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Gutenberg > Charles Baudelaire >

Die Blumen des Bösen

Charles Baudelaire: Die Blumen des Bösen - Kapitel 101
Quellenangabe
typepoem
titleDie Blumen des Bösen
authorCharles Baudelaire
translatorTherese Robinson
publisherGeorg Müller Verlag
addressMünchen
year1925
senderreuters@abc.de
created20040730
pfad/baudelai/blumen/book.xml
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Der Springbrunnen

Dein Aug' ist müd umschattet,
Mein Liebchen, schliess es zu,
Im Arm mir, sanft ermattet,
Die Lust geniesse du.
Lass uns dem Springbrunn lauschen,
Der unaufhörlich singt
Und heut mit sanftem Rauschen
Die Liebesnacht durchdringt.

         Der Strahl, der sprühend
         Zum Himmel steigt,
         Drin Phöbus blühend
         Vielfarbig sich zeigt,
         In Tränen verglühend
         Zur Erde sich neigt.

So deine Seele singend
Sich in Verzückung hebt
Und kühn sich aufwärts schwingend
Zu fernen Himmeln schwebt.
Um dann in müden Wellen,
Hinschmachtend erdenwärts,
In heimlichen Gefallen
Zu strömen in mein Herz.

         Der Strahl, der sprühend
         Zum Himmel steigt,
         Drin Phöbus blühend
         Vielfarbig sich zeigt,
         In Tränen verglühend
         Zur Erde sich neigt.

Du, hold die Nacht durchscheinend.
An deine Brust gelehnt
Lausch' ich dem Lied, das weinend
Aus Brunnentiefen tönt;
Und führ im Blätterschauern,
Im Quell, der raunend schwillt,
Der Mondnacht weiches Trauern,
Der Liebe Spiegelbild.

         Der Strahl, der sprühend
         Zum Himmel steigt,
         Drin Phöbus blühend
         Vielfarbig sich zeigt,
         In Tränen verglühend
         Zur Erde sich neigt.

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