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Die Ansiedler an den Quellen des Susquehanna

James Fenimore Cooper: Die Ansiedler an den Quellen des Susquehanna - Kapitel 7
Quellenangabe
typefiction
authorJames Fenimore Cooper
titleDie Ansiedler an den Quellen des Susquehanna
publisherRowohlt
year1961
translatorCarl Kolb
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorHerbert Niephaus
senderwww.gaga.net
created20121128
modified20140825
projectid14eeb9e9
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V

 

Der Rock Nathanaels war noch nicht fertig
Und Gabriels Schuhabsatz nicht zugeschnitten,
Kein Band war da zu Peters Hutkokarde,
Und Walters Dolch war ins Besteck gerostet.
Nur Adam, Ralph und Gregor waren gut.

Shakespeare

 

Der Weg, der sich an der Seite des Berges hinuntergewunden hatte, führte zu einer sanfteren Steigung am Fuß desselben, wo er in rechtem Winkel abbog und auf einer geneigten Fläche unmittelbar in das Dorf von Templeton führte. Über den bereits erwähnten reißenden kleinen Strom war aus Baumstämmen eine Brücke gebaut, die durch ihre rohe Konstruktion und das übertrieben dichte Strebewerk sowohl den Wert der Arbeit als auch den Überfluß an Baustoff bekundete. Das Flüßchen, dessen dunkle Wogen über den Kalkfels seines Beckens dahinschossen, war nichts anderes als eine von den vielen Quellen des Susquehanna, – eines Flusses, zu dessen Bewillkommnung selbst der Atlantische Ozean einen Arm ausgestreckt hat. An dieser Stelle war es, wo Herrn Jones' feuriges Gespann die ruhigeren Rosse unserer Reisenden einholte. Nur noch ein kleiner Hügel, – und Elisabeth befand sich auf einmal in der Mitte der unsymmetrischen Wohnungen des Dorfes. Die Straße hatte die gehörige Breite, ungeachtet das Auge mit einem Blick Tausende und Zehntausende von Morgen überschauen konnte, die nur von den Tieren des Waldes bewohnt waren. Ihr Vater hatte es indes so gewollt, weshalb sich auch diejenigen, welche ihm hierher gefolgt waren, darein fügten. Erhoben sie sich ja durch einen angelegten Weg mit reißender Schnelle zu dem Zustand des Mutterlandes, wodurch für sie am meisten gewonnen war; denn sicher deutet nichts mehr auf Zivilisation als ein zugänglicher, stadtähnlicher Ort, selbst wenn er in einer Wildnis liegt. Die Breite der Landstraße, denn so nannte man sie, mochte hundert Fuß betragen; aber dessenungeachtet war die Bahn für die Schlitten sehr beschränkt, da zu beiden Seiten hohe Holzhaufen aufgetürmt waren, die sich mit jedem Tage trotz der hohen Feuer, die man durch die Fenster erblickte, eher zu vergrößern als zu mindern schienen.

Das letzte, was Elisabeth sah, als sie nach ihrem Zusammentreffen mit Richard ihre Reise wieder aufnahm, war die Sonne, wie sie eben den Horizont berührte und, von dem schwarzen Schatten einer Tanne verdüstert, langsam hinter die westlichen Berge hinuntersank. Aber noch ergossen sich ihre Strahlen durch die Berglücken und beleuchteten die schimmernden Birken, bis allmählich deren zarte, glänzende Rinde mit den dunkleren Farben der Gebirgsseite wetteiferte. Der Umriß jeder dunklen Tanne ließ sich weiterhin bis in die Tiefe des Forstes verfolgen, und die Felsen, zu glatt und zu senkrecht, um dem Schnee eine Unterlage zu gewähren, glänzten, als ob sie dem scheidenden Licht zulächelten. Aber mit jedem Schritt, den die Pferde vorwärts taten, bemerkte Elisabeth, daß sie den Tag mehr hinter sich ließ. Wie vermißte sie sogar die kalten, freilich aber auch glänzenden Strahlen einer Dezembersonne, als sie in das eisige Dunkel des Tales hinabglitten! Allerdings weilte das Licht noch auf den Spitzen der östlichen Berge, aber Schritt für Schritt zog es sich mehr von der Erde nach den Wolken zurück, die über den Abendnebeln den Horizont umgrenzten. Nur der gefrorene See lag hell und ungetrübt in der Taltiefe; die Wohnungen wurden bereits schattenhaft und unbestimmt, und die Holzhauer nahmen ihre Äxte auf die Schulter, um sich an dem langen Winterabend des behaglichen Feuers zu erfreuen, das ihrer Mühe seine Nahrung verdankte. Sie blieben nur stehen, um die vorüberziehenden Schlitten zu betrachten, vor Marmaduke ihre Mützen zu lüften oder mit Richard ein vertrauliches Nicken zu wechseln, und verschwanden sodann in ihren Häusern. An jedem Fenster sanken hinter unseren Reisenden die Papiervorhänge nieder, um selbst die leuchtenden Feuer der gemütlichen Stuben gegen jeden Blick von außen zu schützen. Als die Pferde ihres Vaters rasch in das offene Gartentor des Landhauses einfuhren und ihr hinter der jungen entlaubten Pappelallee nichts als die kalten Steinmauern des Gebäudes entgegentraten, da war es Elisabeth, als sei die ganze liebliche Aussicht, die sie vom Gebirge aus gehabt, wie die Schattengestalt eines Traumes verschwunden. Marmaduke hatte, der früheren Gewohnheit treu, das Schlittengeläut von seinen Rossen ferngehalten; aber Herrn Jones' Equipage, die gerade hinterdrein fuhr, schickte ihr lustiges Klingeln durch jede Ritze des Gebäudes, und in einem Nu war alles im ganzen Hause in Bewegung.

Auf einer nicht sehr großen steinernen Plattform hatte Richard zusammen mit Hiram vier kleine hölzerne Säulen errichtet, auf denen ein Schindeldach ruhte, – ein einfacher, bedeckter Eingang, welchen Herr Jones Portikus zu nennen beliebte. Zu dieser Plattform führten fünf oder sechs einfach übereinandergelegte steinerne Stufen, die bereits infolge der Kälte aus ihrer symmetrischen Lage gewichen waren. Doch waren dies nicht die einzigen üblen Folgen eines kalten Klimas und einer oberflächlichen Konstruktion; denn mit den Stufen mußte zugleich die Plattform sich senken – ein Umstand, dem es zuzuschreiben war, daß der obere Teil des Machwerkes in der Luft schwebte und die Basis der Säulen ungefähr um einen Schuh von ihrer Unterlage abstand. Zum Glück hatte der Zimmermann, dem die Ausführung des Portals übertragen war, den Himmel dieses klassischen Eingangs so gut an der Seite des Hauses befestigt, daß das Dach, als es von unten nicht mehr gestützt wurde, sogar die Säulen, die es tragen sollten, in der Luft schwebend erhielt. Das bildete allerdings einen unglücklichen Riß in Richards Säulenornament; aber wie das Fenster in Aladins Palast schien er nur vorhanden zu sein, um dem fruchtbaren Genie der Baukünstler ein neues Feld zu öffnen. Auch hier erwiesen sich die Vorteile der zusammengesetzten Ordnung, und es wurde nun eine zweite Ausgabe des Säulenfußes – mit Zusätzen und Verbesserungen, wie die Buchhändler sagen – veranstaltet. Natürlich wurde er größer und mit geeignetem Schnitzwerk verziert; da aber die Stufen zu weichen fortfuhren, so waren zu der Zeit, als Elisabeth in ihres Vaters Haus zurückkehrte, ein paar Keile eingetrieben worden, um die Säulen gerade zu halten und zu verhindern, daß sie sich nicht vermöge ihrer Schwere von dem Dach, das sie unterstützen sollten, trennten.

Aus der großen Tür, die von dem Portikus ins Haus führte, tauchten zwei oder drei weibliche und ein männlicher Diener auf. Letzterer hatte keine Kopfbedeckung, war aber augenscheinlich sorgfältiger als gewöhnlich gekleidet und zeichnete sich durch seine Figur und seinen Anzug auf eine so eigentümliche Weise aus, daß er wohl eine genauere Beschreibung verdient Er war ungefähr fünf Fuß hoch, ungemein vierschrötig gebaut und hatte ein paar Schultern, die einem Grenadier Ehre gemacht haben würden. Seine kleine Gestalt wurde noch augenfälliger durch eine gebeugte Haltung, die er wohl aus keinem andern Grunde annahm, als um seinen Armen mehr Freiheit zu gestatten, die auf eine eigentümliche Weise hin und her pendelten, wenn ihr Besitzer in Bewegung war. Sein Gesicht war lang, von schöner, feuerrot gebrannter Farbe, mit einer Nase, die wie bei einem alten Mops aufgestülpt war, einem ungeheuern Mund voll schöner, weißer Zähne und ein Paar blauen Augen, welche die ganze Umgebung mit gewohnter Verachtung zu betrachten schienen. Sein Kopf betrug ein volles Viertel seiner ganzen Länge, und der Haarzopf, der hinten herunterfiel, mochte wohl ebensoviel ausmachen. Er trug einen Rock von sehr hellem braunem Tuch mit Knöpfen von der Größe eines Talers, auf denen ein ›unklarer Anker‹ abgeprägt war. Die außerordentlich langen Schöße von entsprechender Breite reichten bis über die Waden hinunter. Unter diesem Kleidungsstück bargen sich eine Weste und Hosen von rotem Plüsch, aber freilich etwas beschmutzt und abgetragen. Auf den Schuhen staken große Schnallen und in denselben weiß und blau gestreifte Strümpfe.

Diese wunderlich aussehende Figur bezeichnete sich selbst als einen Eingeborenen der Grafschaft Cornwall auf der Insel Großbritannien. Seine Knabenzeit hatte er in der Nachbarschaft der Zinnminen und seine Jünglingsjahre als Kajütenjunge auf einem Schmugglerschiff zwischen Falmouth und Guernsey zugebracht. Aus diesem Gewerbe wurde er in den königlichen Dienst gepreßt und in Ermangelung eines Besseren zuerst als der Bediente und später als der Proviantmeister des Kapitäns in die Kajüte genommen. Hier machte er sich die Kunst zu eigen, das eine und das andere Seemannsgericht zu bereiten, und hatte dabei zugleich, wie er sich selbst rühmte, Gelegenheit, die Welt zu sehen, obschon er in Wirklichkeit, abgesehen von einer Fahrt nach einem oder zwei französischen Häfen und einem gelegentlichen Besuch von Portsmouth, Plymouth und Deal, nicht mehr von der Menschheit erblickt hatte, als wenn er auf einem Esel nach einer seiner heimatlichen Minen geritten wäre. Als er jedoch nach dem Frieden von Dreiundachtzig aus dem Seedienst entlassen wurde, erklärte er, da er nun alle zivilisierten Teile der Erde gesehen habe, auch einmal einen Abstecher zu den Wilden in Amerika machen zu wollen. Wir mögen ihm weder auf seinen kurzen Wanderungen folgen noch untersuchen, was die Auswanderungslust in ihm weckte, zumal diese bekanntlich imstande ist, bisweilen ein zartes Stadtkind zu veranlassen, der Heimat den Rücken zu kehren und bei dem Gebrüll des Niagarafalles anzulangen, ehe noch die Stundenglocken auf dem Bow in London ganz in seinen Ohren ausgeklungen hat, sondern fügen nur noch bei, daß er eines frühen Morgens, noch ehe Elisabeth in die Pension gegeben wurde, seinen Weg in Marmaduke Temples Familie fand, wo er den vielen Fähigkeiten entsprechend, die im Verlauf unserer Erzählung ans Licht treten werden, unter Herrn Jones das Amt eines Majordomo erhielt. Der Name dieses Ehrenmannes war, wie er ihn selbst aussprach, Benjamin Penguillan; nach einer wunderbaren Geschichte jedoch, die er sehr gern zu erzählen pflegte und welcher zufolge er nach Rodneys Sieg sein Schiff durch unablässiges Pumpen rettete, hatte er allgemein den Spitznamen Ben Pump erhalten.

An Benjamins Seite drängte sich, als sei sie eifersüchtig, ihre Stellung zu halten, eine weibliche Figur von mittlerem Alter vor, deren buntes Kattunkleid mit dem scharfen Schnitt ihrer Züge, einem giftigen Gesichtsausdruck und ihrem hohen, mageren und formlosen Körper in schroffem Gegensatz stand. Die Zähne waren bis auf einige gelbe Überreste dahin, und die Haut ihrer Nase spannte sich straff über diesem Organ, während die Bedeckung des übrigen Gesichtes in tiefen Furchen um Mund und Wangen hing. Sie schnupfte sich so fleißig, daß man hätte auf die Vermutung kommen können, sie habe die Safranfarbe ihrer Lippen und der benachbarten Teile nur der Tabaksdose zu verdanken, wäre nicht das ganze Gesicht von der gleichen Farbe gewesen. Sie war eine Jungfrau, hieß Remarkable Pettibone und stand dem weiblichen Teil des Gesindes in der Eigenschaft einer Haushälterin vor. Elisabeth kannte sie nicht, da die Dame erst nach dem Tode ihrer Mutter ins Haus gekommen war.

Außer diesen zeigten sich noch drei oder vier andere untergeordnete dienstbare Geister, meist Schwarze, unter dem Hauptportal, deren einige vom Ende des Gebäudes, wo der Eingang zur Küche im Kellergeschoß war, herzueilten.

Dann ließ sich von Richards Hundezwinger her ein arges Getöse vernehmen, in welchem sich alle Arten Stimmen vom Geheul des Wolfshundes bis zu dem Kläffen des Terriers unterscheiden ließen. Herr Jones erwiderte diese geräuschvolle Begrüßung mit einer wechselnden Nachahmung aus seiner eigenen Kehle, worauf die Hunde, wahrscheinlich aus Scham, übertroffen worden zu sein, ihren Lärm einstellten. Nur ein stattlicher, mächtiger Bullenbeißer, der ein mit den Buchstaben M. T. versehenes Messinghalsband trug, hatte sich ruhig verhalten. Er verfügte sich mitten in dem Lärm seiner Brüder majestätisch an die Seite des Richters, von wo er sich, nachdem er einige freundliche Klapse erhalten, an Elisabeth wandte, welche sich auf ihn niederbeugte, ihn küßte und als ihren lieben ›Old Brave‹ begrüßte. Das Tier schien sie zu erkennen, als sie, auf Monsieur Le Quoi und ihren Vater gestützt, um auf dem Eis nicht auszugleiten, die Stufen hinanstieg. Es sah ihr aufmerksam nach, und als sich die Tür hinter der ganzen Gesellschaft geschlossen hatte, legte es sich in einer Hundehütte nahe beim Eingang nieder, als sei es sich bewußt, daß das Haus nunmehr einen neuen Schatz berge, den es zu bewachen habe.

Elisabeth folgte ihrem Vater, der einen Augenblick anhielt, um die flüsternde Botschaft eines Domestiken zu vernehmen, nach einer großen Halle, die durch zwei auf hohen altmodischen Messingleuchtern steckende Kerzen nur schwach erhellt war. Die Türe schloß sich, und die Gesellschaft sah sich mit einem Male aus einer eisigen Luft in eine Wärme von über sechzig Grad Fahrenheit versetzt. In der Mitte der Halle stand ein ungeheurer Kamin, dessen Seiten von der Hitze beinahe glühten, und von dem aus eine weite gerade Röhre den Rauch durch die Decke abführte. Ein eisernes mit Wasser gefülltes Becken befand sich in der Nähe dieses Ofens – denn so mußte man ihn wohl nennen –, um in dem Raum die gehörige Feuchtigkeit zu erhalten. Die Halle war mit Teppichen belegt und mit bequemen soliden Möbeln ausgestattet, welche zum Teil aus der Stadt mitgebracht, zum Teil von den Handwerkern Templetons verfertigt worden waren. Da stand ein Seitentisch von Mahagoni, mit Elfenbein eingelegt und mit ungeheuern blanken Messinghandgriffen versehen, der unter der Last des Silbergeschirrs fast zusammenbrach. Nicht weit davon gab es noch eine Reihe weiterer Tische aus wildem Kirschbaum, passende Seitenstücke zu dem vorhin erwähnten, aus dem teuren eingeführten Holz gefertigten, aber einfach und ohne Verzierungen. Gerade gegenüber war eine kleinere Tafel von lichter gefärbtem Holz, durch das sich die Adern des Gebirgsahorns in schönen Wellenlinien hinzogen. Nahe dabei stand in einer Ecke des Saales eine schwere, altmodische Wanduhr mit einem Messingzifferblatt, die in einen hohen, aus dem Walnußbaum der Seeküste gefertigten Kasten eingeschlossen war. Ein ungeheures Kanapee oder Sofa, mit hellbedrucktem indianischem Kattun ausgeschlagen, nahm fast zwanzig Fuß an der Seitenwand der Halle ein, während gelb bemalte hölzerne Sessel, von nicht sehr sicherer Hand mit schwarzen Linien verziert, nebst anderen Möbelstücken auf der entgegengesetzten Seite aufgestellt waren. Ein Fahrenheitsches Thermometer nebst beigefügtem Barometer in einem Mahagoni-Gehäuse hing in einiger Entfernung von dem Ofen an der Wand und wurde von Benjamin jede halbe Stunde mit bewunderungswürdiger Genauigkeit zu Rate gezogen. Zwei kleine gläserne Kronleuchter waren in gleichen Entfernungen zwischen dem Ofen und den Türen der vorderen und rückwärtigen Wand aufgehängt, und vergoldete Wandleuchter staken in dem Schnitzwerk der zahlreichen Seitentüren, die nach benachbarten Zimmern führten. Richards Architekturphantasie hatte hier Nischen mit Spitzbögen angebracht, in deren Mitte sich je ein Piedestal mit einer kleinen, aus schwarzem Stuck geformten Büste befand; – die Wahl des Stils, wie die der Büsten, war ganz Herrn Jones anheimgefallen. In der einen Nische stand ein Homer in sprechender Ähnlichkeit, die, wie Richard versicherte, »jeder sehen mußte, war doch das Abbild blind«. In einer andern befand sich das Bildnis eines sanft aussehenden Herrn mit einem spitzig zulaufenden Bart, welchen Herr Jones Shakespeare nannte. Eine dritte Verzierung wurde durch eine Urne gebildet, die, wie Richard zu sagen pflegte, durch ihre Form andeutete, daß sie den Aschenkrug der Dido repräsentiere. Eine vierte Vertiefung barg unverkennbar den alten Franklin mit seiner Kappe und seiner Brille, und in einer fünften befand sich, gleichfalls unbestreitbar, Washingtons würdevolles Antlitz. Eine sechste enthielt einen Ungenannten, – »einen Mann mit offenem Hemdkragen und einem Lorbeerkranz um den Kopf«, wie Richard zu sagen pflegte, der entweder Julius Cäsar oder den Doktor Faust vorstelle, da er für beide Annahmen gleich gute Gründe habe.

Die Wände waren mit dunklen, bleifarbigen Papiertapeten bespannt, auf denen die über Wolfes Grab weinende Britannia abgebildet zu schauen war. Der Held selbst stand in einiger Entfernung von der trauernden Göttin am Rand der Tapete. Jeder Streifen enthielt in gleicher Weise die Gestalt des Generals bis auf ein Stück seines einen Armes, der auf den Nachbarstreifen hinüberlief – ein Übelstand, dem zwar Richard eigenhändig abzuhelfen versuchte, wobei indes für eine genaue Verbindung immer noch viel zu wünschen übrig blieb. Britannia hatte daher alles Recht zu klagen, nicht nur über den Verlust des Lebens ihres Lieblings, sondern auch über zahllose grausame Amputationen seines rechten Armes.

Der unglückselige Urheber dieser unnatürlichen Trennungen kündigte nun seine Ankunft in der Halle mit lautem Peitschengeknall an.

»Ei, Benjamin oder Ben Pump, ist das die Art, wie Ihr die Erbin empfangt?« rief er. »Entschuldige ihn, Bäschen Elisabeth. Solche Zurüstungen sind freilich zu umfassend, um jedermann anvertraut werden zu können; aber da ich nun hier bin, soll es bald besser gehen. Geschwind, mehr Lichter, Penguillan, mehr Lichter, damit wir doch gegenseitig unsere Gesichter sehen. Nun, Duke, ich habe deinen Hirsch mitgebracht, was soll damit geschehen, he?«

»Beim Himmel, Squire«, begann Benjamin seine Erwiderung, nachdem er zuerst den Mund mit dem Rücken seiner Hand abgewischt hatte, »wenn Sie Ihre Aufträge etwas früher am Tage gegeben hätten, so würde wohl alles nach Ihrem Wunsche ausgeführt worden sein. Ich habe alle Hände in Bewegung gesetzt und steckte eben die Kerzen auf, als die Sleighs zurückkamen. Sobald aber die Weibsleute die Schellen hörten, ging's mit ihnen fort, als ob sie des Bootsmanns Füllen ritten, und ist jemand im Hause, der einen Haufen Weibervolk, wenn sie sich einmal vorwärts in Bewegung gesetzt haben, zum Halten bringen kann, eh' ihr Kabel abgelaufen ist, so heißt er wenigstens nicht Benjamin Pump. Doch müßte sich Miss Betsey, seit sie die Kinderschuhe ausgetreten, verwandelt haben wie ein maskierter Korsar, wenn sie einem alten Burschen um des unbedeutenden Umstandes willen zürnen wollte, daß er zu wenig Lichter angezündet hat.«

Elisabeth und ihr Vater schwiegen auf Meister Pumps Entschuldigung; denn beide wurden bei ihrem Eintritt in die Halle durch die gleichen Gefühle überwältigt. Erstere hatte, ehe sie in die Pension kam, noch ein Jahr in diesem Gebäude gewohnt, und die früh hingeschiedene Hausfrau wurde jetzt von beiden, dem Gatten und der Tochter, schmerzlich vermißt.

Indes waren bereits die Kerzen auf den Kron- und Wandleuchtern aufgesteckt worden, und das Dienstpersonal hatte sich so weit von seiner Überraschung erholt, um sich des Grundes, warum dies geschehen, zu erinnern. Das Versäumte wurde eiligst nachgeholt, und in einer Minute strahlte die Halle im glänzendsten Lichte.

Die wehmütige Stimmung unserer Heldin und ihres Vaters wurde durch diese flimmernde Unterbrechung verscheucht, und die ganze Gesellschaft begann nun, die zahllosen Überkleider, welche sie zum Schutz gegen die Kälte getragen, abzulegen.

Während dieses Geschäftes besprach sich Richard flüchtig mit den verschiedenen Domestiken und ließ gelegentlich gegen den Richter eine Bemerkung über den Hirsch fallen; da sich aber in solchen Augenblicken seine wirren Worte nur wie eine Klavierbegleitung, d. h. wie etwas, das man hört, ohne daß man darauf achtet, ausnahmen, so wollen wir uns die Mühe ersparen, dieselben hier aufzuführen.

Sobald Remarkable Pettibone ihren Anteil an dem Beleuchtungsgeschäft geleistet hatte, kehrte sie unter dem Vorwand, die abgelegten Kleider in Empfang zu nehmen, zu Elisabeth zurück, obgleich sie eigentlich dabei mehr von ihrer Neugierde und dem von Eifersucht nicht freien Wunsch geleitet wurde, das Äußere der Dame in Augenschein zu nehmen, welche sie nunmehr ihrer Oberherrlichkeit in der Hauswirtschaft berauben sollte. Die Haushälterin fühlte sich nicht wenig betroffen, als nach Beseitigung der Überschuhe, des Mantels, des Oberkleids und der Schals, endlich die große schwarze Kapuze abgelegt wurde und die schwarzen Locken, glänzend wie das Gefieder des Raben, das schöne Haupt und die gewinnenden Züge der jungen Dame umspielten. Nichts konnte schöner und fleckenloser sein als Elisabeths Stirn, auf der sich Frohsinn und Gesundheit ausdrückten. Ihre Nase hätte man eine griechische nennen können, wäre nicht durch eine sanfte Krümmung dem Antlitz an Charakter beigelegt worden, was ihm dadurch an Schönheit benommen wurde. Ihr Mund schien dem ersten Blick nur für die Liebe geschaffen, aber sobald sich dessen Muskeln bewegten, mischte sich der ganze Ausdruck frauenhafter Würde in das leichte Spiel weiblicher Anmut: er sprach nicht für das Ohr allein, sondern auch für das Auge. Ihre Gestalt war von etwas mehr als mittlerer Größe, ein Erbteil ihrer Mutter, und für ihr Alter erschienen ihre Formen ziemlich voll und gerundet. Auch die Farbe der Augen, die gewölbten Brauen und die langen seidenen Wimpern verdankte sie demselben Ursprung, während der Ausdruck des Blicks vom Vater auf sie übergegangen war. Im ruhigen, untätigen Zustand war er sanft, wohlwollend und gewinnend, obgleich er leicht feurig werden konnte, und in solchen Augenblicken mischte sich sogar etwas strenger Ernst in ihre Züge. Als das letzte Halstuch fiel, stand das Mädchen in einem reichen blauen Reitkleid da, das ihre Formen auf das anmutigste umschloß; ihre Wangen glühten wie die Rosen, eine Glut, die durch die Hitze der Halle noch erhöht wurde; die leicht schwimmenden Augen verliehen ihrer gewöhnlichen Schönheit noch mehr Glanz, und jeder Zug ihres sprechenden Antlitzes, unter dem blendenden Schimmer der zahlreichen Kerzen leuchtend, ließ Remarkable fühlen, daß ihre Macht zu Ende war.

Das Geschäft des Ablegens hatte bei allen gleichzeitig stattgefunden. Marmaduke erschien in einem einfachen, aber hübschen schwarzen Anzug; Monsieur Le Quoi trug einen schnupftabakfarbigen Rock, eine gestickte Weste, Kniehosen, seidene Strümpfe und – wie man allgemein glaubte – mit unechten Steinen besetzte Schuhschnallen. Major Hartmanns Anzug bestand aus einem himmelblauen Rock mit großen Metallknöpfen, einer Perücke und Stiefeln, und Herr Richard Jones hatte seine bewegliche kleine Figur in einen flaschengrünen Rock mit kugelförmigen Knöpfen gehüllt, die das Kleidungsstück über dem wohlgerundeten Leib zusammenhielten, oben aber eine Öffnung ließen, damit man die rote Tuchweste, unter welcher er ein mit grünem Samt eingefaßtes, flanellenes Unterleibchen trug, sehen konnte; seine Beine waren mit hirschledernen Hosen und hohen schmutzigen, weißstulpigen Stiefeln nebst Sporen bekleidet, obgleich einer von diesen infolge der kürzlichen Angriffe auf den Schlittenbock etwas umgedrückt war.

Erst als sich die junge Dame aus ihren Oberkleidern herausgewunden hatte, wurde es ihr möglich, um sich zu blicken und nicht nur den Haushalt, dem sie jetzt vorstehen sollte, sondern auch die Art und Weise, wie die häuslichen Einrichtungen getroffen waren, zu mustern. Obgleich sich in der Konstruktion und der Möblierung der Halle viel Unsymmetrisches vorfand, so kannte man doch nichts darin schlecht nennen. Der Boden war bis in die entferntesten Ecken mit Teppichen belegt; die verschiedenen Arten von Leuchtern gehörten zwar nicht zu den modernen und geschmackvollen, waren aber blank und entsprachen ihrem Zweck vollkommen, indem sie den Raum sehr lebhaft erhellten. Im Vergleich mit der draußen herrschenden kalten Dezembernacht übten die Wärme und Helle des Saales einen eigentümlichen Zauber. Ihr Auge hatte noch nicht Zeit gehabt, die kleinen Geschmacksverstöße, die in Wahrheit vorhanden waren, im einzelnen zu entdecken; denn noch streifte es mit Entzücken umher, als es plötzlich durch einen Anblick festgehalten wurde, der einen starken Gegensatz zu den lächelnden Gesichtern und zu den zierlich gekleideten Personen bildete, welche sich zu Ehren der Gebieterin von Templeton versammelt hatten.

In einer Ecke der Halle unfern dem Haupteingang stand der junge Jäger, unbeachtet und für den Augenblick unstreitig vergessen. Aber die Zerstreutheit des Richters, dem unter dem Einfluß einer lebhaften Gemütsbewegung die Erinnerung an die Wunde des Fremden völlig entschwunden war, schien durch die Geistesabwesenheit des Jünglings sogar noch übertroffen zu werden. Er hatte beim Eintreten in den Saal mechanisch seine Mütze abgenommen und zeigte dadurch einen Lockenkopf, der an Farbe und Glanz mit Elisabeths Haaren wetteiferte. Nichts hätte eine größere Veränderung an ihm hervorbringen können als dieser einzige Akt der Beseitigung seiner unscheinbaren Fuchsmütze. Es lag viel Gewinnendes in dem Gesicht des jungen Jägers und sogar etwas Edles in den abgerundeten Umrissen seines Kopfes und seiner Stirn. Die Miene und der Ausdruck dieses stolz über den rauhen und sogar wilden Anzug, der die übrige Gestalt verbarg, hervorragenden Körperteils verkündigten nicht nur Vertrautheit mit einem Glanz, den man in diesen neuen Ansiedlungen für unübertrefflich hielt, sondern schien sogar einige Verachtung über die prunkvolle Umgebung auszudrücken.

Die Hand, in der er die Mütze hielt, ruhte leicht auf Elisabeths kleinem, mit Elfenbein ausgelegtem Piano – eine Stellung, in welcher sich weder bäurische Blödigkeit noch anstößige Dreistigkeit ausdrückte. Nur ein einziger Finger berührte das Instrument, als fühle er sich vor einem solchen heimisch. Sein anderer Arm war der ganzen Länge nach ausgestreckt, und die Hand umfaßte den Lauf seiner langen Büchse mit fast konvulsivischer Kraft. Diese Haltung war eine unwillkürliche und beruhte augenscheinlich auf einem Gefühl, das weit tiefer lag als eine gewöhnliche Verwunderung. Sein Äußeres zeichnete ihn, namentlich um der unscheinbaren Bekleidung willen, ganz vor der geschäftigen Gruppe der übrigen aus, die sich am anderen Ende der Halle hin und her bewegten, um die Ankömmlinge mit Willkommensgrüßen zu empfangen, wie denn auch Elisabeth die einzige zu sein schien, welche ihn beachtete. Die Falten auf der Stirn des Fremden mehrten sich, während sich seine Augen langsam von einem Gegenstand zum anderen bewegten. Für Augenblicke überflog sein Gesicht ein trotziger Zug, der aber dann schnell wieder irgendeiner schmerzlichen Erregung Raum zu geben schien. Er beugte den ausgestreckten Arm, brachte die Hand vor sein Gesicht und ließ den Kopf auf dieselbe sinken, wodurch seine wunderbar sprechenden Züge verdeckt wurden.

»Aber lieber Vater, wir vergessen ganz und gar den fremden Herrn, den wir mitgenommen haben, um ihm Beistand leisten zu lassen, und dem wir jede Aufmerksamkeit schuldig sind«, begann Elisabeth.

Aller Augen wandten sich auf einmal nach der Richtung, wohin die Sprecherin blickte, während der Jüngling, der jetzt etwas stolz seinen Kopf wieder erhob, antwortete:

»Meine Wunde ist nur unbedeutend, und ich glaube, daß Richter Temple gleich nach unserer Ankunft nach einem Arzt schickte.«

»Gewiß«, sagte Marmaduke. »Ich habe ebensowenig den Zweck deines Besuches als den Umfang meiner Verpflichtung außer acht gelassen, junger Mann.«

»Oh!« rief Richard mit einem schalkhaften Seitenblick, »du bist, denke ich, dem Jungen für das Wildbret verpflichtet, das du erlegtest, Vetter Duke. Marmaduke! Marmaduke! das ist eine wunderliche Geschichte mit deinem Bock da. Hier, junger Mann, sind zwei Dollar für den Hirsch, und Richter Templeton kann nicht weniger tun als den Doktor zu bezahlen. Ich will meine Dienste nicht in Rechnung bringen, aber Ihr sollt deshalb nicht schlechter dabei fahren. Ei, Duke, laß dir's nicht so zu Herzen gehen; wenn du auch den Bock fehltest, so traf dein Schuß doch diesen armen Menschen durch eine Tanne hindurch. Hierin hast du mich, ich gestehe es gerne, ausgestochen; denn in meinem ganzen Leben habe ich nie eine solche Heldentat vollbracht.«

»Und wirst es auch, wie ich hoffe, nie«, entgegnete der Richter, »wenn du dich nicht dem Kummer, den ich erduldet habe, aussetzen willst. Doch sei guten Muts, mein junger Freund; die Verletzung kann nicht bedeutend sein, da du den Arm so frei zu bewegen vermagst.«

»Verschlimmere die Sache nicht, indem du dir herausnimmst, etwas von der Chirurgie zu verstehen«, unterbrach ihn Herr Jones mit einer verächtlichen Handbewegung. »Sie ist eine Wissenschaft, die sich nur durch Übung erlernen läßt. Du weißt, daß mein Großvater ein Arzt war, aber du hast nicht einen Tropfen medizinischen Bluts in deinen Adern. So etwas vererbt sich, und meine ganze Familie väterlicherseits hat etwas von den Kunstgriffen der Heilkunst erwischt. Da war z. B. mein Onkel, der in der Schlacht bei Brandywine fiel – er starb so leicht wie irgendein anderer Mann in dem Regiment, nur weil er seinen Atem kunstgerecht auszuhauchen wußte. Wenige Leute verstehen etwas von der Theorie des Atmens.«

»Ich zweifle nicht, Dick«, entgegnete der Richter, das Lächeln erwidernd, welches unwillkürlich die Züge des Fremden überflog, »daß sich deine ganze Familie gut darauf verstand, den Leuten zu ihrem letzten Atemzuge zu verhelfen«

Richard hörte ihm ruhig zu, steckte die Hände in die Taschen seines Rockes, um die Schöße vorwärtszudrücken, und begann, ein Liedchen zu pfeifen; aber das Verlangen, etwas zu erwidern, überwältigte seine Philosophie, und so rief er: »Lächle meinetwegen, soviel du willst, über meine Theorie der Erbtugenden, Richter Temple; aber es gibt gewiß keinen zweiten in unserem Patent, der es nicht besser weiß. Selbst dieser junge Mann hier, der vielleicht nie etwas anderes als Bären, Hirsche und Waldhühner sah, wird gut genug unterrichtet sein, um an die Fortpflanzung von Tugenden in Familien zu glauben – nicht wahr, mein Freund?«

»Ich glaube wenigstens, daß es bei den Fehlern nicht der Fall ist«, versetzte der Fremde abgebrochen, indem er sein Auge von dem Vater nach der Tochter gleiten ließ.

»Der Squire hat recht«, bemerkte Benjamin mit einem schlauen Kopfnicken gegen Richard, welches die zwischen ihnen bestehende Vertraulichkeit bekundete. »Irgendwo in dem alten Lande berührt des Königs Majestät nur die Skrofeln, und das ist doch eine Krankheit, die der geschickteste Doktor in der Flotte, ja, nicht einmal der Admiral zu heilen vermag; nur des Königs Majestät kann es oder ein Gehenkter. Ja, der Squire hat recht; denn wenn dem nicht so wäre, wie käme es dann, daß der siebente Sohn immer ein Doktor wird, habe er nun eine Schule durchgemacht oder nicht? Als wir's mit den Monschürs unter de Grosse zu tun hatten, war ein Doktor bei uns an Bord ...«

»Schon gut, Benjamin«, unterbrach ihn Elisabeth, indem sie ihre Augen von dem Jäger auf Monsieur Le Quoi wandte, der mit der äußersten Höflichkeit auf jedes Wort, das der Reihe nach gesprochen wurde, achtete; »Ihr könnt mir diese Geschichte, wie auch überhaupt alle Eure unterhaltenden Abenteuer ein andermal erzählen. Jetzt ist es aber vor allem nötig, daß ein Zimmer zugerichtet werde, um dem Arm dieses Herrn einen Verband anlegen zu können.«

»Das muß unter meiner Leitung geschehen, Base Elisabeth«, bemerkte Richard etwas hochmütig; »der junge Mann soll es nicht zu büßen haben, wenn es Marmaduke beliebt, ein wenig hartnäckig zu werden. Folgt mir, mein Freund, ich will die Verletzung selber untersuchen.«

»Ich denke, es ist besser, wenn ich auf den Arzt warte«, sagte der Jäger kaltblütig, »er kann nicht mehr lange ausbleiben.«

Richard schwieg und sah, ein wenig betroffen von dieser Sprache und nicht wenig ob der Zurückweisung gekränkt, den Fremden an. Er betrachtete die letztere als einen Akt der Feindseligkeit, steckte seine Hände wieder in die Taschen und ging auf Herrn Grant zu, dem er leise ins Ohr flüsterte:

»Denken Sie an mich, man wird sich jetzt unter den Ansiedlern erzählen, daß wir alle ohne diesen Burschen da den Hals gebrochen hätten. Als ob ich nicht zu fahren verstünde! Sie selbst hätten die Pferde herumbringen können, Sir; denn nichts war leichter, da es nur eines Rucks an dem Zügel der Deichselpferde und eines Peitschenhiebs in die Seite eines der Grauschimmel bedurfte. Ich hoffe, mein lieber Herr, Sie haben doch bei dem Sturz, den dieser Mensch herbeiführte, keinen Schaden genommen.«

Die Antwort des Geistlichen wurde durch den Eintritt des Dorfwundarztes verhindert.

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