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Des Knaben Wunderhorn / III. Band

Achim von Arnim: Des Knaben Wunderhorn / III. Band - Kapitel 32
Quellenangabe
typepoem
booktitleDes Knaben Wunderhorn Bd. III
authorAchim von Arnim und Clemens Brentano
year1987
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-001250-3
titleDes Knaben Wunderhorn / III. Band
pages7
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1805
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Spruch vom Glück.

(Docens Miscellancen I. S. 282.)

        Ich sag, wems Glück wohl pfeifet,
Der mag wohl lustig tanzen,
Wems Glück zum Würfel greifet,
Gewinnt oft manche Schanzen,
Mit Freuden mag rumschwanzen.

Wems Glück das Hörnel bläßt,
Der fängt, wenn andre jagen,
Glück, wem das Feld du säest,
Der mag Getreid heim tragen,
Und niemand darf drum fragen.

Wems Glück ist Keller, Koch,
Der trinkt, wenn ihn thut dürsten,
Ißt, wenn ihn hungert noch,
Nach Glück oft gleich thut dürsten,
Den Bettler, wie den Fürsten.

Wenns Glück das Fähnlein schwingt,
Da giebts gut Beut und Kriegen,
Wenns Glück dem Buhler singt,
Da ist gut Kinder wiegen,
Galanisieren und Lieben.

Doch jeder ist der Schmidt
Des eignen Glücks allzeiten,
Wer wohl gebettet sich,
Der lieget auch in Freuden,
Ob man ihn gleich thut neiden.

Dein Glück flieht nicht vor dir,
Was dir auf Erd beschaffen,
Schau nur, wenns vor der Thür,
Daß dus nicht thust verschlafen,
Brauch Mittel, Zeit und Waffen.

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