Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Charles Baudelaire >

Die Blumen des Bösen

Charles Baudelaire: Die Blumen des Bösen - Kapitel 70
Quellenangabe
typepoem
titleDie Blumen des Bösen
authorCharles Baudelaire
translatorTherese Robinson
publisherGeorg Müller Verlag
addressMünchen
year1925
senderreuters@abc.de
created20040730
pfad/baudelai/blumen/book.xml
Schließen

Navigation:

Herbst-Sonett

»Du wunderlicher Freund, was bin ich dir?« –
Dein Blick, kristallklar, fragt's zu allen Stunden.
Sei hold und schweig! – Die Seele voller Wunden
Erträgt nur noch des Tieres dumpfe Gier.

Drum lass das höllische Geheimnis ihr,
Du, die mich lässt in langem Schlaf gesunden,
Rühr' nicht an Flammenworte, die bekunden,
Dass Geist und Leidenschaft nur Plage mir.

Liebe mich sanft! – Aus tückischem Revier
Hat düstern Amors Pfeil uns bald gefunden.
Sein Werkzeug, Wahn und Schmach, hab ich empfunden.

O bleiche Blume Marguerite, wir,
Wir beide sind nur Glanz aus Herbstesstunden,
O meine weisse, kühle Marguerite!

 << Kapitel 69  Kapitel 71 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.