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Gutenberg > Charles Baudelaire >

Die Blumen des Bösen

Charles Baudelaire: Die Blumen des Bösen - Kapitel 74
Quellenangabe
typepoem
titleDie Blumen des Bösen
authorCharles Baudelaire
translatorTherese Robinson
publisherGeorg Müller Verlag
addressMünchen
year1925
senderreuters@abc.de
created20040730
pfad/baudelai/blumen/book.xml
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Die Pfeife

Ich bin des Dichters Pfeife, und genau
Siehst du an mir, die stammt aus fremden Fluren,
Von meines Herren Leidenschaft die Spuren:
Dass er ein Raucher ist, trag' ich zur Schau.

Wenn Leid und Sorge sich um ihn verdichtet,
Dann dampf« ich wie ein grosser Küchenherd,
Darauf dem Arbeitsmann, der heimwärts kehrt,
Die brave Köchin treu das Essen richtet.

Ich wiege seine Seele und umschlinge
Sie mit dem Netz, das meinem Mund entsteigt,
In leichtem Blau sich um ihn hebt und neigt,

Und trage einen Traum auf luftiger Schwinge,
Der machtvoll ihn bezaubernd trägt empor,
Wenn sich in Müdigkeit sein Geist verlor.

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