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Gutenberg > Charles Baudelaire >

Die Blumen des Bösen

Charles Baudelaire: Die Blumen des Bösen - Kapitel 105
Quellenangabe
typepoem
titleDie Blumen des Bösen
authorCharles Baudelaire
translatorTherese Robinson
publisherGeorg Müller Verlag
addressMünchen
year1925
senderreuters@abc.de
created20040730
pfad/baudelai/blumen/book.xml
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Zu dem »Tasso im Gefängnis«

(Von Eugen Delacroix)

Der Dichter im Kerker, zerrissen und krank,
Ein Schriftstück zertretend in krampfhaftem Drang,
Misst scheu mit dem Blick, drin Schrecken entbrennen,
Die Stufen, die ihn vom Wahnsinn trennen.

Das trunkne Lachen, das ihm entfährt,
Vergebens dem Fremden und Furchtbaren wehrt,
Dem Zweifel, der Angst und den seltsamen Schauern,
Die vielgestalt ihn und scheusslich umlauern.

Der Geist, der in dumpfigen Käfig gesperrt.
Die Schreie und Fratzen, gehetzt und verzerrt,
Der Schwarm von Gespenstern, die toll ihn umstieben,

Dieser Träumer, durch Grauen vom Lager getrieben,
Dein Bild ist's, o Geist, der in Träume verstrickt,
Von der Wirklichkeit Mauern gelähmt und erstickt.

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