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Gutenberg > Charles Baudelaire >

Die Blumen des Bösen

Charles Baudelaire: Die Blumen des Bösen - Kapitel 102
Quellenangabe
typepoem
titleDie Blumen des Bösen
authorCharles Baudelaire
translatorTherese Robinson
publisherGeorg Müller Verlag
addressMünchen
year1925
senderreuters@abc.de
created20040730
pfad/baudelai/blumen/book.xml
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Das Lösegeld

Der Mensch hat, dass sein Lösegeld er zahl',
Zwei tiefe, reiche Felder Tuffsteinlandes,
Er muss sie mit dem Eisen des Verstandes
Aufwühlen und bebau'n gar viele Mal.

Damit er nur der kleinsten Rose Spriessen,
Nur weniger Halme Blühn und Wachsen schau,
Muss er mit seiner Stirne salzigem Tau,
Muss er mit Schweiss und Tränen sie begiessen.

Ein Feld heisst Liebe, und das andere Kunst.
Und wenn einst, Bösen schreckensvoll und Frommen,
Die Stunde des Gerichts herabgekommen,
Muss er, zu ringen um des Richters Gunst,
Ihm seine erntevollen Scheunen zeigen,
Mit Frucht und Korn und Blumen so gefüllt,
Dass sich, von Duft und Farbenrausch umhüllt,
Die Engel alle huldvoll zu ihm neigen.

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