat der Rathssekretär Jan van Hout, welcher den Knaben an diesem Morgen Unterricht ertheilt hatte, an ein Fenster, theilte den Bürgern mit, welch' ein empfindlicher Schlag die Freiheit des Landes betroffen, und forderte sie mit kernigen Worten auf, nun erst recht mit Leib und Leben für die gute Sache einzustehen.

Lauter Zuruf folgte dieser Rede. Bunte Mützen und befederte Hüte flogen in die Luft, Stecken und Degen wurden geschwungen, und die Frauen und Kinder, welche sich unter die Männer gedrängt hatten, schwenkten Tücher und überschrieen mit ihren höheren Stimmen die Bürger.

Die Mitglieder der wackeren Bürgergarde schaarten sich zusammen, um ihren Hauptmann zu beauftragen, dem versammelten Rath die Versicherung zu geben, daß die »Schutterij« gewillt sei, bis auf den letzten Blutstropfen und Pfennig zu Wilhelm von Oranien zu stehen und daß sie lieber für Hollands Sache sterben, als unter der spanischen Tyrannei leben wolle. In ihrer Mitte sah man manch' ernstes und tief betrübtes Gesicht, denn diese Männer, welche ihre Reihen durch eigene Wahl ergänzten, hingen alle mit Liebe an dem Oranier: sein Kummer that ihnen weh – und des Landes Noth schnitt ihnen in's Herz. Sobald die vier Bürgemeister, die acht Schöffen der Stadt und die anwesenden Mitglieder des Gemeinderaths sich an den Fenstern zeigten, fielen Hunderte in das Geusenlied ein, welches schon längst von Einzelnen angestimmt worden war, und als beim Untergang der Sonne das leichtlebige Volk sich zerstreute und fortsingend einzeln oder zu Zweien und Dreien Arm in Arm den Weg in die Wirthshäuser suchte, um durch einen frischen Trunk die Zuversicht auf bessere Tage zu stärken und manche wohlberechtigte Sorge zu zerstreuen, da sah es auf dem Markt von Leyden und in den ihm benachbarten Straßen nicht anders aus als wäre soeben vom Rathhaus eine Siegesbotschaft verlesen worden.

Wohl hatte das Vivatrufen und das Geusenlied kräftig geklungen, – aber so viel Hunderte von holländischen Kehlen wären doch wohl im Stande gewesen, die Luft mit weit gewaltigeren Tönen zu erschüttern.

Eben diese Bemerkung hatten die drei wohlgekleideten Bürger gemacht, welche dort an dem blauen Stein vorbei durch die breite Straße gingen, und der älteste von ihnen sagte zu seinen Gefährten:

»Jetzt prahlen und schreien sie und dünken sich groß, aber wir werden's erleben, es kommt bald ganz anders.«

»Gott verhüte das Schlimmste,« entgegnete der Andere, »aber nun ziehen die Spanier sicher von Neuem heran, und in meinem Bon kenn' ich Manchen, der diesmal nicht für den Widerstand stimmt.«

»Sie haben Recht, und tausendmal Recht. Requesens ist kein Alba, und wenn wir uns gutwillig der Gnade des Königs befehlen . . .«

»So gäbe es kein Blutvergießen und Alles ginge zum Besten.«

»Ich bin auch lieber holländisch als spanisch,« sagte der Dritte. »Aber nach der Mooker Haide ist's mit dem Widerstand vorbei. Der Oranier mag ja ein braver Herr sein, aber das Hemd ist mir näher als der Rock.«

»Und im Grunde sollen wir doch nur für ihn Hab' und Leben auf's Spiel setzen.«

»Das hat meine Frau noch gestern gesagt.«

»Er hilft dem Gewerbe nicht auf, er am letzten. Glaubt mir, es denken Viele wie wir; und wäre es anders, so hatte das Geusengeschrei auch lauter geklungen.«

»Auf drei Kluge kommen immer fünf Narren,« sagte der ältere Bürger. »Ich habe mich wohl gehütet, das Maul aufzureißen.«

»Und was steckt denn so Großes hinter dem Freiheitsgeschrei? Alba hat die Bibelleser verbrannt, de la Marc hängt die Pfaffen. Meine Frau geht gern in die Messe, aber wenn sie es thut, so geschieht's im Geheimen, als wenn sie ein Unrecht beginge.«

»Wir halten auch an dem alten Glauben.«

»Glauben hin, Glauben her,« sagte der Dritte. »Wir sind kalvinisch, aber mir geht die Lust aus, meine Pfennige dem Oranier in den Rachen zu werfen, und es kann mich nicht freuen, die Stangen vor dem Kuhthor, an denen meine Sach' hängt, wieder einzureißen, eh' der Wind das Garn trocken weht.«

»Halten wir nur zusammen,« rieth der Aeltere »Die Leute trauen sich nur nicht mit ihrer wahren Meinung heraus und jeder lumpige Habenichts möchte den Helden spielen. Aber ich sage euch, es finden sich in jedem Bon und jeder Zunft und selbst im Rath und unter den Bürgemeistern verständige Männer genug.«

»Still,« flüsterte der zweite Bürger, »da kommt der van der Werft mit dem Stadtsekretär und dem jungen Herrn van der Does; das sind die Schlimmsten von Allen.«

Die drei Genannten kamen in eifrigem, aber leisem Gespräch die breite Straße herunter.

»Mein Oheim hat Recht, Meister Peter,« sagte Jan van der Does, derselbe hochgewachsene Herr, welcher am Morgen dieses Tages Nicolas van Wibisma mit einer guten Mahnung heimgesandt hatte. »Es hilft nichts, Ihr müßt den Prinzen aufsuchen und mit ihm zu Rath gehen.«

»Wohl muß ich's,« entgegnete der Bürgemeister. »Morgen brech' ich auf.«

»Nicht erst morgen,« fiel ihm der Stadtsekretär in's Wort. »Der Prinz reitet schnell, und wenn Ihr ihn in Delft nicht mehr findet . . .«

»Geht Ihr mir voran,« bat van der Werff, »Ihr habt das Protokoll unserer Sitzung.«

»Ich kann nicht; aber Euch, dem Freunde des Prinzen, fehlt heute, heute zum ersten Male der gute Wille.«

»Ihr habt Recht, Jan,« rief der Bürgemeister, »und Ihr sollt auch wissen, was mich zurückhält.«

»Sind's Dinge, die ein Freund Euch abnehmen kann; hier steht er,« sagte der Herr von Nordwyk.

Van der Werff schlug in die Hand, welche der Junker ihm darbot und gab lächelnd zurück: »Nein, Herr, nein. Ihr kennet mein junges Weib. Heute sollten wir den ersten Hochzeitstag feiern und ich, ich hatt' es über all' den Sorgen schmählich vergessen.«

»Hart, hart,« sagte der Stadtsekretär leise. Dann richtete er sich gerade auf und fügte entschieden hinzu: »Und doch! Wäre ich wie Ihr, so würde ich reiten, trotz Frau Maria.«

»So würdet Ihr heute reiten?«

»Heute, denn morgen kann es zu spät sein. Wer weiß, wie bald uns der Ausgang verlegt wird, und ehe wir von Neuem das Aeußerste wagen, gilt es, des Prinzen Ansicht zu kennen. Er ist der Kopf, wir sind die Hände. Ihr, Herr, steht ihm näher, als einer von uns.«

»Und Gott weiß, wie gern ich ihm ein gutes Wort in diesen traurigen Stunden brächte; aber heute soll's wohl nicht sein. Der Bote ist auf meinem Braunen weiter geritten.«

»So nehmt meinen Fuchs, er ist ohnehin schneller,« sagte Janus Dousa, und van der Werff entgegnete schnell:

»Dank, Herr. Morgen in aller Frühe lass' ich ihn holen.«

Dem Stadtsekretär trat das Blut in den Kopf. Unwillig stieß er die Hand zwischen Gürtel und Wamms und rief: »Schickt mir den Fuchs, Junker, wenn der Herr Bürgemeister mir Urlaub ertheilt.«

»Nein, sendet ihn mir,« fiel ihm Peter gelassen in's Wort. »Was sein muß, muß sein; ich reite noch heute.«

Van Hout's männliche Züge glätteten sich schnell, und indem er des Bürgemeisters Rechte mit beiden Händen erfaßte, sagte er froh:

»Habt Dank, Herr Peter. Und nichts für ungut; Ihr kennet den Hitzkopf. Schickt Eure junge Frau, wenn die Zeit ihr lang wird, zu meiner.«

»Und zu der meinen,« fügte Dousa hinzu. »'s ist doch ein seltsam Ding um die beiden Wörtchen ›mag‹ und ›soll‹. Je freier und besser ein Mensch wird, desto sicherer wird bei ihm das Erste der Sklave des Zweiten.«

»Und doch will ich wetten, Herr Peter, daß Euer Weib heute beide Worte verwechseln und glauben wird, Ihr hättet Euch gegen das ›Soll‹ gar gröblich vergangen. Für das ›Mag‹ sind jetzt schlechte Zeiten.«

Van der Werff nickte zustimmend und legte dann den Freunden kurz und entschieden dar, was er dem Prinzen zu eröffnen gedachte.

Vor seinem Hause trennten sich die drei Männer.

»Kündet dem Herrn,« sagte van Hout beim Abschied, »wie wir auf das Schlimmste gefaßt sind: wir wollen's bestehen und wagen.«

Janus Dousa maß bei diesen Worten seine beiden Genossen mit den Augen, seine Lippen zuckten wie immer, wenn eine starke Erregung sein Herz erfaßte, und aus seinem klugen Antlitz leuchteten Freude und Zuversicht, als er ausrief: »Wir Drei halten aus, wir Drei stehen fest auf den Füßen, uns kann der Tyrann den Nacken wohl brechen, aber beugen soll er ihn nicht. Leib und Leben, Hab' und Gut, was dem Menschen lieb ist und werth und dienlich, wir geben es hin für das höchste der Güter.«

»Ja,« sagte van der Werff ernst und laut, und der Stadtsekretär wiederholte feurig: »Ja, ja und zum dritten Mal ja.«

Einen Augenblick ruhten die Hände der gleichgesinnten Männer fest in einander. Ein stummer Eid verband sie in dieser Stunde, und als dann der Herr von Nordwyk sich hierhin und van Hout sich dorthin wandte, da meinten die Bürger, welche ihnen begegneten, ihre hohen Gestalten seien in den letzten Stunden gewachsen.

Der Bürgemeister begab sich ohne Säumen in die Kammer seiner Frau, aber er fand sie dort nicht.

Sie war mit seiner Schwester vor das Thor gegangen.

Die Magd trug ein Licht in sein Zimmer; er folgte ihr, untersuchte die großen Schlösser seiner Pistolen, schnallte den alten Degen um, legte, was er bedurfte, in die Satteltasche und ging dann, hoch aufgerichtet und ganz von seiner Aufgabe erfüllt, nachdenkend auf und nieder.

Der Fuchs des Herrn von Nordwyk stampfte das Pflaster vor der Thür und über den Dächern stand der Abendstern.

Jetzt ging die Hausthür.

Er trat auf die Flur, aber er fand dort nur Adrian, welcher nach Hause kam, nicht seine Gattin.

Nun trug er dem Knaben auf, die Mutter herzlich zu grüßen und ihr zu sagen, daß er den Prinzen in wichtigen Geschäften aufsuchen müsse.

Die alte Magd hatte die kleine Elisabeth schon gewaschen und entkleidet. Jetzt trug sie ihm das in eine Decke gewickelte Kind entgegen. Er küßte das liebe Köpfchen, welches ihm aus der seltsamen Vermummung entgegenlachte, drückte die Lippen auf Adrian's Stirn, befahl ihm noch einmal, die Mutter zu grüßen, und ritt dann die Marendorpstraße hinunter.

Zwei Frauen kamen ihm, als er bis zum Stephanskloster gelangt war, vom Rheinsburgerthor her entgegen. Er bemerkte sie nicht, aber die jüngere von ihnen schob das Kopftuch zurück, schaute ihm nach, schlug die Finger schnell und fest um das Handgelenk ihrer Begleiterin und rief leise:

»Das war Peter!«

Frau Barbara hob den Kopf und entgegnete:

»Gut, daß ich nicht schreckhaft bin! Laß nur meinen Arm los! Meinst Du den Reiter, der da an dem St. Ursulagäßchen vorbeitrabt?«

»Ja, es ist Peter.«

»Thorheit, Kind! Der Braune hat kürzere Beine als das hohe Kamel dort; und zu dieser Stunde reitet Peter niemals in's Freie.«

»Aber er war es.«

»Bewahre uns Gott! Bei Nacht sieht die Linde aus wie die Buche. Wenn er heute nicht heimkommen wollte, – das wäre 'was Schönes!«

Die letzten Worte waren Frau Barbara wider Willen über die Lippen geflossen; denn sie hatte sich bis dahin klüglich das Ansehen gegeben, als ahne sie nicht, daß zwischen Maria und ihrem Gatten nicht Alles sei, wie es sollte, und dennoch lag ihr das, was in ihrer jungen Schwägerin vorging, klar vor Augen.

Sie war eine kluge und welterfahrene Frau, welche ihren Bruder und seine Bedeutung für die Sache des Vaterlandes wahrlich nicht unterschätzte; ja, sie ging so weit, zu glauben, daß außer dem Prinzen von Oranien kein Mensch auf Erden geschickter sei, die Sache der Freiheit zum guten Ende zu führen, als Peter; aber sie fühlte, daß ihr Bruder nicht recht gegen Maria handle, und weil Barbara ein billig denkendes Weib war, so nahm sie stillschweigend Partei gegen den seine Frau vernachlässigenden Mann.

Eine Zeitlang gingen Beide schweigend neben einander her.

Endlich blieb die Wittwe stehen und sagte:

»Vielleicht hat der Prinz Peter zu sich entboten. In solchen Zeiten, nach solchen Schlägen ist Alles möglich. Es könnte doch sein, daß Du richtig gesehen hast.«

»Er war es gewiß,« entgegnete Maria bestimmt.

»Der arme Schelm!« gab die Andere zurück. »Das muß ein saurer Ritt für ihn sein! Viel Ehr', viel Beschwer. Du hast keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen, denn Dein Mann kommt morgen oder übermorgen wieder; aber ich – sieh' mich an, Maria! Straff und grad gehe ich durch's Leben, thue froh, was meine Pflicht ist; meine Backen sind roth, und das Essen schmeckt mir, und doch hab' ich mein Bestes hingeben müssen. Zehn Jahre trag' ich mein Wittthum; mein Gretchen hat man mir fortgeheirathet, und den Kornelius schickte ich selbst zu den Geusen auf's Meer. Jede Stunde kann ihn mir nehmen, denn sein Dasein ist lauter Gefahr. Was hat eine Wittwe, als ihren einzigen Sohn?! Und ich gab ihn hin für die Sache des Landes! Das ist schwerer, als einen Mann am Hochzeitstage auf ein paar Stunden ausreiten sehen. Er thut es ja wahrhaftig nicht zu seinem Vergnügen!«

»Da sind wir zu Hause,« sagte Maria und rührte den Klopfer.

Trautchen öffnete und schon auf der Schwelle rief ihr Barbara entgegen:

»Ist der Herr daheim?«

Die Antwort fiel verneinend aus, wie auch sie es nun nicht anders erwartet hatte.

Adrian bestellte seine Grüße; Trautchen trug das Abendbrod auf, aber über »Ja« und »Nein« wollte das Gespräch nicht hinaus.

Nachdem Maria den Segen rasch vor sich hingesprochen, stand sie auf und sagte, indem sie sich an Barbara wandte:

»Das Haupt thut mir weh, ich möchte in's Bett.«

»So geh' nur zur Ruh'!« entgegnete die Wittwe. »Ich schlaf' in dem Nebenstübchen und lasse die Thür auf. Im Dunkeln und Stillen – da kommen die Grillen.«

Maria küßte ihre Schwägerin mit aufrichtiger Wärme und legte sich nieder; aber sie fand keinen Schlaf und warf sich bis gegen Mitternacht unruhig hin und her.

Als sie Barbara in dem Nebenzimmer husten hörte, richtete sie sich auf und fragte:

»Schwägerin, schläfst Du?«

»Nein, Kind. Fühlst Du Dich unwohl?«

»Das nicht; aber mir ist so bang – mich quälen böse Gedanken.«

Barbara zündete sogleich die Kerze an dem Nachtlicht an, trat mit ihr in das Schlafgemach und setzte sich auf den Rand des Bettes.

Es schnitt ihr in's Herz, wie sie das junge, liebliche Wesen ansah, das da kummervoll und einsam auf dem breiten Lager ruhte und vor bitterem Herzweh nicht schlafen konnte.

So holdselig-schön war ihr Maria noch niemals erschienen. Wie ein trauernder Engel lag sie da in ihrem weißen Nachtgewand auf den weißen Kissen.

Barbara konnte sich nicht enthalten, ihr das Haar von der schmalen Stirn zu streichen und ihre leicht geröthete Wange zu küssen.

Maria blickte ihr dankbar in die kleinen hellblauen Augen und sagte bittend:

»Ich möchte Dich etwas fragen.«

»Nun?«

»Aber Du sollst mir redlich die Wahrheit sagen.«

»Viel verlangt!«

»Ich weiß ja, daß Du aufrichtig bist, aber es gibt doch –«

»Nur heraus mit der Sprache!«

»Ist Peter mit seiner ersten Frau glücklich gewesen?«

»Ja, Kind, ja.«

»Und das weißt Du nicht nur von ihm, sondern auch von der verstorbenen Eva?«

»Ja, Schwägerin, ja.«

»Und Du kannst Dich nicht irren?«

»Nein, in diesem Falle gewiß nicht! Aber was bringt Dich auf solche Gedanken? ›Laß die Todten ihre Todten begraben!‹ heißt es in der Schrift. Nun wende Dich um und versuche zu schlafen!«

Barbara ging in ihr Zimmer zurück, aber Stunden vergingen, ehe Maria den Schlummer fand, welchen sie suchte.

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