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Gutenberg > Charles Baudelaire >

Die Blumen des Bösen

Charles Baudelaire: Die Blumen des Bösen - Kapitel 77
Quellenangabe
typepoem
titleDie Blumen des Bösen
authorCharles Baudelaire
translatorTherese Robinson
publisherGeorg Müller Verlag
addressMünchen
year1925
senderreuters@abc.de
created20040730
pfad/baudelai/blumen/book.xml
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Ein phantastischer Kupfer

Dies seltsame Gespenst, das nackten Leibes reitet,
Hat sich als einzigen Schmuck ums Knochenhaupt gebreitet
Ein Faschingsdiadem grausig und lachhaft fast;
Es treibt und hetzt sein Pferd in atemloser Hast,
Ein Pferd gespensterhaft, apokalyptisch düster,
Dem wie den Kranken rinnt der Schaum aus Mund und Nüster.
So sprengen sie dahin durch unbegrenzte Weiten,
Der wilde Huf zertritt Weltall und Ewigkeiten.
Der Reiter schwingt ein Schwert, das hell wie Flammen schimmert,
Hoch über allem Volk, das unterm Huf tritt wimmert,
Durcheilt, ein stolzer Fürst, sein weit Gebiet und schaut
Grabfelder eisigkalt, von Ewigkeit umgraut.
Da liegen hingestreckt im weisslichfahlen Lichte
Die Völker aller Zeit und jeglicher Geschichte.

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