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Die Brixiade

Joseph von Lauff: Die Brixiade - Kapitel 15
Quellenangabe
typepoem
booktitleDie Brixiade
authorJoseph von Lauff
firstpub1915
year1937
publisherG. Grote'sche Verlagsbuchhandlung
addressBerlin
titleDie Brixiade
pages1-150
created20051008
sendergerd.bouillon
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Ausklang

        Nun hab' ich mein Lied gesungen,
Ein fahrender Gesell;
Dem Herzen ist es entsprungen,
Gleichwie dem Felsen der Quell.
Geboren aus kernigem Stamme,
Vom Segen der Kelter umtrauft,
Erhielt es das Weinchen als Amme
Und ward auch mit diesem getauft.
Des Moselweins trefflichste Kenner
Betreuten sein jugendlich Nest,
Und solche, als trinkfeste Männer,
Sind auch seine Paten gewest.
Wie die Finken schlagen im Walde,
Wie die Lerchen jubeln im Blau,
So fröhlich über die Halde
Und über die blumige Au,
So hin durch verträumte Gehege,
Durch Schenken und Wald und Feld,
So über Wege und Stege
Soll's wandern in alle Welt.
Frei, fröhlich und sonder Bande,
So zieh denn, mein Moselkind,
Und grüße mir alle im Lande,
Die guten Willens sind.
Wenn dir aber einer begegnet
Mit kritischem Distelstrauß,
Ihm frisch von der Leber entgegnet:
»Blas mir den Hobel aus!«
Mag ihn der Teufel holen,
Ihn und sein ganzes Sein . . .
Und hiermit Gott befohlen!
Es lebe der Moselwein!
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