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Die Bescholtenen

Eugen Hermann von Dedenroth: Die Bescholtenen - Kapitel 3
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typefiction
authorEugen Hermann von Dedenroth
titleDie Bescholtenen
publisherBibliothek der Unterhaltung und des Wissens
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firstpub1880
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2.

Eduard v. Trotten hatte schon früh Neigung für Botanik und Chemie gezeigt, sein Vater hatte die für einen wenig bemittelten Mann immerhin sehr bedeutenden Opfer gebracht, den Sohn studiren zu lassen, aber auch die freudige Genugthuung gehabt, von den Professoren zu hören, daß Eduard nicht nur ein fleißiger und strebsamer, sondern auch hervorragend begabter Schüler sei.

Eduard absolvirte seine Examina mit glänzendem Erfolge, und erhielt verhältnißmäßig früh den Doktorhut. Die Stadt G., in der sein Vater lebte, war kein unbedeutender Ort, aber doch eine Provinzialstadt, in welcher die Leute der verschiedenen Gesellschaftsklassen sich unter einander kennen und je nach ihrer Neigung in mehr oder minder lebhaftem geselligen Verkehr mit einander stehen. Major von Trotten war Mitglied mehrerer Vereine, er bekleidete verschiedene Ehrenposten und Vertrauensämter, er war allgemein geachtet, man interessirte sich daher auch für seine Familie und Eduard hatte in G. den Ruf eines vortrefflichen Sohnes, eines jungen Mannes, der zu den besten Hoffnungen berechtige; so mancher Vater, der eine heranreifende Tochter hatte, mochte wünschen, daß Eduard dieselbe einmal heimführe. So oft Eduard in den Ferien zum Besuche nach G. gekommen, fand er in zahlreichen Familien freundliche Aufnahme, seine Erscheinung bestätigte die Hoffnungen des Vaters, man sah ihn überall gern.

Vor einigen Monaten hatte er seine Studien beendet und war zum Doktor promovirt, er mußte sich jetzt darüber entscheiden, ob und wo er sich als Praktischer Arzt niederlassen wollte. Eduard hatte keine Abneigung dagegen, sich durch ärztliche Praxis eine Existenz zu schaffen, aber ein innerer Drang ließ ihm ein anderes Gebiet der Thätigkeit verführerischer erscheinen. Er hatte mit besonderer Vorliebe Chirurgie getrieben und sein Geist beschäftigte sich mit Ideen, Instrumente zu konstruiren, welche den Blick des Arztes in das Innere des menschlichen Körpers erleichtern, er hatte schon auf der Universität den Versuch gemacht, durch Spiegel-Reflexe ein Bild der Halsröhre zu erhalten. Um sich jedoch diesen Bestrebungen zu widmen, bedurfte er weiterer physikalischer und mechanischer Studien, da waren Reisen nöthig, um Celebritäten in diesen Fächern der Wissenschaft zu hören, da bedurfte er vor Allem der Mittel zu einer sorgenfreien Existenz. Er wußte aber, welche Opfer sein Vater schon für ihn gebracht und daß derselbe nun darauf rechnete, er werde sich selber ernähren können, er verschwieg den Seinigen daher den innersten Wunsch seines Herzens und machte Anstalt, einen Ort zu suchen, wo er mit der Aussicht, gute Praxis zu finden, sich niederlassen könne. In G. selbst erschien ihm das nicht rathsam, da daselbst eine Ueberfülle von Aerzten war und es ihm auch widerstrebte, sich den Bekannten seines Vaters als Arzt aufzudrängen, seine Praxis auf derartige Konnexionen zu gründen.

Da lernte er Marie Ebeling kennen und lieben. Es war nicht die Tochter des reichen Mannes, die er gesucht, derartige Spekulation war seinem Denken fremd, ihn bezauberte das schöne blühende Mädchen, er hätte sie erwählt, wenn sie auch die Tochter eines armen Mannes gewesen wäre. Im Gegentheil, er sagte sich selber, daß er Marie nicht heimführen dürfe, ehe er sich eine Existenz geschaffen habe, sein Selbstgefühl stellte ihm diese Bedingung. Er faßte es nicht als Ausdruck eitlen Hochmuthes aus, als Ebeling die Ansicht aussprach, Marie passe nicht zur Frau eines praktischen Arztes, der für einige Groschen selbst in der Nacht Jedem zu Diensten stehen müsse und dem Publikum mehr angehöre als seiner Frau, er gestand, welche geheimen Wünsche er hege und der Bankier ging sehr lebhaft auf seine Gedanken ein. »Das gefällt mir,« rief er, »das ist etwas Apartes. Da macht eine Erfindung Sie zu einer Berühmtheit. Mangel an Mitteln darf Sie von Ihrer Idee nicht zurückschrecken, die Kapitalisten sind dazu da, das Genie zu unterstützen.«

Der Hausarzt Ebeling's war Spezialist für Halskrankheiten, Eduard hatte mit ihm über seine Ideen gesprochen und der Arzt war seines Lobes voll – vielleicht weil es ihm lieber war, wenn der junge begabte Doktor sich derartigen Studien widmete, als wenn er ihm in der Praxis Konkurrenz machte, vielleicht aber auch aus edleren Motiven – genug, er äußerte sich derart über die Bestrebungen und Aussichten Eduard's, daß Ebeling nicht zweifelte, Eduard's Bild noch einmal unter den Porträts berühmter Männer in einem illustrirten Journal zu sehen, die Brust mit Orden geschmückt. Er bot Eduard seine Unterstützung an. Eduard lehnte dieselbe dankend ab, aber der Beifall des Arztes, das Zureden Ebeling's verführten ihn, seinem Lieblingswunsche Gehör zu geben und mit seinem Vater darüber zu sprechen, es ward ihm das um so leichter, als der Bankier ihm versichert hatte, jetzt, wo Trotten sein Vermögen ihm zur Verwaltung anvertraut, würden die Renten des Majors sich verdoppeln und verdreifachen. Trotten machte keinen Einwand. »Ich verstehe davon nichts,« sagte er, »Du mußt selbst der Schmied Deiner Zukunft sein und ich wäre ein schlechter Rechner, wollte ich, um jetzt einige hundert Thaler zu sparen, Dich hindern, aus der theuren Erziehung, die Du erhalten hast, die lohnendsten Früchte zu ziehen.«

Eduard bemerkte es in seiner Freude über die Zustimmung des Vaters nicht, daß derselbe diese Worte mit einem eigenthümlichen Ernste sprach, als halte ihn ein Gefühl, das er nicht äußern wollte, ab, seine Bedenken auszusprechen. Er war zu selig in dem Gedanken, Alles erreicht zu haben, wonach seine Seele gedürstet – das Jawort Mariens und die Erfüllung des Wunsches, sich ganz seinen Ideen widmen zu können.

Aber der Traum des Glückes sollte bald zerfließen, wenigstens in einer Beziehung, der Schlag traf ihn wie ein Blitz aus heiterem Himmel, daß er auf Mariens Hand verzichten solle! Selbst gestern noch, wo man seinen Besuch im Ebeling'schen Hause mit der Entschuldigung, Marie sei nicht ganz wohl, Herr Ebeling aber sehr beschäftigt, abgewiesen, hatte er nichts Böses geahnt, obwohl ihn die Art und Weise der Abfertigung peinlich berührte. Er wußte ja nichts von den geschäftlichen Differenzen, welche zwischen seinem Vater und Ebeling entstanden waren – jetzt hatte er Kenntniß davon, und je klarer er schaute, um so furchtbarer, vernichtender traf ihn der bittere Schlag. Jetzt war es ihm erklärt, wie es gekommen, daß der reiche, hochmüthige Mann ihm so rasch das Jawort gegeben, Ebeling hatte wohl weniger auf die Bitte der Tochter gehört, als daran gedacht, daß er sich mit dem Sohne auch den Vater kaufe.

Ja, »kaufe!« So hart, so bitter das Wort klang, es malte die Wahrheit. Wie Schuppen fiel es ihm von den Augen. Aus tausend kleinen Zügen, die ihm bis dahin unverständlich gewesen, die ihn peinlich berührt, die er aber weiter nicht beachtet, leuchtete ihm jetzt der Charakter Ebeling's so entgegen, wie ihn sein Vater geschildert. Hatte der Mann kein Ehrgefühl, scheute er selbst den Betrug nicht, um Gold zu erwerben, dann waren tausend gelegentliche Bemerkungen von ihm verständlich, welche oft genug Eduard's Befremden erregt. Und der Wille dieses Mannes sollte ihm seine schönste Hoffnung rauben, ihn elend machen, sollte grausam Mariens Glück zertreten? War sie denn ihres Vaters Sklavin? Hatte dieser ein Recht, sein gegebenes Wort zurück zu nehmen, ein heiliges Band zu zerreißen? Ein solches Recht hätte ihm doch nur eine unwürdige Handlung Eduard's gegeben, nicht aber der Verdruß über eine zerstörte Spekulation. »Nein« rief Eduard, »nein. Er überschreitet das Recht väterlicher Gewalt und Du brauchst Dich nicht zu fügen, Marie darf ihm trotzen.« Er griff zur Feder und schrieb in leidenschaftlichen Zeilen diese Erklärung an Marie nieder. Er beschwor sie, ihm die Treue zu bewahren, er werde niemals seine Rechte an sie aufgeben, es sei denn, daß ihr freier Wille dies fordere, und das sei unmöglich, denn alsdann hätte sie ihn nie geliebt.

Mit brennender Ungeduld erwartete Eduard die Antwort auf sein Schreiben, welches er einem Diener Ebeling's mit der Bitte zugesteckt, dasselbe nur an das Fräulein abzugeben, wenn sie allein sei.

Er erhielt eine doppelte Antwort. In der Morgenzeitung stand die Meldung von der aufgelösten Verlobung und durch die Post erhielt er sein Schreiben uneröffnet, aber neu couvertirt zurück. Auf der Kehrseite seines Briefes standen die Worte von Mariens Hand: »Der Wille meines Vaters ist auch der meine. Ich bitte, nicht wieder an mich zu schreiben. Marie Ebeling.«

Ja, es war ihre Handschrift, sein Auge täuschte ihn nicht. Welche Künste der Vater auch gebraucht haben mochte, seine Tochter zu solcher Handlung zu bewegen, das konnte ihre Schuld mehr oder minder verringern, aber niemals die schnöde That entschuldigen, denn es gab keine Gewalt, die ein freies Wesen zwingen konnte, wider seinen Willen solche Worte zu schreiben. Und die Handschrift verrieth nicht, daß ihre Seele erregt gewesen, die Schriftzüge waren dieselben wie sonst, keine Thräne hatte das Papier gefeuchtet. Kalt, ohne ein Wort der Klage zerriß sie das heilige Band, welches ihm in das innerste Herz gewachsen. Bitterkeit und Empörung waren in ihm fast gewaltiger als der Schmerz. – –

Eduard hatte vor einigen Tagen in einer größeren Zeitung zufällig ein Inserat gelesen. Der Magistrat von O., einer kleinen Provinzialstadt in Schlesien, forderte junge Aerzte auf, sich in O. anzusiedeln, da der kürzlich erfolgte Tod des bisher dort ansäßig gewesenen Doktors N. den Mangel an Aerzten daselbst doppelt fühlbar gemacht habe. Eduard hatte, als er das Inserat gelesen, den Gedanken gehabt, daß der in romantischer Gegend gelegene Ort gewiß ein angenehmer Aufenthalt für einen Arzt sei, besonders da reiche Gutsbesitzer in der Umgegend wohnten, jetzt griff er rasch entschlossen zur Feder, der Stadtbehörde seine Dienste anzubieten. Er fühlte einerseits das Bedürfniß, G., wo er Marien täglich begegnen konnte, so bald als möglich zu verlassen und dadurch auch allen Fragen und Bezeigungen der Theilnahme von Seiten seiner Bekannten auszuweichen, mochte Ebeling die Aufhebung der Verlobung erklären, wie er wollte. Andererseits aber hielt er es für richtig, durch die Entscheidung, die er über seine Zukunft traf, einer delikaten Erörterung mit seinem Vater vorzubeugen. Er hatte neue Unterstützungen von seinem Vater annehmen können, so lange er hoffen durfte, daß das Vermögen desselben durch die Hilfe Ebeling's reichere Zinsen abwerfen werde. Der Vater hatte zwar gesagt, er wolle sein Geld nicht aus dem Unternehmen Ebeling's zurückziehen, um darzuthun, wie er persönliche Beziehungen von amtlichen zu unterscheiden wisse, und daß ein Gebot der Amtspflicht nichts mit seinem persönlichen Vertrauen zu thun habe, es schien jedoch Eduard als das Richtigste, wenn er dem Vater Gelegenheit biete, sich von den Beziehungen zu Ebeling völlig frei zu machen, und wenigstens dafür Sorge trage, daß der Vater nicht etwa seinetwegen, um ihn weiter unterstützen zu können, mit seinem Vermögen spekulire. Mochte Ebeling darüber die Achseln zucken, daß er einen Broderwerb suchte, bei welchem er freilich für wenige Groschen Jedem auch zur Nachtzeit zu Gebote stand: es lag vielleicht doch in seiner Kraft, Bedrängten Dienste zu leisten, welche selbst der reiche Mann mit Gold nicht erkaufen kann und welche der Gerettete mit Dankesthränen lohnt. Hatte seine Neigung sich auch andere Ziele gesteckt, hatte er auch gehofft, in anderer Weise der Menschheit nützen zu können, so ruhte vielleicht gerade deshalb, weil das Schicksal ihn zu anderer Thätigkeit zwang, der Segen Gottes auf dem Streben, welchem er sich hingeben wollte, um sich eine unabhängige Existenz zu gründen.

Als der Brief abgeschickt war, theilte er den Seinigen mit, was er gethan. Margareth schaute ihn mit inniger Theilnahme an, sie fühlte, wie schwer ihm das Opfer war, das er gebracht, der alte Trotten aber verbarg seine Freude nicht. »Du wirst Deinen Entschluß nie bereuen,« sagte er, »wie schwer es Dir auch geworden sein mag, eitlen Hoffnungen zu entsagen. Jede Hoffnung ist eitel, die man auf einen glücklichen Zufall begründet, und das ist eine Entdeckung, eine Erfindung stets, – nur der Glückliche findet das, woran Tausende vergebens gearbeitet. Ich verstehe von der Sache nichts, aber ich habe gehört, daß gelehrte Leute sich schon lange darüber den Kopf zerbrechen. Das Erste für den Mann ist, sich eine Existenz zu gründen, dann mag er seinen Idealen nachgehen.«

Als Eduard jetzt die Bemerkung fallen ließ, der Vater könne nun seine Beziehungen zu Ebeling ganz abbrechen, schüttelte der alte Trotten verneinend den Kopf. »Ich glaube,« sagte er, »es wäre klug, wenn ich das thäte, ich fürchte sogar, ich verletze meine Pflicht gegen meine Kinder, wenn ich Ebeling mein erspartes Vermögen lasse, aber Ihr werdet nicht wollen, daß ich gegen das Gefühl handle, welches mir die Ehre diktirt. Ich habe durch meinen Austritt aus dem Verwaltungsrath Ebeling sehr geschadet, meine früheren Kollegen haben mir das bestätigt, sie sind Alle der Ansicht, daß dadurch das ganze Unternehmen gefährdet ist. Meine Kollegen geben mir in der Sache Recht, meinen aber, ich sei zu pedantisch, Ebeling thue nur, was tausend Andere gethan, er umgehe ein Gesetz, welches lückenhaft und stellenweise zweideutig sei. Ich mag nicht gegen mein Gewissen handeln, aber gerade weil Ebeling mein Auftreten als ein gehässiges und feindseliges hinstellt, weil er an meinem Worte zweifelt, daß ich ihm nicht schaden, nur mein Gewissen nicht belasten wolle, mag ich mein Geld nicht zurückziehen. Nur wenn ich mein Geld dem Unternehmen lasse, darf ich über die Gründe meines Rücktrittes aus dem Verwaltungsrath schweigen, sonst hätte ich die Verpflichtung, auch Andere zu warnen, welche ihr Geld der Sache widmen. Vielleicht wäre das überhaupt meine Pflicht, aber ich würde damit eine Anklage gegen Ebeling und auch gegen meine bisherigen Kollegen erheben, die zu ernst ist, um ohne stichhaltige Beweise ausgesprochen werden zu können, solche habe ich aber um so weniger, als Ebeling sich heute meinen früheren Kollegen gegenüber verpflichtet hat, für den reellen Werth aller Zeichnungen zu bürgen.«

»Ich danke Dir, mein Vater,« erwiederte Eduard, »hättest Du mich befragt, so würde ich nicht anders gerathen haben. Je erbärmlicher Ebeling sich zeigt, je gehässiger er gegen uns auftritt, um so korrekter muß unsere Haltung sein. Die beste Antwort auf den Brief, den er Dir geschrieben, ist die, daß Du ihn durch Festhalten an Deinem Worte beschämst. Er mag dann auch den Leuten die Aufhebung meiner Verlobung mit Marie erklären, wie er will, ich werde zu Allem schweigen, es wird mir lieb sein, wenn er ihren Wortbruch, ihren Wankelmuth zu entschuldigen vermag, ich möchte um keinen Preis Diejenige bloßgestellt sehen, die ich geliebt habe.«

»Bravo,« sprach der alte Herr und drückte die Hand des Sohnes, »ich dachte, daß Du so denken würdest, und habe in Deinem Sinne gehandelt. Ich höre, daß Ebeling erzählt, er habe die Ueberzeugung gewonnen, daß Du nach einer reichen Frau getrachtet und da unser Vertrauen auf seine Spekulationen geschwunden, habe er den Bruch einer Erörterung über die Mitgift, zu der er sich verpflichtet, vorgezogen.«

Eduard erbleichte, aber Margareth fuhr auf in Empörung, ihr Antlitz flammte in edlem Zorn. »Diese Lüge mußt Du brandmarken, Vater,« rief sie, »oder ich thue es – o, das ist zu infam, das entehrt meinen Bruder!«

»Die Lüge entehrt den Verleumder, nicht mich.« versetzte Eduard mit gepreßter Stimme, aber erzwungener Ruhe. »Wer von uns derselben widerspricht, der hält sie einer Antwort werth. Nur Eine gibt es, die ihr widersprechen darf, das ist Marie. Thut sie das nicht, so mag sie darüber mit dem eigenen Herzen rechten.«

Margareth warf sich an die Brust ihres Bruders und weinte laut. Das Auge des alten Herrn ward feucht, aber unbeschreiblich selig war der Blick, der auf seinen Kindern ruhte. »Haltet Ihr zusammen,« murmelten seine Lippen leise, wie im Gebet, »der Herr wird Euch segnen!« – –

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