Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Ludwig Bechstein >

Deutsches Sagenbuch

Ludwig Bechstein: Deutsches Sagenbuch - Kapitel 891
Quellenangabe
pfad/verz/werk/book.xml
typelegend
authorLudwig Bechstein
titleDeutsches Sagenbuch
publisherF. W. Hendel Verlag
editorKarl Martin Schiller
year1930
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20130529
projectid28f4b66e
Schließen

Navigation:

889. Wimpfens Name

Wimpfen auf dem Berge war vormals eine freie Reichsstadt am Neckar in heiterer Lage. Vor alters soll sie Cornelia geheißen haben, nach Julius Cäsars Gemahlin, soll aber schon zu Kaiser Valerius Probus Zeiten erbaut worden sein. Nachher aber, als Attila mit seinen Hunnen durch das Land gewütet, haben diese alle Männer der Stadt erschlagen und die Weiber gepeinigt und ihnen die Brüste abgeschnitten, und davon soll der Stadt der Name Wippin, Weib-Pein, geworden sein, und ward das also fest geglaubt, daß es selbst auf dem Rathaus in Versen auf einer Tafel geschrieben zu lesen stand:

Weibpein, jetzt Wimpfen, sonst gar sein
Mulierum poena zu Latein.

Nicht weit von Wimpfen auf dem Berge liegt das Städtchen Wimpfen im Tale. Hier erfocht Tilly seinen großen Sieg im Jahre 1622 gegen den Markgrafen Georg Friedrich von Baden, in welcher Schlacht die unsterblichen vierhundert Pforzheimer unter ihrem Bürgermeister Deimling den Opfertod für ihren geliebten Fürsten erlitten. Damals galt noch Treue.

*

 

 << Kapitel 890  Kapitel 892 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.