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Die Bauern

Honoré de Balzac: Die Bauern - Kapitel 3
Quellenangabe
pfad/balzac/bauern/bauern.xml
typefiction
authorHonoré de Balzac
titleDie Bauern
publisherGeorg Müller
seriesMenschliche Komödie
volumeSzenen aus dem Landleben
year1925
translatorPaul Hansmann
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
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II

Eine von Vergil vergessene Bucolica

Wenn ein Pariser aufs Land gerät, sieht er sich dort all seiner Gewohnheiten beraubt und fühlt trotz der erfindungsreichsten Sorgen seiner Freunde bald die Last der Stunden. Auch werden euch, da es unmöglich ist, die Plaudereien des Tête à Tête, die so schnell erschöpft sind, dauernd fortzusetzen, die Schloßherren und Schloßfrauen ruhig sagen: »Sie werden sich hier recht langweilen.« Um die Köstlichkeiten des Landlebens zu genießen, muß man dort Interessen haben, seine Arbeiten und den abwechselnden Einklang von Mühe und Vergnügen, das ewige Symbol des menschlichen Lebens, kennen.

Wenn der Schlummer einmal sein Gleichgewicht wiedererlangt, wenn man die Reiseermüdungen überstanden und sich mit den ländlichen Gewohnheiten in Uebereinstimmung gebracht hat, ist der frühe Morgen für einen Pariser, der weder Jäger noch Landwirt ist, und der feine Schuhe trägt, der am schwersten zu überstehende Moment des Schloßlebens. Zwischen dem Augenblicke des Erwachens und dem des Frühstücks schlafen die Frauen oder machen ihre Toilette und sind nicht zu sprechen; der Hausherr ist frühzeitig in seinen Geschäften fortgegangen, ein Pariser sieht sich also von acht bis elf Uhr, dem in fast allen Schlössern für das Frühstück bestimmten Zeitabschnitt, allein. Nachdem man anfangs Vergnügen daran gefunden hat, das Toilettemachen möglichst in die Länge zu ziehen, verliert man dies Hilfsmittel bald, wenn man keine Arbeit mitgebracht hat, die unmöglich zu verwirklichen ist und die man unberührt wieder mitnimmt, nur ihrer Schwierigkeiten bewußt geworden. Ein Schriftsteller ist also genötigt, in den Parkalleen herumzulaufen, Maulaffen feilzuhalten und die dicken Bäume zu zählen. Je müheloser nun das Leben ist, desto langweiliger sind diese Beschäftigungen, außer wenn man der Sekte der Quäker-Drechsler, der ehrenwerten Zunft der Zimmerleute oder der Vögelausstopfer angehört. Wenn man wie die Besitzer auf dem Lande bleiben müßte, würde man seine Langeweile mit irgendeiner geologischen, mineralogischen, entomologischen oder botanischen Sammelwut ausfüllen; ein vernünftiger Mensch jedoch erfindet sich kein Laster, um vierzehn Tage um die Ohren zu schlagen. Die prachtvollste Besitzung, die schönsten Schlösser werden also ziemlich schnell langweilig für Leute, für die sie nur zum Anschauen da sind. Die Schönheiten der Natur scheinen recht armselig, verglichen mit ihrer Darstellung auf dem Theater. Paris glitzert dann in all seinen Facetten. Ohne besonderes Interesse, das uns wie Blondet an Orte heftet, die »durch die Schritte einer gewissen Person geweiht und durch ihre Augen erhellt« werden, würde man die Vögel um ihre Flügel beneiden, um zu den ewigen, den ergreifenden Schauspielen von Paris und seinen herzzerreißenden Kämpfen zurückzukehren.

Der von dem Journalisten geschriebene lange Brief muß scharfsichtige Geister vermuten lassen, daß er moralisch und physisch diese, den befriedigten Leidenschaften, dem gesättigten Glücksgefühl eigentümliche Phase erreicht hatte, welche alles mit Gewalt gemästete Geflügel vollkommen darstellt, wenn es, den Kopf auf den aufgetriebenen Fleischmagen gedrückt, auf seinen Beinen dasteht, ohne das verführerische Fressen weder anblicken zu können noch zu wollen. Auch Blondet verspürte, als sein furchtbarer Brief beendigt war, das Bedürfnis, die Gärten Armidens verlassen und die entsetzlich langweilige Lücke der drei ersten Tagesstunden ausfüllen zu müssen, denn die Zeit zwischen dem Frühstück und Diner gehörte der Schloßherrin, die sie kurz zu machen verstand. Denn einen geistreichen Mann, wie es Madame de Montcornet verstand, einen Monat lang bei sich auf dem Lande zu haben, ohne auf seinem Gesichte das falsche Lachen der Sattheit gesehen, ohne das heimliche Gähnen einer Langeweile, die sich immer verrät, erspäht zu haben, ist einer der schönsten Triumphe einer Frau. Eine Zuneigung, die derartige Versuchungen übersteht, muß ewig sein. Man begreift nicht, daß die Frauen sich nicht dieser Prüfung, um ihre Liebhaber beururteilen zu können, bedienen; einem Dummkopf, einem Egoisten und einem Kleingeist ist's unmöglich, sie zu bestehen. Philipp II. selber, der Alexander der Verstellung, würde während eines Landaufenthalts unter vier Augen von Monatsdauer sein Geheimnis verraten haben. Auch die Könige leben in einer ständigen Unruhe und geben niemandem das Recht, sie länger als eine Viertelstunde zu sehen.

Trotz der zartfühlenden Aufmerksamkeiten einer der reizendsten Frauen von Paris fand Emil Blondet also das seit langem vergessene Vergnügen des Schulschwänzens wieder. Am Morgen nach dem Tage, wo sein Brief vollendet worden war, ließ er sich von François, dem ersten Kammerdiener, der zu seiner besonderen Bedienung bestimmt war, mit der Absicht wecken, das Tal der Avonne zu erforschen.

Die Avonne ist ein kleiner Fluß, der oberhalb von Conches durch zahlreiche Sturzbäche, deren einige in Les Aigues entspringen, vergrößert, sich bei Ville-aux-Fayes in einen der bedeutendsten Nebenflüsse der Seine ergießt. Die geographische Disposition der etwa vier Meilen weit schiffbaren Avonne hatte seit Jean Rouvets Erfindung den Wäldern von Les Aigues, Soulanges und Ronquerolles, die auf dem Kamm der Hügel liegen, welche dieser reizende Fluß bespült, all ihren Wert verliehen. Der Park von Les Aigues nahm den weitesten Teil des Tales zwischen dem Flusse ein, welchen besagter Wald von Les Aigues von zwei Seiten einfaßt, und der großen Hauptstraße, welche alte krumme Ulmen am Horizont auf einem Hügelzug anzeigen, der mit dem der Avonner Berge, dieser Vorstufe des großartigen le Morvan genannten Amphitheaters, parallel läuft.

Wie gewöhnlich dieser Vergleich auch klingen mag, der so in der Tiefe des Tales gelegene Park glich einem ungeheuren Fische, dessen Kopf das Dorf Conches und dessen Schwanz den Flecken Blangy berührte; denn mehr lang als breit dehnte er sich in der Mitte in einer Breite von etwa zweihundert Arpents aus, während er ihrer kaum dreißig bei Conches und vierzig bei Blangy zählte. Die Lage dieser Besitzung zwischen drei Dörfern, die eine Meile von der kleinen Stadt Soulanges lag, wo man dies Eden betrat, hat vielleicht den Krieg erregt und die Ausschreitungen veranlaßt, welche das Hauptinteresse dieser Szene bilden. Wenn von der Hauptstraße, von der erhöhten Lage von Ville-aux-Fayes aus gesehen, das Paradies von Les Aigues die Reisenden die Sünde des Neides begehen ließ, wie konnten da die reichen Bürger von Soulanges und Ville-aux-Fayes weiser sein, sie, welche es zu jeder Stunde bewunderten?

Dieses letzte topographische Detail war notwendig, um die Lage und den Nutzen der vier Tore verständlich zu machen, durch welche man in den Park von Les Aigues eintrat, der völlig mit Mauern umgeben war, außer an den Stellen, wo die Natur Aussichtspunkte angeordnet und wo man Wolfsfallen gegraben hat. Diese vier Tore, welche das Tor von Conches, das Tor der Avonne, das Tor von Blangy und das Alleetor hießen, offenbarten das Genie der verschiedenen Zeiten, in denen sie erbaut worden waren, so wohl, daß sie aus archäologischem Interesse doch ebenso kurz beschrieben werden sollen, wie Blondet bereits das Alleetor beschrieben hat.

Nach achttägigen Spaziergängen mit der Komtesse kannte der berühmte Redakteur des »Jounal des Débats« den chinesischen Pavillon, die Brücken, die Inseln, die Kartause, die Sennhütte, die Tempelruinen, den pomphaften Eiskeller, die Kioske, kurz, alle die von den Gartenarchitekten ersonnenen geheimen Winkel, zu denen neunhundert Arpents Veranlassung geben können, gründlich. Er wollte also einen Abstecher nach den Quellen der Avonne machen, die ihm der General und die Komtesse täglich rühmten; jeden Abend faßte er den Plan, sie zu besuchen, und hatte ihn am Morgen wieder vergessen. Tatsächlich hat die Avonne oberhalb des Parks von Les Aigues das Aussehen eines Sturzbachs der Alpen. Bald wühlt sie sich zwischen den Felsen ein Bett, bald gräbt sie sich wie in eine tiefe Kufe ein, dort stürzen die Fluten in Kaskaden wild hernieder, hier breitet sie sich in der Art der Loire aus, indem sie Sandmassen mit sich reißt und das Flößen durch den ständigen Wechsel ihres engen Stromes untunlich macht. Blondet schlug den kürzesten Weg mitten durch die Labyrinthe des Parkes ein, um das Tor von Conches zu erreichen. Dieses Tor beansprucht einige Worte, die übrigens voller historischer Details über die Besitzung sind.

Der Gründer von Les Aigues war ein jüngerer Sohn der Familie Soulanges, der durch eine Heirat reich geworden war und seinen ältesten Bruder verspotten wollte. Diese Regung hat uns die Feerien der Isola Bella im Lago Maggiore eingebracht. Im Mittelalter lag das Schloß von Les Aigues an der Avonne. Von dieser Burg blieb allein das Tor übrig, das aus einer Vorhalle bestand, ähnlich der der befestigten Städte, und von zwei Türmen mit steinernem Schilderhaus flankiert wurde. Ueber der Wölbung der Vorhalle erhoben sich mächtige mit Vegetation geschmückte und von drei breiten Fenstern mit Sprossen durchbrochene Mauerwälle. Eine Wendeltreppe, die in einem der Türme eingerichtet war, führte in zwei Zimmer, und die Küche nahm den anderen Turm ein. Das Dach der Vorhalle, das wie alles alte Gezimmer spitz zulief, zeichnete sich durch zwei Wetterfahnen aus, die auf den beiden Enden eines mit bizarren Schmiedearbeiten verzierten Firstes saßen. Viele Ortschaften haben kein so prachtvolles Stadthaus. Außen zeigt der Schlußstein des Gewölbes, erhalten durch die Härte des erlesenen Steins, in den es der Bildhauer eingemeißelt hatte, das Wappenschild der Soulanges: Drei Pilgerstäbe in blauem senkrecht geteiltem Schild mit roter Querbinde, worauf fünf Kreuzblätter mit spitzem Stiel; und es trug die heraldische Auszaddelung, die die jüngeren Söhne führen müssen. Blondet entzifferte die Devise: »Ich pflege zu handeln« (Je soule agir), eines jener Wortspiele, das die Kreuzritter mit ihren Namen zu machen liebten, und das an eine schöne politische Maxime erinnert, die, wie man sehen soll, unglücklicherweise von Montcornet vergessen wurde. Das Tor, welches Blondet von einem jungen Mädchen aufgemacht worden war, bestand aus altem Holz, das schachbrettförmig mit schweren Eisennägeln beschlagen war. Der durch das Knarren der Angeln aufgeweckte Wächter steckte die Nase aus seinem Fenster und ließ sich im Hemde sehen.

Wie, unsere Wächter schlafen zu dieser Stunde noch? sagte sich der Pariser, indem er mit Försterbräuchen sehr vertraut zu sein glaubte.

Nach einer viertelstündigen Wanderung erreichte er die Quellen des Flusses auf der Höhe von Conches, und seine Augen schweiften da sehr entzückt über eine jener Landschaften, deren Beschreibung wie die Geschichte Frankreichs in tausend Bänden oder in einem einzigen gemacht werden müßte. Geben wir uns mit zwei Sätzen zufrieden.

Ein bauchiger und mit verkrüppelten Bäumen überwobener Fels, dessen Fuß von der Avonne ausgehöhlt wurde, in einer Lage, in welcher er einige Aehnlichkeit mit einer riesigen, mitten durch das Wasser gelegten Schildkröte gleicht, bildet einen Brückenbogen, durch den der Blick auf eine kleine, spiegelklare Wasserfläche fällt, wo die Avonne stillzustehen scheint, und die in der Ferne Kaskaden mit schweren Felsen abschließen, wo kleine Weiden, Spiralfedern ähnlich, unter dem Druck der Gewässer ständig auf- und niederschnellen.

Jenseits dieser Kaskaden die Flanken des Hügels, steil abfallend wie ein mit Moos und Heide überzogener Rheinfelsen und wie dieser mit Schieferlagen durchsetzt. Von ihnen ergießen sich hier und da weiße, brausende Sturzbäche, denen eine kleine, stets benetzte und immer grüne Wiese als Becken dient; als Kontrast zu dieser wilden und einsamen Natur sieht man dort dann die letzten Gärten von Conches auf der anderen Seite dieses pittoresken Chaos am Ende von Wiesen mit der Masse des Dorfes und seinem Glockenturme.

Dies die Beschreibung; die aufgehende Sonne aber, die Reinheit der Luft aber, den betauten Acker aber, den Einklang von Gewässern und Bäumen . . . müßt ihr euch selbst denken!

Meiner Treu, das ist beinahe so schön wie in der Oper, sagte sich Blondet, indem er an der unschiffbaren Avonne hinaufstieg, deren Launen den geraden, tiefen und schweigenden Kanal der niederen Avonne ergaben, der von den hohen Bäumen des Waldes von Les Aigues eingeengt wurde.

Blondet dehnte seinen morgendlichen Spaziergang nicht sehr weit aus, bald wurde er von einem der Bauern aufgehalten, die die in diesem Drama für die Handlung so notwendigen Statisten sind, daß man vielleicht zwischen ihnen und den Hauptrollen schwanken wird.

Als er bei einer Felsgruppe anlangte, wo der Hauptquell wie zwischen zwei Tore eingepreßt ist, erblickte der geistreiche Schriftsteller einen Menschen, der sich so unbeweglich hielt, daß er die Neugierde eines Journalisten herausfordern müßte, wenn sie nicht Haltung und Anzug dieser beseelten Statue schon tief beunruhigt hätten.

Er erkannte in dieser bescheidenen Person einen der von Charlets Stift bevorzugten Greise wieder, der den Kommißsoldaten dieses Homers der Truppen durch die Solidität eines Knochengerüsts ähnelte, das Armut zu ertragen imstande ist, und dank seinem rotgebrannten, ins Violette spielenden, runzeligen Gesichte, das unfähig zur Resignation ist, an seine unsterblichen Straßenkehrer erinnerte. Ein Hut aus derbem Filz, dessen morsche Ränder an die Kopfform angeflickt waren, schützten den fast kahlen Kopf vor den Witterungsunbilden; darunter hervor blickten zwei Haarflocken, für die ein Maler vier Franken die Stunde bezahlt haben würde, um den blütenweißen Schnee, der wie der aller klassischen Gottväter angeordnet war, kopieren zu können. An der Weise, wie die Wangen eingezogen waren und den Mund fortsetzten, erriet man, daß der zahnlose Greis sich öfters an das Faß als an den Backtrog hielt. Sein spärlicher weißer Bart verlieh durch die starren kurzgeschnittenen Haare seinem Profile etwas Drohendes. Seine, für sein ungeheures Gesicht allzu kleinen Augen, die schief standen wie die des Schweins, drückten List und Faulheit zugleich aus; in diesem Augenblick jedoch ging ein Sprühen von ihnen aus, so sehr funkelte der Blick gerade auf den Fluß. Als ganzen Anzug trug der arme Mensch eine Bluse, die früher mal blau gewesen war, und ein Beinkleid aus jenem derben Leinen, das man in Paris zum Packen benutzt. Jeder Städter würde gebebt haben, wenn er die zerbrochenen Holzschuhe an seinen Füßen gesehen hätte, die selbst des Strohes zur Milderung der Risse entbehrten. Sicherlich taugten Bluse und Beinkleid nur noch für die Bütte einer Papiermühle.

Indem Blondet diesen ländlichen Diogenes beschaute, gab er die Möglichkeit jenes Bauerntyps zu, den man auf alten Gobelins, alten Gemälden und alten Skulpturen sieht, und der ihm bis dahin phantastisch vorgekommen war. Er verurteilte die Schule des Häßlichen durchaus nicht mehr, indem er begriff, daß beim Menschen das Schöne nur eine schmeichelhafte Ausnahme, eine Chimäre bildet, an die zu glauben er sich müht.

Was für Gedanken, welche Sitten kann ein solches Wesen haben, woran denkt es? fragte sich Blondet, von Neugierde gepackt. Ist das meinesgleichen? Wir haben nur die Form gemeinsam und doch! . . .

Er studierte die Starrheit, die dem Gewebe der Leute eigen ist, die in der freien Luft leben, an die Unbilden der Atmosphäre gewöhnt sind und das Uebermaß von Kälte und Hitze ertragen, kurz, alles aushalten können, was aus ihrer Haut ein beinahe gegerbtes Leder macht und aus ihren Nerven ein beinahe ebenso mächtiges Rüstzeug gegen den physischen Schmerz wie bei den Arabern oder Russen.

Das sind die Cooperschen Rothäute, sagte er sich, man braucht wirklich nicht nach Amerika zu gehen, um Wilde zu sehen.

Obwohl der Pariser nur zwei Schritte entfernt war, drehte der Alte den Kopf nicht um und blickte stets mit jener Beständigkeit, welche die Fakire Indiens ihren verglasten Augen und ihren steifgewordenen Gliedern geben, nach dem entgegengesetzten Ufer. Ueberwältigt von dieser Art von Magnetismus, der übertragbarer ist als man denkt, blickte Blondet schließlich auf das Wasser.

»Nun, lieber Mann, was gibt's denn da?« fragte Blondet nach einer guten Viertelstunde, während welcher er nichts bemerkte, was diese tiefe Aufmerksamkeit motiviere.

»Pst!« sagte ganz leise der Alte, indem er Blondet ein Zeichen gab, die Luft nicht durch seine Stimme zu erregen; »Sie werden sie erschrecken . . .«

»Wen?«

»Ein Ottertier, mein lieber Herr. Wenn es uns hört, ist es imstande und geht unterm Wasser davon! Dort ist es hineingesprungen, sehn Sie, dort, wo das Wasser brodelt . . . Oh, es belauert einen Fisch; wenn es aber in den Bau fahren will, wird es mein Kleiner packen. Das ist, sehen Sie, weil es nichts Selteneres als Ottern gibt. Das ist ein wissenschaftliches Wild, sehr wohlschmeckend obendrein; man wird es mir in Les Aigues mit zehn Franken bezahlen, vorausgesetzt, daß Ihre Dame fastet und morgen ist Fasttag. In den Zeiten der verstorbenen Madame hat man mir bis zu zwanzig Franken dafür bezahlt, und sie hat mir das Fell zurückgegeben! . . . Mouche,« rief er mit leiser Stimme, »paß gut auf!«

Auf der anderen Seite dieses Avonnearms sah Blondet zwei Augen, die wie Katzenaugen funkelten, unter einem Erlengebüsch; dann bemerkte er die braune Stirn, die zerzausten Haare eines etwa zwölfjährigen auf dem Bauche liegenden Knaben, der ein Zeichen machte, um dem Alten die Otter zu zeigen und anzudeuten, daß er sie nicht aus den Augen verlöre. Von der verzehrenden Hoffnung des Greises und des Kindes mitgerissen, ließ Blondet sich von dem Dämon der Jagd packen.

Dieser Dämon mit zwei Fängen: die Hoffnung und die Neugierde, führt euch, wohin er will.

»Das Fell verkauft man an die Hutmacher,« fuhr der Alte fort. »Es ist so schön, so weich! Es eignet sich zu Kappen . . .«

»Meint Ihr, Alter?« fragte Blondet lächelnd.

»Wahrlich, mein Herr; Sie müssen das ja besser verstehen als ich, ob ich schon siebzig Jahre alt bin,« antwortete bescheiden und ehrerbietig der Alte, indem er sich eine Pose gab, wie wenn er Weihwasser darreichen wollte, »und Sie könnten mir vielleicht gut sagen, warum das den Schaffnern und Weinhändlern so sehr gefällt?«

Blondet, dieser Meister der Ironie, durch das Wort: »wissenschaftlich« in Erinnerung an den Marschall de Richelieu bereits mißtrauisch gemacht, vermutete bei dem alten Bauern irgendwelchen Spott, wurde aber durch die Naivität der Pose und die Dummheit des Ausdrucks aus seinem Irrtum gerissen.

»In meiner Jugend sah man hier sehr viele Ottern, das Land ist so günstig für sie,« fuhr der Biedermann fort, »aber man hat ihnen so nachgestellt, daß wir höchstens alle sieben Jahre den Schwanz von einer zu sehen kriegen . . . Auch der Unterpräfekt von Ville-aux-Fayes . . . Der Herr kennt ihn . . . Obwohl Pariser, ist er ein braver Mann wie Sie und liebt die Seltenheiten. Da er von meiner Gabe, Ottern zu fangen, weiß, denn ich kenne sie, wie Sie Ihr Alphabet kennen mögen, hat er neulich etwa folgendermaßen zu mir gesprochen: ›Wenn Sie, Vater Fourchon, eine Otter finden sollten, so bringen Sie sie mir ja,‹ hat er gesagt, ›ich will sie Ihnen gut bezahlen; und wenn sie weiß gezeichnet ist auf dem Rücken,‹ hat er gesagt, ›will ich Ihnen dreißig Franken dafür geben.‹ Daß er mir das unter dem Tore von Ville-aux-Fayes gesagt hat, ist ebenso wahr wie ich an Gott den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist glaube. Es gibt noch einen Gelehrten in Soulanges, Monsieur Gourdon, unseren Arzt, der, wie man sagt, ein Naturalienkabinett einrichtet, wie es seinesgleichen nicht in Dijon hat, kurz, den ersten Gelehrten hier zu Lande, der sie mir teuer bezahlen wird . . . Der versteht Menschen und Tiere auszustopfen! Und da mein Junge mir versichert, die Otter habe weiße Haare . . . Wenn's sich so verhält, habe ich ihm gesagt, will uns der liebe Gott heute morgen wohl . . . Sehen Sie, wie das Wasser da brodelt? . . . Oh, da ist sie . . . Obwohl sowas wie die Dachse in der Erde lebt, bleibt es doch ganze Tage unter Wasser . . . Ach, sie hat Sie gehört, lieber Herr, sie traut sich nicht; denn kein Tier ist schlauer als das; es ist schlimmer als ein Weib.«

»Hat man ihr etwa darum das weibliche Geschlecht: die Otter, gegeben?« fragte Blondet.

»Na, das wäre, Herr! der Sie aus Paris sind, Sie wissen das genauer als wir; aber unsertwegen würden Sie besser getan haben, bis tief in den Morgen hinein zu schlafen; denn, sehen Sie, wie das Wasser da fließt? Sie flieht drunter fort . . . Komm, Mouche, sie hat den Herrn gehört, die Otter, und sie ist imstande, uns bis Mitternacht Maulaffen feilhalten zu lassen. Gehen wir weg . . . Da schwimmen unsere dreißig Franken hin . . .«

Mouche stand auf, doch voller Bedauern; er blickte auf die Stelle, wo das Wasser brodelte, mit dem Finger daraufzeigend und nicht alle Hoffnung verlierend.

Dies Kind mit krausen Haaren, einem gebräunten Gesichte wie bei den Engeln auf den Gemälden des XV. Jahrhunderts, schien in kurzen Hosen zu sein, denn sein langes Beinkleid endigte am Knie mit Rissen, die mit Dornen und abgefallenem Laub geschmückt waren. Dies notwendige Kleidungsstück wurde durch zwei Wergstricke, die als Hosenträger dienten, festgehalten. Ein Leinenhemd von derselben Qualität wie die der Hose des Alten, aber durch draufgesetzte Flicken verstärkt, ließ eine sonnenverbrannte Brust sehen. So übertraf Mouches Anzug noch den des Vaters Fourchon an Einfachheit.

Die Leute hier sind doch gutmütig, sagte Blondet bei sich selbst; die im Weichbilde von Paris würden einen Bürger, der ihnen das Wild verjagt, doch tüchtig anfahren!

Und da er noch nie eine Otter, selbst im Museum nicht, gesehen hatte, war er entzückt von dieser Episode seines Spaziergangs.

»Nun,« fing er wieder an, gerührt, den Alten fortgehen zu sehen, ohne um etwas zu bitten, »Ihr nennt Euch einen schlauen Otternjäger. Seid Ihr auch sicher, daß eine Otter da ist? . . .«

Auf der anderen Seite hob Mouche den Finger auf und wies auf Luftblasen hin, die aus dem Grunde der Avonne aufstiegen und inmitten des Beckens platzten.

»Da ist sie zurückgekommen,« sagte der Vater Fourchon, »es hat Atem geholt, das Lausebiest; sie hat die Blasen da erregt. Wie machen sie's nur, daß sie auf dem Wassergrunde atmen können? Aber sowas ist so boshaft, daß es sich über die Wissenschaft lustig macht.«

»Nun,« fuhr Blondet fort, dem letzteres Wort mehr ein Scherz zu sein schien, den er mehr der Bauernschlauheit als dem Individuum zu danken hatte, »so wartet doch und fangt die Otter.«

»Und unser Tagwerk, Mouches und meins?«

»Was bringt Euch Euer Tagwerk denn ein?«

»Unser beider, meines Lehrlings und meines? . . . Fünf Franken . . .« sagte der Alte und schaute Blondet mit einer Unsicherheit in die Augen, welche eine ungeheure Ueberforderung anzeigte.

Der Journalist zog zehn Franken aus der Tasche und sagte:

»Hier sind ihrer zehn, und ich werde Euch genau so viel für die Otter geben.«

»Da wird sie Sie nicht viel kosten, wenn sie weiß auf dem Rücken ist; denn unser Unterpräfekt sagte mir, daß nur unser Museum eine derartige besäße. – Aber er ist ja so unterrichtet, unser Unterpräfekt, und nicht dumm. Wie ich die Otter jage, so jagt Monsieur des Lupeaulx Monsieur Gaubertins Tochter nach, die eine tüchtige weiße Mitgift auf dem Rücken hat . . . Halt, mein lieber Herr, ohne Ihnen zu kommandieren, gehen Sie an die Avonne, da unten an den Stein da. Wenn wir die Otter gehetzt haben, wird sie die Wasserrinne hinuntergehen; denn das ist so die List bei solchen Tieren, sie begeben sich immer oberhalb ihres Lochs zum Fischen, und einmal mit Fischen beladen, wissen Sie, daß sie sich am besten von der Strömung treiben lassen. Wie ich Ihnen sage, sie ist schlau! . . . Wenn ich die Schlauheit in ihrer Schule gelernt hätte, würde ich jetzt von meinen Renten leben können . . . Zu spät hab' ich erfahren, daß man frühmorgens stromaufwärts gehen müsse, um sein Schäfchen vor den anderen ins trockene zu bringen. Kurz, man hat mir bei meiner Geburt ein Los geworfen. Wir drei, wir werden aber vielleicht schlauer sein als diese Otter.«

»Und wie das, alter Geisterbanner?«

»Ach, Teufel, wir sind so dumm, wir Bauern, daß wir schließlich die Tiere verstehen! Seht, so wollen wir's machen. Wenn die Otter in ihren Bau zurück will, werden wir sie hier erschrecken, Sie sollen sie da unten erschrecken; von uns erschreckt, von Ihnen erschreckt, wird sie sich ans Ufer retten; wenn sie den Landweg einschlägt, ist sie verloren. Sowas kann nicht laufen; das ist mit seinen Gänsefüßen zum Schwimmen gemacht. Oh, das wird Sie unterhalten, das ist eine richtige Karambolage: man fischt und jagt zu gleicher Zeit! . . . Der General, bei dem Sie in Les Aigues sind, ist drei Tage hintereinander hierhergekommen, so gut hat er sich dabei unterhalten!«

Blondet ward mit einem von dem Alten abgebrochenen Zweige bewaffnet, dessen er sich, wie jener sagte, bedienen sollte, um nach seinem Befehle das Wasser zu peitschen, und stellte sich, von Stein zu Stein springend, mitten in der Avonne auf.

»Da; ja, mein lieber Herr!«

Blondet blieb dort, ohne zu merken, wie die Zeit dahinflog, denn von Augenblick zu Augenblick ließ ihn eine Geste des Alten auf einen glücklichen Ausgang hoffen; im übrigen läßt aber auch nichts die Zeit schneller vergehn wie die Erwartung der lebhaften Handlung, die dem tiefen Schweigen des Auf-dem-Anstand-stehens auf dem Fuße folgt.

»Vater Fourchon,« sagte der Junge ganz leise, als er sich allein mit dem Alten sah, »es ist wirklich eine Otter da!«

»Siehst du sie?«

»Da, da!«

Der Alte war bestürzt, als er zwischen zwei Wasserarmen das braunrote Fell einer Fischotter sah.

»Ich packe sie,« sagte der Kleine.

»Versetz ihr da einen kurzen festen Schlag auf den Kopf und wirf dich ins Wasser, um sie da im tiefsten Grunde festzuhalten, ohne sie loszulassen . . .«

Mouche tauchte wie ein erschreckter Frosch ins Wasser.

»He, he, lieber Herr,« sagte Vater Fourchon zu Blondet, indem er sich auch in die Avonne stürzte und seine Holzschuhe am Ufer ließ, »erschreckt sie doch! Sehen Sie sie? . . . sie schwimmt auf Sie zu!«

Der Alte lief nach Blondet hin, indem er das Wasser zerteilte und ihn mit dem Ernst anrief, den die Landleute in ihrer größten Lebhaftigkeit bewahren.

»Sehen Sie sie da, sie schwimmt die Felsen entlang.«

Blondet, der von dem Alten so aufgestellt worden war, daß ihm die Sonnenstrahlen ins Gesicht fielen, schlug vertrauensvoll auf das Wasser los.

»Zu, zu, auf die Felsenseite!« schrie der Vater Fourchon; »das Loch ist da unten, zu Ihrer Linken!«

Durch seinen Aerger, den ein langes Warten hervorgerufen halte, hingerissen, nahm Blondet ein Fußbad, indem er auf den Steinen ausglitt.

»Frisch zu, mein lieber Herr, frisch zu! Sie sind da. Ach, alle guten Götter, sie läuft zwischen Ihren Beinen durch . . . sie läuft,« rief der Alte voller Verzweiflung.

Und wie gepackt von der Hitze dieser Jagd, arbeitete sich der alte Bauer im tiefen Wasser des Flusses bis zu Blondet hin.

»Wir haben sie nicht erwischt, und das ist Ihre Schuld,« hub der Alte wieder an, dem Blondet die Hand reichte, und der wie ein Triton aus dem Wasser kam, aber wie ein besiegter Triton. »Das Biest; da ist sie hingelaufen unter die Felsen. Sie hat ihren Fisch in Stich gelassen,« rief der Biedermann, indem er in die Weite blickte und auf irgendeinen Gegenstand hinwies, der da schwamm . . . »Immerhin werden wir die Schleie haben, denn es ist wirklich eine Schleie.«

In diesem Augenblicke zeigte sich ein livrierter Diener zu Pferde, der ein anderes Pferd am Zügel führte, galoppierend auf der Straße nach Conches.

»Halt, da kommen die Schloßleute; es sieht so aus, als ob sie Sie suchten. Wenn Sie wieder über den Fluß hinüber wollen, werd' ich Ihnen die Hand geben,« sagte der Biedermann, »mir ist's gleich, ob ich naß werde, das erspart mir eine Wäsche!«

»Und die Erkältung?« fragte Blondet.

»Ach, was; sehen Sie nicht, daß uns, Mouche und mich, die Sonne angeraucht hat wie eine Majorspfeife? Stützen Sie sich auf mich, mein lieber Herr . . . Sie sind aus Paris; Sie wissen sich nicht auf unseren Felsen zu halten, Sie, der Sie so viele Dinge wissen . . . Wenn Sie lange hier bleiben, werden Sie viele Dinge aus dem Buche der Natur lernen; Sie, der Sie, wie die Leute sagen, in den Zeitungen schreiben.«

Blondet war am anderen Avonneufer angelangt, als Charles, der Lakai, ihn bemerkte.

»Ach, Monsieur,« schrie er, »Sie können sich nicht vorstellen, in welcher Unruhe Madame ist, seit man ihr gesagt hat, daß Sie aus dem Conchestore hinausgegangen: sie meint, Sie seien ertrunken. Zum dritten Male läutet man mit aller Kraft das zweite Zeichen zum Frühstück, nachdem man Sie überall im Park gerufen hat, wo der Herr Pfarrer Sie noch sucht!«

»Wieviel Uhr ist's denn, Charles?«

»Dreiviertel zwölf!«

»Hilf mir aufs Pferd hinauf.«

»Ist Monsieur etwa auf Vater Fourchons Otter hineingefallen?« fragte der Lakai, als er das Wasser bemerkte, das aus Blondets Stiefeln und Beinkleidern herabtropfte.

Diese einzige Frage klärte den Journalisten auf.

»Sag kein Wort darüber, Charles, und ich werde es dir recht machen,« rief er aus.

»Oh, wahrlich, der Herr Graf selber hat sich mit Vater Fourchons Otter anführen lassen,« antwortete der Diener. »Sobald ein Fremder in Les Aigues ankommt, stellt Vater Fourchon sich auf die Lauer, und wenn der Stadtherr sich an den Quellen der Avonne sehen läßt, verkauft er ihm die Otter . . . Er spielt das so gut, daß der Herr Graf dreimal wiedergekommen ist und ihm sechs Tage bezahlt hat, während deren sie immer das Wasser haben fließen sehen.«

»Und ich, ich glaubte in Potier, in Baptiste dem Jüngeren, in Michot und in Monrose die größten Komödianten unserer Zeit gesehen zu haben,« sagte sich Blondet, »was sind sie, an diesem Bettler gemessen?«

»Oh, er versteht sein Geschäft sehr gut, der Vater Fourchon,« sagte Charles. »Außerdem hat er noch mehr als einen Fallstrick parat, denn er schimpft sich Seiler von Beruf. Er hat seine Werkstatt längs der Mauer des Blangytors. Wenn Sie drauf verfallen, seinen Strick anzufassen, wickelt er Sie so schön ein, daß er Ihnen Lust macht, das Rad zu drehen und ein bißchen Seil zu machen; dann fordert er von Ihnen das dem Meister vom Lehrling geschuldete Lehrgeld. Madame ist drauf hereingefallen und hat ihm zwanzig Franken gegeben. Er ist der König der Pfiffikusse,« sagte Charles, sich eines gewählten Ausdruckes bedienend.

Dies Lakaiengeschwätz erlaubte es Blondet, sich einige Gedanken über die große Verschlagenheit der Bauern zu machen, indem er sich all dessen erinnerte, was er seinen Vater, den Richter von Alençon, hatte sagen hören. Als ihm dann all die Späße, die unter Vater Fourchons boshafter Freimütigkeit verborgen gewesen waren, wieder ins Gedächtnis kamen und durch Charles' Mitteilungen aufgeklärt wurden, fühlte er sich von dem alten burgundischen Bettler gefoppt.

»Sie können sich gar nicht denken,« sagte Charles beim Anlangen vor der Freitreppe von Les Aigues, »wie sehr man allem auf dem Lande mißtrauen muß, besonders hier, wo der General nicht sehr beliebt ist.«

»Warum denn?«

»Ach Gott, ich weiß es nicht,« antwortete Charles und setzte eine einfältige Miene auf, unter welcher die Dienstboten ihre Weigerung den Herrschaften gegenüber zu verstecken wissen, und die Blondet viel zu denken gab.

»Da sind Sie also, Auskneifer,« sagte der General, den das Pferdegetrappel auf die Freitreppe geführt hatte.

»Er ist da! Seien Sie ruhig,« rief er seiner Frau zu, deren leiser Schritt sich vernehmen ließ. – »Jetzt fehlt uns nur noch Abbé Brossette. Geh, such ihn, Charles,« sagte er zum Diener.

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