Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Achim von Arnim >

Des Knaben Wunderhorn / III. Band

Achim von Arnim: Des Knaben Wunderhorn / III. Band - Kapitel 49
Quellenangabe
typepoem
booktitleDes Knaben Wunderhorn Bd. III
authorAchim von Arnim und Clemens Brentano
year1987
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-001250-3
titleDes Knaben Wunderhorn / III. Band
pages7
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1805
Schließen

Navigation:

Der Brunnen.

(Mitgetheilt von Frau von Pattberg.)

        Hab ein Brünnlein mal gesehen,
Draus thät fliessen lauter Gold,
Thäten dort drei Jungfern stehen,
Gar so schön und gar so hold.

Thäten all so zu mir sprechen:
Trinkst du aus dem Brünnelein,
Kriegt dich einer bei dem Kragen,
Wirft dich in den Brunnen n'ein.

Ihr schön Jungfern kühnlich glaubet,
Will den Durst nicht löschen hier,
Wenn die schönste mir erlaubet
Einen zarten Kuß allhier.

Diese mit den schwarzen Augen
Küß ich gern, trau aber nicht;
Sie kann nur zum Zanken taugen,
Aber zu der Liebe nicht.

Diese mit den grauen Augen,
Diese falsche mag ich nicht;
Kann allein zum Roppen taugen,
Krazt den Buhlen ins Gesicht.

Diese mit den blauen Augen,
Diese küß ich gar zu gern;
Diese kann zur Liebe taugen,
Diese gleicht dem Morgenstern.

 << Kapitel 48  Kapitel 50 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.