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Die Drei in der Nacht

Max Brand: Die Drei in der Nacht - Kapitel 40
Quellenangabe
authorMax Brand
titleDie Drei in der Nacht
publisherVerlag von Th. Knaur Nachf
yearo.J.
translatorHellmuth Wetzel
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20180225
projectid30d7648f
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Neununddreißigstes Kapitel.
Der Arroyo

Fast im gleichen Augenblick war er auch schon hinter den wallenden Regenvorhängen verschwunden. Mac Strann hielt allein in den Ruinen.

Es ist ein merkwürdiger Umstand, daß in Zeiten der Gefahr ein Kind hinreichend ist, um einem starken Mann neuen Mut einzuflößen. In kritischen Augenblicken stellt sich eine wunderbare innere Gemeinschaft zwischen zwei Menschen ein, selbst wenn sie sonst nicht zueinander passen. Und als Haw-Haw Langley in der grauen Nässe draußen verschwunden war, fühlte sich Mac Strann plötzlich nicht allein, sonderbar einsam und nackt, von diesem Augenblick an schien das Brüllen und Rauschen des Regens etwas Feindseliges und Drohendes zu bekommen.

Niemals in seinem Leben hatte er vor irgendeinem lebenden Wesen Furcht gehabt, aber jetzt fühlte er eine merkwürdige Leere in der Magengegend und sein Herzschlag flatterte unstet wie ein Vogel. Er wünschte sich weit weg.

Mit einem klaren Himmel über dem Kopf – ja, das wäre eine ganz andere Sache gewesen –, aber Gott hatte diesen Tag so geschaffen. Die ganze Erde schien nur eine Szenerie für seinen Tod, deshalb nur peitschte der Regen mit solcher Wut den Boden. Er blickte hinunter. Nach seinem Tode würde der Wind immer noch diese schmutzigen Pfützen in Schaum verwandeln. Jawohl, um ihn herum würde alles noch so sein, wie es in diesem Augenblicke war. Er war dann dahin, aber der Himmel und die empfindungslose Erde blieben unverändert zurück. Plötzliche Sehnsucht befiel ihn nach seiner Hütte in den Bergen hinten, wo der Kaffeekessel über dem Feuer sang – dem guten, warmen, gelben Feuer, das zwischen den Steinen der Herdstelle rauchte. Und die kostbaren Felle, die auf ihren Spannbrettern an der Wand der Hütte lehnten, um zu trocknen – mit einemmal kam das alles überwältigend in seine Erinnerung zurück.

Warum war er bloß hier, wenn er weit weg, dort oben, hätte sein sollen, damit beschäftigt, sein Dach gegen den gießenden Regen abzudichten. Nein, dort oben regnete es sicher nicht. Die Berge waren nicht so ungastlich. Ihre ragenden Gipfel wehrten die unwetterschwangeren Wolken ab. Nur diese Ebene, diese niedrigen Hügel waren der Platz der Verdammnis.

Er warf sein Pferd herum, setzte die Sporen ein und mit gesenktem Kopf dem salvenartig prasselnden Unwetter Trotz bietend, jagte er davon – entgegengesetzt der Richtung, in der Haw-Haw Langley verschwunden war. Sein Kurs ging gerade, wie ein Vogel fliegt, nach der Seite, wo in den fernen Bergen seine Hütte lag.

Von Zeit zu Zeit klatschten die Hufe seines schweren Gauls in eine mächtige Pfütze und sandten einen Schauer schmutzigen Wassers empor, das knatternd auf seinen Regenmantel fiel und sein Gesicht peitschte wie feindliche Hände. Alles schien verbündet zu sein, um ihn nicht entrinnen zu lassen.

Indessen verhalf ihm die Flucht zu einem wohltuenden Gefühl des Aufatmens und der Sicherheit. Er mäßigte den Schritt seines Pferdes zu einem gleichmäßigeren Galopp und statt blindlings weiter zu jagen, blinzelte er in den Regen hinaus, um den größeren Pfützen aus dem Wege zu gehen.

Das Unwetter ließ vorübergehend nach, es wurde etwas heller und er erhaschte einen Blick auf die freundlichen, schutzverheißenden Berge ringsherum. Er steuerte auf sie zu, da traf von rückwärts her ein schrilles Pfeifen seine Ohren. Augenblicklich brachte er sein Pferd zum Stehen und horchte, während ihm das Herz im Halse hämmerte. Es war doch unmöglich, daß der Kerl trotz des Regens seinen Spuren gefolgt sein konnte. Wenn der Werwolf fähig war, auch auf einer Ebene, die vom Wasser überschwemmt war, eine Spur zu wittern, dann konnten die beiden immerhin ebensogut sich Haw-Haw Langley an die Fersen geheftet haben. Es bestand doch kein Grund, gerade ihm zu folgen.

Das Pfeifen? Nun, schön. Der Pfeifer war weit, weit weg, wo das Unwetter am dicksten war, und es war nur irgendeinem Zufallsspiel des Echos zu verdanken, daß der Ton gegen den Wind heraufgetragen wurde. Und trotzalledem blieb er mit straff angezogenen Zügeln stehen und lauschte aus Leibeskräften.

Da war es wieder! Unvermutet wie vorher, scharf und schneidend wie ein Lichtstrahl in pechschwarzer Nacht, und Mac Strann beugte sich mit einem Stöhnen im Sattel vor und trieb dem Pferd die Sporen bis zu den Absätzen in die Weichen. Im selben Augenblick schloß sich der Regenvorhang wieder über den Bergen. Ein frischerer Wind sprang auf und trieb ihm die Tropfen hageldicht ins Gesicht. Wieder wurde das Brüllen und Rauschen um ihn herum so stark, daß kein Ton von rückwärts ihn erreichen konnte.

Das war nur schlimmer. Solange er das Pfeifen hören konnte, wußte er auch, wieviel Zwischenraum noch zwischen ihm und dem Verfolger lag, aber jetzt, wo der Lärm seine Ohren betäubte, konnte er überall sein, vielleicht sogar schon ihm unmittelbar im Nacken sitzen. Wieder und wieder sah er sich um, versuchte mit herausquellenden Augen die Nebelschwaden zu durchdringen. Noch war er in Sicherheit. Noch war der Henker nicht in Sicht, und dennoch konnte er dicht hinter der niederströmenden Regenmauer reiten.

Sein Pferd kam plötzlich zum Stillstand. Es stemmte alle vier Hufe nach vorne, um zu bremsen, und trieb, über den schlüpfrigen Boden rutschend, eine Wolke schmutzigen Wassers auf. Es hatte gerade noch im letzten Augenblick haltgemacht. Schon stand es bis über die Knie im Wasser. Vor Mac Strann lag ein weiter Arroyo, einer der heimtückischen Wasserläufe, die bei gewöhnlichem Wetter trocken daliegen, wie die Einöde rings um sie her, jetzt aber war das Wasser aus einem meilenweiten Umkreis in sein steiniges Bett zusammengeflossen und ein brausender Strom schoß zwischen den Ufern dahin. Der Regen krachte und prasselte auf dem Wasserspiegel mit dem Geräusch von Äxten, die in splitterndes Glas fallen, und es goß jetzt so furchtbar, daß Mac Strann, er mochte starren, soviel er wollte, das andere Ufer nicht erblicken konnte.

Er betrachtete prüfend die Strömung, um zu sehen, ob sein Pferd ihrer Herr werden konnte, und während er noch starrte, wirbelte der Stumpf einer Pappel den Strom herunter, traf irgendwo auf dem Flußgrund auf einen Felsen, fuhr unter der Wucht des Stoßes wie eine Rakete aus dem Wasser, fiel klatschend zurück und verschwand gleich darauf wirbelnd im Regendampf.

Kein Pferd gab es, das lebendig einer solchen Strömung entrinnen konnte, aber es war möglich, daß der Arroyo eine Biegung machte, die Mac Strann den Weg in die Berge freigab. Er warf sein Pferd herum und jagte verzweifelt am Ufer entlang. Vergebens. Der Strom bog plötzlich in einem scharfen Winkel zurück und trieb ihn so weiter und weiter dahin zurück, wo sein Verfolger erscheinen mußte. Er zügelte sein Pferd und ritt in der entgegengesetzten Richtung. Gewiß mußte es auf dieser Seite einen Ausweg geben. Er ritt wie ein Verzweifelter, denn der vergebliche Weg hatte ihn kostbare Zeit vergeuden lassen. Vielleicht ließ sie sich noch einholen. Ah, jawohl, hier bog der Strom scharf in der Richtung um, in der er zu reiten wünschte. Er ritt, wie lange, wußte er nicht, denn Sekunden waren jetzt für Mac Strann länger als Minuten.

Und dann änderte das Flußufer noch einmal die Richtung. Er dachte, es könne nur eine kleine Biegung sein, aber als er noch eine Weile länger das Ufer entlang geritten war, entdeckte er die Wahrheit. Der Arroyo beschrieb einen weit ausholenden, scharf geknickten Bogen. Gleichgültig, auf welcher Seite er das Ufer umritt, es bedeutete immer nur, daß er sich freiwillig Dan Barry in die Arme warf.

Er schlug sich mit der Hand gegen die Stirn, warf zähneknirschend sein Pferd herum und galoppierte zu der Stelle zurück, an der er zuerst das Wasser erreicht hatte. Sein fiebriges Hirn redete ihm ein, daß vielleicht in der Zwischenzeit die Gewalt der Strömung an dieser Stelle nachgelassen haben könne – daß er vielleicht fähig war, sie zu durchschwimmen. Er trabte am Ufer hin und her und beobachtete in wilder Erregung die Strömung. Auf den ersten Blick schien sie so friedlich zu sein, daß er bereits im Begriff war, das Pferd in den breiten, braunen Strom hineinzutreiben. Aber als er eben die Zügel lockern wollte, öffnete sich mitten im Wasser mit häßlichem Schmatzen ein Loch, erweiterte sich mit wirbelnden Rändern und wuchs sich rasch zu einem tiefen, gurgelnden Trichter aus. Mac Strann zog die Zügel wieder straff und wartete.

Der Regenvorhang hob sich, es wurde verhältnismäßig heller und endlich konnte er wieder weit über die Ebene hinaus sehen. Er erblickte nichts als graue, regengepeitschte Einöde, aber gleichzeitig drang wieder das Pfeifen an seine Ohren, das in wirbelnden, aufpeitschenden Läufen dicht neben ihm aus den Nebeln zu kommen schien. Und dann tauchte in der Ferne gespenstisch und verschwommen die Gestalt eines Reiters auf, der dem Winde Trotz bietend, ihm gerade entgegenstürmte. Das Pfeifen zitterte und brach ab. Und statt dessen zerschnitt das langgezogene Heulen eines Wolfes die Luft. Mac Strann schüttelte halb von Sinnen drohend die Faust hinüber. Mann oder Tier hätten ihn niemals in die Flucht getrieben – aber ein Wolfsmensch! –, er warf sein Pferd wieder herum und der Gefahr nicht mehr achtend, trieb er es ins Wasser.

Der schmatzende Trichter des Wirbels war verschwunden. Er war tiefer den Fluß hinuntergeglitten und hatte etwas ruhigeres Wasser hinterlassen. Infolgedessen kam das Pferd zunächst gut vorwärts, bis Mac Strann deutlich das andere Ufer vor sich sehen konnte. In überströmender Freude brüllte er seinem Gaul einen ermunternden Ruf zu und hob sich in den Bügeln, um ihm die Last zu erleichtern. Fast im selben Augenblick gerieten sie in stärkeren Strom und der Anprall traf sie wie ein Schlag. Das Wasser schloß sich über ihren Köpfen.

Allerdings nur für einen Augenblick, dann tauchten sie beide wieder auf. Das Pferd behauptete sich mit mutig aufgestellten Ohren und schnaubenden Nüstern gerade mit dem Kopf über dem Wasserspiegel. Mac Strann glitt aus dem Sattel, hielt sich mit einer Hand am Sattelknopf fest und riß sich mit der anderen alles, was ihn übermäßig belasten konnte, vom Körper. Der Regenmantel kam zuerst. Mit einem Ruck hatte er ihn von Hals und Schultern weggerissen, die Strömung packte ihn und wirbelte ihn hinweg. Dann hantierte er fieberhaft an der Schnalle seines Gürtels und ließ ihn samt den Revolvern ins Wasser sinken. Jetzt war er frei und holte mit der freien Hand und den Beinen in mächtigen Stößen aus, um dem Pferd beim Schwimmen zu helfen. Sie kamen jetzt bemerkenswert rasch von der Stelle.

Die Strömung trug sie natürlich weiter und weiter flußabwärts, aber sie hatten jetzt die Mitte des Flußbetts erreicht, und obwohl das Wasser wütend über den Rücken des Pferdes hinweg kochte und schäumte, näherten sie sich immer mehr dem reitenden Ufer.

Ein Zufall wollte, daß Mac Strann trotzdem das Spiel verlor. Ein Gegenstand schoß den Fluß herunter – Mac Strann erblickte ihn einen Augenblick zu spät –, ein riesiger Klotz, der, wie von einer lebendigen Kraft getrieben, über die Oberfläche des Wassers dahinschoß. Wie ein Pfeil jagte er gerade auf die beiden zu. Mac Strann kämpfte sich hoch – er schrie das Pferd an, als ob die arme Kreatur fähig wäre, seinen Warnungsruf zu verstehen, da war der Baumstamm schon bei ihnen angelangt und wie abgezirkelt traf er das Pferd auf den Kopf, mit einem dumpfen Krach, der selbst im Lärm des Wassers hörbar war. Das Tier versank, als wäre es aus Blei und zog Mac Strann mit sich unter Wasser.

Er tauchte noch einmal auf, grimmig und hoffnungslos um sein Leben kämpfend. Denn er war wieder in die Mitte des Stroms hinausgewirbelt worden und wurde ohne Erbarmen flußabwärts gefegt. Es war, als ob im Flußbett unsichtbare Hände verborgen wären, die jedesmal, wenn er versuchte, sich einen Weg nach dem Ufer hin zu erkämpfen, seine Beine packten und ihn zurückzerrten. Seine Arme fingen an abzusterben. Noch einmal hob er den Kopf, um einen Punkt zu erspähen, wo das Ufer am weitesten in die Strömung hineinragte und seinen letzten Kampf zu kämpfen.

Da sah er gleich neben sich einen schwarzen Kopf das Wasser durchschneiden, und neben dem Pferd, mit einer Hand sich an der Mähne festhaltend, schwamm ein Mann. Im selben Augenblick faßte ein fester Griff Mac Stranns Kragen, und er fühlte, wie er langsam gegen den Strom gezogen wurde.

In der betäubenden Überraschung des ersten Augenblicks war er unfähig, selbst für seine Rettung zu kämpfen und infolgedessen wurden sie alle drei hoffnungslos stromabwärts gespült, aber ein schriller Warnungsruf seines Retters brachte Mac Strann rasch genug dazu, mit aller Kraft seiner riesigen Glieder den Kampf wieder aufzunehmen. Von da an kämpften sie sich stetig dem Ufer entgegen. Der schwarze Gaul schwamm mit wunderbarer Ausdauer und da er den beiden Männern half, die Gewalt der Strömung zu brechen, hatten sie in kurzer Zeit eine flache Stelle erreicht, wo das Wasser mit geringerer Gewalt dahinschoß. Und gleich darauf stand Mac Strann auf festem Boden und richtete aus seinen trüben Augen einen Blick der Verwunderung auf Dan Barry, der vor ihm stand, sein schnaufendes Pferd am Zügel haltend. Dan hatte noch nicht einmal seinen Mantel abgeworfen, ehe er sich in den Fluß wagte – wenn er Mac Strann retten wollte, konnte er sich dazu nicht die Zeit nehmen. Und jetzt warf er die Falten des triefenden Kleidungsstücks zurück, um die Arme frei zu bekommen. Er atmete schwer, der Kampf mit dem Fluß war wild gewesen, aber er trug den Kopf hoch, ein seltsames Lächeln irrte um seine Mundwinkel und in seinen Augen sah Mac Strann ein gelbes Licht aufglühen, ein Zeichen der Gefahr.

Barry zog seine beiden Revolver aus den Halftern, den einen behielt er selbst. Den anderen warf er Mac Strann zu, der automatisch die Hände ausstreckte und ihn auffing.

»Nun«, sagte Barrys sanfte Stimme, »sind wir beide gleichbewaffnet, – Bart, kusch ...« denn der Wolfshund kroch in einer unmißverständlichen Haltung auf Mac Strann zu – »und da ist der Hund, auf den Ihr geschossen habt. Wenn Ihr mich auf den Rücken legt, könnt Ihr mit dem nächsten Schuß Bart umbringen, wenn ich Euch auf den Rücken leg', werden Euch im nächsten Augenblick Barts Zähne in der Kehle sitzen. Stellt Eure Bedingungen, Mann, kämpft wie Ihr wollt, mit dem Messer, wenn Euch das mehr zusagt, oder –« und hier flackerte die gelbe Flamme in seinen Augen furchtbar auf, »mit den bloßen Händen.«

Mac Stranns dumpfes Hirn begriff langsam die furchtbare Wahrheit: Der Mann hatte ihn vom Ertrinken gerettet, um ihn auf dem trockenen Land ums Leben zu bringen.

»Barry,« sagte er langsam, »'s war deine Kugel, die Jerry niedergestreckt hat, aber du hast heute deine Schuld bezahlt. 's ist weiß Gott kein Grund mehr zum Kämpfen. Da ist dein Revolver.«

Und damit warf er die Waffe vor Barrys Füße in den Schmutz, drehte sich auf dem Absatz 'rum und stolperte schwerfällig in den Regen hinein. Er erhielt keine Antwort mehr. Das einzige, was er hinter sich hörte, war ein schrilles Aufwinseln der Wut, das Black Bart ausstieß, und dann ein scharfer Befehl: »Kusch!« von seinem Herrn. Noch einmal blickte Mac Strann zurück, ehe der Regen sich hinter ihm wie ein Vorhang schloß. Da stand der seltsame Mensch noch immer, der Wolf kauerte zu seinen Füßen, Mac Strann sah seine Fangzähne leuchten und trotz des Trommelns des Regens drang sein drohendes Knurren zu ihm hin. Mac Strann machte kehrt und stapfte schwerfällig in das Unwetter hinein.

Und Dan Barry? Zweimal hatte einer mit der Waffe in der Hand vor ihm gestanden und zweimal hatte er trotzdem den Gegner nicht töten können. Verwunderung stieg in ihm auf, Verwunderung und eine beklemmende Angst. Ließ er die Wildnis im Stich, ließ die Wildnis ihn im Stich? Schlossen sich die Fesseln des Alltags jetzt auch um seine Glieder, um ihn in ein zahmes und schmieriges Leben hinunterzuziehen? Ein wilder Haß gegen alle Menschen, gegen Mac Strann, Daniels, Kate, selbst gegen den armen alten Cumberland stieg heiß und brennend in seiner Brust hoch. Menschliche Kraft konnte ihn nicht bändigen; aber wie kam es, daß ausgerechnet ihre Schwäche ihn entwaffnete? Er schwang sich wieder auf Satans Rücken und ritt wütend in das Unwetter hinein.

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